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Karl Ernst Henrici <Berlin> [Editor]
Autographen aus verschiedenem Besitz: darunter Sammlung Friedrich Wilhelm Jähns II. Teil, Sammlung Wilhelm Ludwig Holland ; deutsche Kaiser, Haus Brandenburg, allgemeine Geschichte, Musik und Kunst, Literatur und Wissenschaft ; Versteigerung 24., 25. November 1927 (Katalog Nr. 125) — Berlin, 1927

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https://doi.org/10.11588/diglit.24338#0092
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527 Schwind, Moritz von, Maler u. Zeichner; 1804—1871. Eigh. Brief
m. U. Wartburg, den io. August 1854. 1 Seite. 40. Mit eigh.
Adresse. — An Hofrat Bechstein in Meiningen.

Darauf eine eigh. Federskizze ein humorvolles Wappenemblem darstellend.
Am Schluss des Briefes schreibt er: „Uebrigens geht’s gut, die Sorge abgerechnet,
dass in München die Cholera sich anzusiedeln Miene macht. Das k 0 m t
heraus'mit den Industrie-Dummheiten.“

— Eigenhändige Feder- und Bleistiftzeichnungen siehe No. 584,
eigenhändiger Brief an Franz Schubert siehe No. 524.

528 Skarbina, Franz, Maler; 184g—1910. 7 eigh. Briefe u. Billets m. U.
und 1 eigh. Visitenkarte m. U. Berlin, 1805—1808. 12 Seiten. 8°.

529 Sontag, Henriette, Gräfin Rossi, die grosse Sängerin; 1804—1854.
Eigh. Brief m. U. London, den 29. Juli 1829. 7 Seiten. 8°.

An KarlEckert, später Erster Hofkapellmeister zu Berlin (1820—1879).
„Ich sage Ihnen nichts von dem Enthusiasmus, von der Anbethung der Eng-
länder für mich! Es geht über alle Beschreibung und mein Herz ist tief davon
gerührt — denn so viel verdiene ich doch gewiss nicht . . . .“

Beiliegend 2 weitere eigh. Briefe m. U. Berlin, den 28. Juni 1827 u. 4. Mai
1830, 3 Seiten 8°; 1 eigh. Billet m. U.; und 1 eigh. Sentenz m. U.

530 Spohr, Louis, Violinvirtuose und Komponist; 1784—1859.
Sammlung von 105 musikalischen, Ludwig Spohr gewidmeten
Albumblättern von zeitgenössischen Künstlern aus den Jahren
1815—1821, in drei Ganzlederkästen mit Goldpressung, Seiden-
vorsatz etc.

Spohr selbst schreibt in seiner Selbstbiographie über die Entstehung der
vorliegenden Sammlung: „Als ich den ersten Gedanken zu meiner grossen Reise
durch Europa fasste, kam mir auch der, ein Album anzulegen, auf dessen Blätter
ich Compositionen aller der Künstler, deren Bekanntschaft ich machen würde,
einsammeln wollte. Ich begann sogleich mit den Wienern. ... Der wert-
vollste Beitrag ist mir der von Beethoven. Es ist ein dreistimmiger
Canon über die Worte aus Schiller’s „Jungfrau von Orleans“: „Kurz ist der
Schmerz, und ewig währt die Freude.“ Bemerkenswert ist: 1) dass Beethoven,
dessen Schrift, Noten wie Text, in der Regel fast unleserlich waren, dieses Blatt
mit besonderer Geduld geschrieben haben muss; denn es ist sauber vom Anfänge
bis zum Ende, was um so mehr sagen will, da er sogar die Notenlinien selbst und
zwar aus freier Hand, ohne Rostral, gezogen hat; 2) dass sodann nach dem Ein-
tritte der dritten Stimme ein Takt fehlt, den ich habe ergänzen müssen. Das Blatt
schliesst mit dem Wunsche:

„Mögten Sie doch lieber Spohr überall wo Sie
wahre Kunst und wahre Künstler finden, gerne meiner ge-
denken Ihres Freundes

Ludwig von Beethoven

Wien am 3. März 1815.“ “

Die Sammlung enthält, abgesehen von diesem Blatt, höchst interessante
Blätter von deutschen, italienischen, französischen, englischen und holländischen
Künstlern, darunter solche von Cherubini, Clementi, J. B. Cramer, Fesca, Gyro-
wetz, Moritz Hauptmann, E. T. A. Hoffmann, Joh. Nep. Hummel, Conr. Kreutzer,
Logier, Methfessel, Meyerbeer, Marlacchi, Moscheies, Nägeli, Polledro, Pixis,
Ferd. Ries, A. Romberg, Salieri, Seyfried, C. M. von Weber, Zelter, Zingarelli.

■■ wo-— Siehe die Abbildungen auf Seite 79 und Tafel. .. .

Auktionskatalog CXXV, Henrici, Berlin W. 35.
 
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