Österreichische Handschriften des XII. Jahrhunderts.
181
Mondseer Arbeit der zweiten Hälfte des X 11. Jahrhunderts. Wie aus der f. 2 mit Bleistift eingetragenen Nummer 3759 hervorgeht, stammt
dieses Blatt aus der Handschrift 3759 der Nationalbibliothek, die die alte Signatur Lunaelac. F. 178 trug. Die Blätter sind von Einbänden Mondseer
Handschriften abgelöst und kamen mit diesen nach der Aufhebung der Benediktinerabtei Mondsee (1791) m die Hofbibliothek. Blätter aus
demselben Missale in den Handschriften Series nova 220 und Series nova 222, Nr. 97 und 98 dieses Verzeichnisses, sowie — ohne Initialen — in
der Handschrift Series nova 234.
f. 2': „In sancta die resurrectionis.“
Rot konturierte Initiale R, gespalten, mit roten
Füllungen und Schnallen; im Inneren verziert mit rot
konturierten Spiralranken mit umgestülpten, einge-
kerbten Rankenblättern. Die linke Hälfte der Initiale
weggeschnitten.
f. 6: „In natale s. Stephani.“
Kleine Initiale E in derselben Weise.
f. 14: Unten verkehrt geschrieben: „Ego fr ater
Jeronimus professus sum“, darunter sehr verblaßt:
„Mensee“, darunter: „Fui hic.Legit frater Balthasar
et hoc est verum.“
Literatur:
Tabulae codicum XI, S. 77.
Series nova 4227. Blatt aus einem Missale.
Lateinisch, Quart, XII. Jahrhundert.
100
Deutsches m., 215X274- I. 4®- Bücherminuskel in einer Spalte zu 21 Zeilen. Rote Überschriften. 1 Initiale.
Vermutlich Mondseer Arbeit der zweiten Hälfte des XII. Jahrhunderts. Nach der auf der Versoseite mit Bleistift eingetragenen Nummer
ist das Blatt vom Inneren des Einbandes der Handschrift 3612, einer Handschrift des XV. Jahrhunderts, abgelöst, die nach der alten Signatur Lunaelac.
Q. 198 nach der Aufhebung der Benediktinerabtei Mondsee (1791) in die Hofbibliothek kam.
Auf der Rectoseite: „In die sancto“ (d. i. zum
Osterfest).
Zum Anfang: „Concede“. Rot konturierte Initiale C,
gespalten, mit roter Füllung, verziert mit Spiralranken,
die in rankenförmige und herzförmige Blätter enden.
Die Randstreifen bilden in der Mitte der Rundung einen
Flechtwerkknoten.
Series nova 4235. Zwei Blätter aus einem Missale. Lateinisch, Folio, XII. Jahrhundert. 101
Deutsches m., 215X285. 2 f. Bücherminuskel in einer Spalte zu 19 Zeilen. Rote Überschriften. 1 Initiale.
Vermutlich Mondseer Arbeit der zweiten Hälfte des XI[.Jahrhunderts. Nach der auf/ 2' mit Bleistift eingetragenen Nummer sind die
beiden Blätter vom Inneren des Einbands der Handschrift 3585, einer Handschrift des XVI. Jahrhunderts abgelöst, die nach der alten Signatur
Lunaelac. Q. 183 nach der Aufhebung der Benediktinerabtei Mondsee (1791) in die Hofbibliothek kam.
f. 1': Zum Weihnachtsfest: Rot konturierte Ini-
tiale H (Unziale) auf ockergelbem Grund, gespalten, mit
sogen. Schnallen. Das Innere der Initiale ist durch
schmale Leistchen in quadratische Felder mit kreuz-
förmig angeordneten Blattranken geteilt. Neben dem
Vertikalschaft links sowie am Ende des Halbbogens
rechts rot konturierte stilisierte Rankenblätter und
Zierlinien.
Series nova 4245. Sechs von Binbänden abgelöste Fragmente aus einem Missale. 102
Lateinisch, Folio, XII. Jahrhundert.
Deutsches m., 270 X circa 290. 6 f, davon f y und f 4 rechts beschnitten, alle Blätter jedoch unvollständig. Große deutsche Bücherminuskel
in einer Spalte zu 26—29 Zeilen. Rote Überschriften. 2 Initialen.
Mondseer Arbeit aus dem dritten Viertel des XII. Jahrhunderts Nach der Bleistiftnummer auf f. 1' vermutlich abgelöst vom Einband der
Handschrift 3769, dagegen f 4—4 nach der Nummer auf / 4 aus der Handschrift 3767. Die Handschrift 3769 trägt die alte Signatur Lunaelacensis
F. 173, die Handschrift 3767 die alte Signatur Lunaelacensis F. 171; die Fragmente kamen alle mit Mondseer Handschriften gelegentlich der Auf-
hebung der Benediktinerabtei Mondsee (1791) in die Hofbibliothek.
f. 1: „De sancta Maria Magdalena.“
Große rot konturierte Initiale A, gespalten, mit roter
Füllung und Schnalle; an Stelle des linken Balkens ein in
violetter Tinte gezeichneter geflügelter Drache, der sich
durch rot konturierte Spiralranken windet, die in umge-
stülpte lappige Blätter, z. T. zu Dreien geordnet, enden. Im
Typus an Mondseer Arbeiten erinnernd, namentlich an die
Handschrift 723, Nr. 95 dieses Verzeichnisses sowie an
Arbeiten des Liutold, Nr. 88—93 dieses Verzeichnisses.
f. 2: Omelia lectionis eiusdem (sc. Matthei).
Fragment einer rot konturierten Initiale S in der-
selben Weise.
181
Mondseer Arbeit der zweiten Hälfte des X 11. Jahrhunderts. Wie aus der f. 2 mit Bleistift eingetragenen Nummer 3759 hervorgeht, stammt
dieses Blatt aus der Handschrift 3759 der Nationalbibliothek, die die alte Signatur Lunaelac. F. 178 trug. Die Blätter sind von Einbänden Mondseer
Handschriften abgelöst und kamen mit diesen nach der Aufhebung der Benediktinerabtei Mondsee (1791) m die Hofbibliothek. Blätter aus
demselben Missale in den Handschriften Series nova 220 und Series nova 222, Nr. 97 und 98 dieses Verzeichnisses, sowie — ohne Initialen — in
der Handschrift Series nova 234.
f. 2': „In sancta die resurrectionis.“
Rot konturierte Initiale R, gespalten, mit roten
Füllungen und Schnallen; im Inneren verziert mit rot
konturierten Spiralranken mit umgestülpten, einge-
kerbten Rankenblättern. Die linke Hälfte der Initiale
weggeschnitten.
f. 6: „In natale s. Stephani.“
Kleine Initiale E in derselben Weise.
f. 14: Unten verkehrt geschrieben: „Ego fr ater
Jeronimus professus sum“, darunter sehr verblaßt:
„Mensee“, darunter: „Fui hic.Legit frater Balthasar
et hoc est verum.“
Literatur:
Tabulae codicum XI, S. 77.
Series nova 4227. Blatt aus einem Missale.
Lateinisch, Quart, XII. Jahrhundert.
100
Deutsches m., 215X274- I. 4®- Bücherminuskel in einer Spalte zu 21 Zeilen. Rote Überschriften. 1 Initiale.
Vermutlich Mondseer Arbeit der zweiten Hälfte des XII. Jahrhunderts. Nach der auf der Versoseite mit Bleistift eingetragenen Nummer
ist das Blatt vom Inneren des Einbandes der Handschrift 3612, einer Handschrift des XV. Jahrhunderts, abgelöst, die nach der alten Signatur Lunaelac.
Q. 198 nach der Aufhebung der Benediktinerabtei Mondsee (1791) in die Hofbibliothek kam.
Auf der Rectoseite: „In die sancto“ (d. i. zum
Osterfest).
Zum Anfang: „Concede“. Rot konturierte Initiale C,
gespalten, mit roter Füllung, verziert mit Spiralranken,
die in rankenförmige und herzförmige Blätter enden.
Die Randstreifen bilden in der Mitte der Rundung einen
Flechtwerkknoten.
Series nova 4235. Zwei Blätter aus einem Missale. Lateinisch, Folio, XII. Jahrhundert. 101
Deutsches m., 215X285. 2 f. Bücherminuskel in einer Spalte zu 19 Zeilen. Rote Überschriften. 1 Initiale.
Vermutlich Mondseer Arbeit der zweiten Hälfte des XI[.Jahrhunderts. Nach der auf/ 2' mit Bleistift eingetragenen Nummer sind die
beiden Blätter vom Inneren des Einbands der Handschrift 3585, einer Handschrift des XVI. Jahrhunderts abgelöst, die nach der alten Signatur
Lunaelac. Q. 183 nach der Aufhebung der Benediktinerabtei Mondsee (1791) in die Hofbibliothek kam.
f. 1': Zum Weihnachtsfest: Rot konturierte Ini-
tiale H (Unziale) auf ockergelbem Grund, gespalten, mit
sogen. Schnallen. Das Innere der Initiale ist durch
schmale Leistchen in quadratische Felder mit kreuz-
förmig angeordneten Blattranken geteilt. Neben dem
Vertikalschaft links sowie am Ende des Halbbogens
rechts rot konturierte stilisierte Rankenblätter und
Zierlinien.
Series nova 4245. Sechs von Binbänden abgelöste Fragmente aus einem Missale. 102
Lateinisch, Folio, XII. Jahrhundert.
Deutsches m., 270 X circa 290. 6 f, davon f y und f 4 rechts beschnitten, alle Blätter jedoch unvollständig. Große deutsche Bücherminuskel
in einer Spalte zu 26—29 Zeilen. Rote Überschriften. 2 Initialen.
Mondseer Arbeit aus dem dritten Viertel des XII. Jahrhunderts Nach der Bleistiftnummer auf f. 1' vermutlich abgelöst vom Einband der
Handschrift 3769, dagegen f 4—4 nach der Nummer auf / 4 aus der Handschrift 3767. Die Handschrift 3769 trägt die alte Signatur Lunaelacensis
F. 173, die Handschrift 3767 die alte Signatur Lunaelacensis F. 171; die Fragmente kamen alle mit Mondseer Handschriften gelegentlich der Auf-
hebung der Benediktinerabtei Mondsee (1791) in die Hofbibliothek.
f. 1: „De sancta Maria Magdalena.“
Große rot konturierte Initiale A, gespalten, mit roter
Füllung und Schnalle; an Stelle des linken Balkens ein in
violetter Tinte gezeichneter geflügelter Drache, der sich
durch rot konturierte Spiralranken windet, die in umge-
stülpte lappige Blätter, z. T. zu Dreien geordnet, enden. Im
Typus an Mondseer Arbeiten erinnernd, namentlich an die
Handschrift 723, Nr. 95 dieses Verzeichnisses sowie an
Arbeiten des Liutold, Nr. 88—93 dieses Verzeichnisses.
f. 2: Omelia lectionis eiusdem (sc. Matthei).
Fragment einer rot konturierten Initiale S in der-
selben Weise.



