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Kinsky, Georg; Karl Ernst Henrici <Berlin> [Hrsg.]; Leo Liepmannssohn, Antiquariat [Hrsg.]
Versteigerung von Musiker-Autographen aus dem Nachlaß des Herrn Kommerzienrates Wilhelm Heyer in Köln: ... durch Karl Ernst Henrici & Leo Liepmannssohn, Antiquariat, Berlin (Band 3): Donnerstag, den 29. September 1927 — Berlin, 1927

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https://doi.org/10.11588/diglit.17173#0074
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Mendelssohns Weggang von Leipzig und spricht von seiner [Sch.s] Absicht, den Fauststoff als
Oratorium zu behandeln. „Ist sie nicht kühn und schön? Nur denken darf ich jetzt daran . .."
(Gekürzter) Abdruck: Erler I, 316; Jansen 2 Nr. 272.

374 — Schumann, Robert. Eigh. Brief m. U. [Dresden,] 24. Juni 1848. 2 Seiten 8°.

An den Musiker und Kritiker Carl B a n c k in Dresden, den er zu einer Privataufführung
des Chorgesangvereins einlädt, „in der wir u. A. auch ein neues Stück von mir, die Schluß-
szene aus d. Ilten Th[eil] des Göthe'schen Faust (Faust's Seligpreisung) geben . . ." Die Ein-
ladung soll von B. zugleich als „Anfang der Wiederherstellung des früheren geselligen Ver-
hältnisses" betrachtet werden, das infolge von Missverständnissen längere Jahre hindurch
unterbrochen war. — Abdruck: Erler II, 45.

375 — 13 eigh. Briefe m. U.: „R. Schumann" bezw. „R. Sch." Düsseldorf, 29. September
1850—13. Februar 1854. Zusammen 27 Seiten 8°; 5 Briefe mit Adresse.

Sch.s sämtliche, inhaltlich sehr aufschlussreiche Briefe an den Verleger B. S e n f f in
Leipzig: Verhandlungen zur Herausgabe der Waldszenen op. 82 („ein lang und viel von mir
gehegtes Stück"), der Balladen für Deklamation op. 106 u. 122, des Konzertstücks op. 134;
Angebot der span. Liebeslieder op. 138 und einer Ausgabe seiner sämtlichen literarischen Arbeiten
(„ein Anliegen besonderer Art . . ."); Mitteilungen über das Düsseldorfer Musikleben und die
holländische Konzertreise; Berichte und Berichtigungen für die ,Signale'; Hinweis auf seinen
Aufsatz [,Neue Bahnen'] „über einen neu aufgegangenen glänzenden Musikstern, der Johannes
Brahms heißt..." (Diesem Briefe v. 15. Oktober 1853 liegt eine von Sch.s jugendlichen Töchtern
Marie und Elise verfertigte Abschrift der Texte zu den Balladen op. 122 bei, zu denen ursprüng-
lich auch die ,Schneiderburg' von Platen gehörte.) Sämtliche Briefe sind noch ungedruckt.

376 — Schumann, Clara geb. Wieck, Klavier virtuosin und Komponistin, 1840—56 die
Gattin Robert Schumanns; 1819—1896.

[Teilweise eigh.?] Musikmanuskript m. N.: ,Walzer' („Horch! welch' ein süßes
harmonisches Klingen") für eine Singstimme m. Pfte. „Compose par Clara Wieck".
Mit mehreren eigh. Vermerken des Textdichters, des bekannten tauben Musikers,
Zeichners und Schriftstellers Joh. Peter Lyser [1834]. 3% Seiten in Querformat.

Druckvorlage des von Clara als 16jähriges Mädchen geschriebenen Gesangwalzers für die
von Lyser 1834 hrsg. ,10 Lieder eines wandernden Malers' [Nr. 9]. Nähere Angaben im Heyer-
Kat. IV Nr. 785 (S. 396).

377 — Eigh. musik. Albumblatt m. LI. Amsterdam, 1. Februar 1855. 1 Seite in Hochformat
(auf verziertem Notenpapier).

Das für Th. Roothaan geschriebene Widmungsblatt enthält die 6. Variation aus Claras
1853 entstandenem op. 20: .Variationen über ein Thema von Robert Schumann': dasselbe
Thema aus Sch.s ,Bunten Blättern' (op. 99 Nr. 4), das Brahms 1854 seinem Opus 9 zu gründe
legte. — Heyer-Kat. IV Nr. 790 (S. 398).

378 — Eigh. Brief m. U. Leipzig, 20. November 1840. 2 Seiten kl. 8° nebst Adresse.

Ein Brief aus der ersten Zeit ihrer Ehe. Einladung an Frau Caecilie F r i e s e , die Gattin
des Verlegers der ,Neuen Zeitschrift für Musik', und Dank für ein Buch. „. .. Mein Mann grüßt
Sie . . . sowie auch ich von ganzem Herzen ..."

379 — 12 eigh. Briefe m. U. Düsseldorf, 20. März 1856— Frankfurt a. M., 27. März 1879.
Zusammen 22% Seiten 8° u. 13 Seiten 16° nebst 1 Briefumschlag.

Anziehende Briefe persönlichen und künstlerischen Inhalts an verschiedene Empfänger:
J. F. K i 111 und A. W. A m b r o s in Prag, I. S e i s s in Köln (2), Rieh. P o h 1 in Baden-
Baden (2), J. Rosenhain in Paris u. A.

— Schumann, Clara: siehe auch Nr. 7 (Album v. Nass), Nr. 17 (Bargiel)
u. Nr. 367 (Rob. Schumann).

380 — Wieck, Friedrich, Klavierlehrer in Leipzig und Dresden, Lehrer seiner Töchter Clara
und Marie u. seines Schwiegersohns Rob. Schumann; 1785—1873.

1) Eigh. lit. Manuskript m. N. u. U,: „Carl Maria von Weber. Eine Erinnerung ..."

Auktionskatalog Nachlass Wilhelm Heyer. III.
 
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