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422 Architekten und Bildhauer. —- Sammlung von 12 eigh. Briefen und
Schriftstücken m. U. von Architekten und Bildhauern
aus dem IQ. Jahrhundert. Verschiedene Formate.
Darunter: Fr. Drake -—■ Gilly d. ä. -— Rauch —- Rietschel —- G. Schadow —
F. Schaper — Joh. Schilling — Schinkel — i Urkunde der artistischen Kom-
mission f. d. königl. Museen in Berlin vom 27. Mai 1839, unterzeichnet von Schinkel,
Fr. Tieck, Rauch, Waagen u. a.
423 Architekten und Ingenieure. Sammlung von ca. 30 eigh Briefen
m. U. von berühmten Baumeistern und Ingenieuren des
17., 18. und 19. Jahrhunderts. Verschiedene Formate.
Darunter: Behr, Cantian, Gilly (der Lehrer Schinkels), Karl von Gontard,
Eduard Knoblauch, Langhans, Möller, Nobile, Nering, Persius, Schmid, Schwech-
ten, Semper, Stier, Strack, Stüler, Voit, Wiebeking (mit eigh. Bemerkung Schin-
kels), Zwirner, Bauernfeind, Aug. Borsig, James Hobrecht, Reuleaux.
424 Aron, Pietro, Musiktheoretiker, Verfasser des ,Toscanello in musica‘;
c. 1490—1545. Eigh. Brief m. U.: ,,Vro quanto fratello Piero aron
M“, dat.: ,,In s[an]to leonardo di bergamo el di 7 ottobrje] 1539“.
53/4 Seiten folio. S. 7 ist unbeschrieben, auf S. 8 eigh. Adresse:
,,al m Pre Zannetto dallago / Amico carissimo / In Vinetia o doue
si truova“ nebst Siegelspuren.
Ausführlicher und aufschlussreicher Brief an den Kapellmeister Giovanni
d e 1 L a g 0 , den Verfasser der ,Breve introduttione di musica misurata1 (Venedig
1540); offenbar das Antwortschreiben auf dessen Brief v. 27. August 1539, von
dem eine Abschrift im Cod. Ms. 5318 der Vatikan. Bibliothek erhalten ist. A. be-
klagt sich zunächst über die jahrelange Unterbrechung ihres Briefwechsels, rühmt
sich seines Entschlusses, [1536] die Mönchskutte genommen zu haben: ,,. . . se
io son frate, son Piero aron et non p[er] questo penso esser discaduto . . .“ („wenn
ich auch Mönch bin, so bin ich doch Pietro Aron, und ich glaube nicht, deshalb
ein Geringerer geworden zu sein“), berichtet von seinem Wohlergehen und der
gastfreundlichen Aufnahme, die er bei seinem Aufenthalt in Brescia bei den
gräflichen Familien Marteningo und Caurioli gefunden, ;. . . piu son amato in
lonbardia ch[e] non ero in Vinetia . . Er geht dann auf den eigentlichen Zweck
seiner Antwort über: „Voi desiderate il mio parere circa gli modi antichi et moderni,
cioe quäl sia p[ri]ma spetie in ordine et quanto siano le spetie di essi modi nella
pratica musicale“, erörtert die Ansichten seiner Vorgänger auf dem Gebiete der
Musiktheorie: Giov. Othobi [d. i. John Hothby], Eloy, Tinctoris,
Gianmaria Lanfranco, Lorenzo Gazzo [G a z i 0] und G a f 0 r i und ent-
wickelt dann seine eigenen Anschauungen über die Streitfrage, die er an Hand
von Tabellen und Notenbeispielen alter und neuer Musik („spetie 16 s.ecundum
morem anticum“, „Modi secundum morem modernum“) ausführlich begründet.
In einer Nachschrift fragt er an, ob die ihm überbrachte Nachricht vom Tode
des Giovanni S p a t a r 0 auf Wahrheit beruhe. [Dies war nicht der Fall; der
Bologneser Musikgelehrte starb erst am 17. Januar 1541.] — Einige kurze Stellen
aus A.s Briefen an del Lago sind bei Fetis I, 2 mitgeteilt.
425 Bause, Johann Friedrich, Kupferstecher; 1738—-1814. 2 eigh. Briefe
m. U. Leipzig, den 3. Februar 1798, bezw. O. 0. u. D. Zus. Iy2
Seiten. 40. Eines mit Adresse u. Siegel.
426 Beethoven, Ludwig van; 1770—-1827. Manuskript mit ungedruckten
Kompositionen (Bearbeitungen?). 3 Seiten. Querformat.
Auf der zweiten Seite notiert Beethoven den vierstimmigen Satz des aus
Grauns „Tod Jesu“ bekannten Chorals:
Auktionskatalog CXXV, Henrici, Berlin W. 35.
422 Architekten und Bildhauer. —- Sammlung von 12 eigh. Briefen und
Schriftstücken m. U. von Architekten und Bildhauern
aus dem IQ. Jahrhundert. Verschiedene Formate.
Darunter: Fr. Drake -—■ Gilly d. ä. -— Rauch —- Rietschel —- G. Schadow —
F. Schaper — Joh. Schilling — Schinkel — i Urkunde der artistischen Kom-
mission f. d. königl. Museen in Berlin vom 27. Mai 1839, unterzeichnet von Schinkel,
Fr. Tieck, Rauch, Waagen u. a.
423 Architekten und Ingenieure. Sammlung von ca. 30 eigh Briefen
m. U. von berühmten Baumeistern und Ingenieuren des
17., 18. und 19. Jahrhunderts. Verschiedene Formate.
Darunter: Behr, Cantian, Gilly (der Lehrer Schinkels), Karl von Gontard,
Eduard Knoblauch, Langhans, Möller, Nobile, Nering, Persius, Schmid, Schwech-
ten, Semper, Stier, Strack, Stüler, Voit, Wiebeking (mit eigh. Bemerkung Schin-
kels), Zwirner, Bauernfeind, Aug. Borsig, James Hobrecht, Reuleaux.
424 Aron, Pietro, Musiktheoretiker, Verfasser des ,Toscanello in musica‘;
c. 1490—1545. Eigh. Brief m. U.: ,,Vro quanto fratello Piero aron
M“, dat.: ,,In s[an]to leonardo di bergamo el di 7 ottobrje] 1539“.
53/4 Seiten folio. S. 7 ist unbeschrieben, auf S. 8 eigh. Adresse:
,,al m Pre Zannetto dallago / Amico carissimo / In Vinetia o doue
si truova“ nebst Siegelspuren.
Ausführlicher und aufschlussreicher Brief an den Kapellmeister Giovanni
d e 1 L a g 0 , den Verfasser der ,Breve introduttione di musica misurata1 (Venedig
1540); offenbar das Antwortschreiben auf dessen Brief v. 27. August 1539, von
dem eine Abschrift im Cod. Ms. 5318 der Vatikan. Bibliothek erhalten ist. A. be-
klagt sich zunächst über die jahrelange Unterbrechung ihres Briefwechsels, rühmt
sich seines Entschlusses, [1536] die Mönchskutte genommen zu haben: ,,. . . se
io son frate, son Piero aron et non p[er] questo penso esser discaduto . . .“ („wenn
ich auch Mönch bin, so bin ich doch Pietro Aron, und ich glaube nicht, deshalb
ein Geringerer geworden zu sein“), berichtet von seinem Wohlergehen und der
gastfreundlichen Aufnahme, die er bei seinem Aufenthalt in Brescia bei den
gräflichen Familien Marteningo und Caurioli gefunden, ;. . . piu son amato in
lonbardia ch[e] non ero in Vinetia . . Er geht dann auf den eigentlichen Zweck
seiner Antwort über: „Voi desiderate il mio parere circa gli modi antichi et moderni,
cioe quäl sia p[ri]ma spetie in ordine et quanto siano le spetie di essi modi nella
pratica musicale“, erörtert die Ansichten seiner Vorgänger auf dem Gebiete der
Musiktheorie: Giov. Othobi [d. i. John Hothby], Eloy, Tinctoris,
Gianmaria Lanfranco, Lorenzo Gazzo [G a z i 0] und G a f 0 r i und ent-
wickelt dann seine eigenen Anschauungen über die Streitfrage, die er an Hand
von Tabellen und Notenbeispielen alter und neuer Musik („spetie 16 s.ecundum
morem anticum“, „Modi secundum morem modernum“) ausführlich begründet.
In einer Nachschrift fragt er an, ob die ihm überbrachte Nachricht vom Tode
des Giovanni S p a t a r 0 auf Wahrheit beruhe. [Dies war nicht der Fall; der
Bologneser Musikgelehrte starb erst am 17. Januar 1541.] — Einige kurze Stellen
aus A.s Briefen an del Lago sind bei Fetis I, 2 mitgeteilt.
425 Bause, Johann Friedrich, Kupferstecher; 1738—-1814. 2 eigh. Briefe
m. U. Leipzig, den 3. Februar 1798, bezw. O. 0. u. D. Zus. Iy2
Seiten. 40. Eines mit Adresse u. Siegel.
426 Beethoven, Ludwig van; 1770—-1827. Manuskript mit ungedruckten
Kompositionen (Bearbeitungen?). 3 Seiten. Querformat.
Auf der zweiten Seite notiert Beethoven den vierstimmigen Satz des aus
Grauns „Tod Jesu“ bekannten Chorals:
Auktionskatalog CXXV, Henrici, Berlin W. 35.

