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Kinsky, Georg; Karl Ernst Henrici <Berlin> [Editor]; Leo Liepmannssohn, Antiquariat [Editor]
Versteigerung von Musiker-Autographen aus dem Nachlaß des Herrn Kommerzienrates Wilhelm Heyer in Köln: ... durch Karl Ernst Henrici & Leo Liepmannssohn, Antiquariat, Berlin (Band 3): Donnerstag, den 29. September 1927 — Berlin, 1927

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https://doi.org/10.11588/diglit.17173#0060
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287 Organisten. Sammlung von 4 eigh. Musikmanuskripten und 90 eigh. Briefen und anderen
Schriftstücken m. U. deutscher und ausländischer Organisten und Orgelvirtuosen des
19. Jahrhunderts.

1) Adolph Hesse. Stammbuchblatt: Finale aus der 6. Sinfonie. Dresden 1845. 1 Seite
qu. 8Ü. Heyer-Kat. IV Nr. 325. — Ernst Köhler. Stammbuchblatt: ,Lebe wohl' für Flöte
u. Pfte. Breslau 1838. 1 Seite kl. qu. 8°. Heyer-Kat. IV Nr. 328. — Christian R i n c k. 2 Musik-
mss.: Praeludium und Choralfiguration für Orgel. 2 Seiten kl. 4°. Heyer-Kat. IV Nr. 442/43.—
2) Briefe von Jan Albert vanEyken (32, davon 25 an B. Senff), Alex. Willi. Qottschalg
(8), Alex. Gui 1 mant, Aug. Haupt, Adolph Hesse (7), Samuel de Lange (6), Christian
Rinck (16, an Rochlitz, Gassner, Fetis, Spohr u. A.), Aug. Gottfr. Ritter (5), Jon.
Gottlob Töp f e r (8, davon 5 an C. F. Peters), Charles M. W i d o r (5, an Fetis, Dubois u. A.).

288 Paer, Ferdinando, Opernkomponist, Hofkapellmeister in Dresden und Paris; 1771—1839.

3 eigh. Briefe m. U. Meseritz [in Posen], 8. Dezember 1806; Paris, 10. Januar u.
26. September 1809. Zusammen 6 Seiten 4° nebst Adressen.

1) An den Intendanten Graf Vitzthum in Dresden betr. der im Gefolge des Kaisers Napoleon
reisenden Schauspielertruppe. 2) 2 Freundschaftsbriefe an den Ministerialsekretär Cristini
in Paris, u. a. über Opernaufführungen und den Sänger Crescentini.

— Paer, Ferdinando: siehe auch Nr. 33 (zu Bellini).

289 Paganini, Niccolö, „der glänzendste Stern des Violinvirtuosentums"; 1782—1840.

Eigh. Musikmanuskript: das vollständige Orchestermaterial zu ,11 carneval di
Venezia' (,Adagio e Canzonetta con Variazioni') für Violine mit Orchester, op. 10. Vor-
handen sind 2 Viol. I-, 3 Viol. II-, 5 Viola-, 6 Violoncell- u. Contrabass- sowie
17 Bläser- und Schlagzeugstimmen, und zwar (mit Ausnahme von 3 Zeilen in einer
Contrabass-Stimme) durchweg in eigh. Abschrift des Komponisten. Zusammen 33 Bl.
verschiedenen Formats.

Heyer-Kat. IV Nr. 818 (S. 409).

290 — Eigh. Musikmanuskript: Partitur und ein Teil der Stimmen zu den Variationen
,Non piü mesta' für Violine mit Orchester, op. 12. Partitur (ohne die Solostimme):
22 Seiten, 30 eigh. Stimmen mit zusammen 41 Seiten in Querformat.

Beiliegend: Abschriften der Solostimme (in D-dur) und der Partitur sowie 17 Orchester-
stimmen in Abschrift verschiedener Kopisten, insgesamt also das vollständige Aufführungs-
material des Werkes. — Nähere Angaben im Heyer-Kat. IV Nr. 819/20 (S. 409).

291 — Eigh. Musikmanuskript mit folg. Überschrift: „Balletto campestre, ossia Variazioni
[per il Violino] sopra un Tema comico continuato dalF Orchestra Composte etc. etc. —"
Partitur einschliessl. der Solostimme in erster Niederschrift. 12 Seiten in Querformat.

Vollständiges Ms. eines un gedruckten Werkes, das aus 49 Variationen besteht, die
mit allen möglichen technischen Schwierigkeiten geradezu überhäuft und als Inbegriff der
Virtuosität P.s gelten können. Beiliegend: Bearbeitung des Klavierauszugs und eine Abschrift
der Solostimme von G. Dacci u. R. Franzoni (5 u. 16 Seiten in Hochformat). — Heyer-Kat. IV
Nr. 824 (S. 412).

292 — Eigh. Musikmanuskript: Partitur, Solostimme und 36 Orchesterstimmen zum Kon-
zertstück ,Le couvent du mont St Bernard'. 19 Seiten u. 38 Bl. in Querformat.

Ein ebenfalls ungedrucktes Werk, dessen Material mit Ausnahme der Solostimme
zu den Variationen vollständig vorliegt. Beiliegend: 28 Orchesterstimmen in Abschrift. —
Ausführliche Angaben im Heyer-Kat. IV Nr. 825/26 (S. 413 f.).

293 — Eigh. Musikmanuskript: die Napoleon-Sonate für Violine (auf der G-Saite) mit Or-
chester. Solostimme, Begleitung für Gitarre und für Pfte. nebst smtln. 19 Orchester-
stimmen. Zusammen etwa 43 Seiten in Querformat.

Die berühmte Sonate, die P. in seinem Reisetaschenbuch als „Prima Sonata con Variazioni
per la 4a corda" bezeichnet, ist 1807 in Lucca am Hofe der Schwester Napoleons, der Fürstin
Maria Elisa Bacciochi, entstanden und ungedruckt geblieben. Beiliegend: eine von G.

Auktionskatalog Nachlass Wilhelm Heyer. III.
 
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