240 1316 — 1317
1316 März 9 Nürnberg. 302.
König Ludwig verordnet, dass durch die 700 Pfund Heller, die er dem Speyerer
Bischof Emich auf die Juden zu Speyer verliehen, die Rechte der Speyerer Bürger
nicht beeinträchtigt werden sollen.
Orig. im Speyer. St. Arch. Urk. nr. 37, pgt; das angehängte Siegel ist abgefallen. 5
Wir Ludowich, von gotes gnaden römischer kunich, ze allen zeiten merer des
riches, wellent und setzent von unserem kunichlichem gewalte, daz die briefe, die
wir geben haben unserem lieben fursten Emchen, bischofen ze Spire, ümb siben-
hundert pfunt haller auf den iuden ze Spire, . . dem rale .. und der gemain der
bürger von Spire nicht schaden noch hindern sullent oder mügent an allen den 10
gnaden, die wir den selben burgern vor und nach getan habent, und auch an ir
vreyheit, und ze urchünd geben wir disen brieff mit unserm insigel versigelt.
Der ist gebn ze Nuremberch an dem dinsttage nach reminiscere, do man zalt von
Christes gebürt dreuzehenhundert iar darnach in dem sechzehenden iare, in dem
anderen iare unsers ryches. 15
1316 Juli 28. 303.
Aus dem Orig. im ÄRA zu München, nr. 711, pgt.; das angehängte Stadtsiegel ist abgefallen.
Vor dem Rate von Speyer und dem Schultheissen Gotschalken Bickenbaches bruder
erscheinen Alheit wituwe Dilmannes seligen Rineckers und swester Getzele und Niclaus ir
kint einsite, und Fritze Eppe andersite, und erklären, daz das halbeteil der ahzig ahleil 20
korngeltes, die die selbe Alheit köfte unbe hern Cünralen Klobeloch ein ritter und Jfltten
sin husvrowen und Henzeln Syden und Katherinen sine husvrowen, die wilemalen warent
vrön Jutten selgen von Gartach, die Irmengart, hern Volmares seligen wituwe eines ritters
von Meckenheim und ir erben gebent alle iar zu der mittelmesse, als sie iehent, von allem
dem gute ze Meckenheim in dorf und der marke gelegen, daz wilemale waz hern Heinriches 25
von Metze genant von Scharfennecke, daz man heisset Iwans gflt, ist eigenlichen und elleclichen
Fritzen Eppen und sinre erben, und daz andere halbeteil ir und ir kinde der vorgenanten
eigenlichen und ellichlichen. Dar über hat der vorgenante schultheisse dise zu gezugen geben,
Cünraten Roner und Jacoben von Luterburg, die burgermeistere, Cünraten zur Duben, Götzen
Lamesbuch, Johan Fuhs, Berman Voget, Engelmannen von Gumersheim, Sigelman Guntram, so
Wernhern und Schafen zu der Ecken gebrüdere, Sigelman Hün, Fritzen Eppen, Henrichen
und Henzeln von Kolne ouch gebrudere, Burkarden Frünt, Ulrichen Cluppheln, Conraten
Bickenbach und Wernhern von Bebingen, den rat von Spire.
1317. 304.
Der Rat von Speyer beurhundet, dass der Speyerer Bürger Conrad Schirmer 35
uiid seine Gallin Adelheid sich gegenseitig zu Universalerben eingesetzt haben.
Orig. nicht aufzufinden. — Aus dem Copialh. 264 (lih. obl. t. II) des GLA zu Karlsruhe,
fol. 193*. Vgl. Mone, Zeitschr. 20, 26.
Wir die richtere, der rate und die bürgere gemeinlich von Spire tun kunt allen den,
die diesen brief iemer sehen oder hören lesen, das vor uns und vor Gotschalk Schefeln 40
1316 März 9 Nürnberg. 302.
König Ludwig verordnet, dass durch die 700 Pfund Heller, die er dem Speyerer
Bischof Emich auf die Juden zu Speyer verliehen, die Rechte der Speyerer Bürger
nicht beeinträchtigt werden sollen.
Orig. im Speyer. St. Arch. Urk. nr. 37, pgt; das angehängte Siegel ist abgefallen. 5
Wir Ludowich, von gotes gnaden römischer kunich, ze allen zeiten merer des
riches, wellent und setzent von unserem kunichlichem gewalte, daz die briefe, die
wir geben haben unserem lieben fursten Emchen, bischofen ze Spire, ümb siben-
hundert pfunt haller auf den iuden ze Spire, . . dem rale .. und der gemain der
bürger von Spire nicht schaden noch hindern sullent oder mügent an allen den 10
gnaden, die wir den selben burgern vor und nach getan habent, und auch an ir
vreyheit, und ze urchünd geben wir disen brieff mit unserm insigel versigelt.
Der ist gebn ze Nuremberch an dem dinsttage nach reminiscere, do man zalt von
Christes gebürt dreuzehenhundert iar darnach in dem sechzehenden iare, in dem
anderen iare unsers ryches. 15
1316 Juli 28. 303.
Aus dem Orig. im ÄRA zu München, nr. 711, pgt.; das angehängte Stadtsiegel ist abgefallen.
Vor dem Rate von Speyer und dem Schultheissen Gotschalken Bickenbaches bruder
erscheinen Alheit wituwe Dilmannes seligen Rineckers und swester Getzele und Niclaus ir
kint einsite, und Fritze Eppe andersite, und erklären, daz das halbeteil der ahzig ahleil 20
korngeltes, die die selbe Alheit köfte unbe hern Cünralen Klobeloch ein ritter und Jfltten
sin husvrowen und Henzeln Syden und Katherinen sine husvrowen, die wilemalen warent
vrön Jutten selgen von Gartach, die Irmengart, hern Volmares seligen wituwe eines ritters
von Meckenheim und ir erben gebent alle iar zu der mittelmesse, als sie iehent, von allem
dem gute ze Meckenheim in dorf und der marke gelegen, daz wilemale waz hern Heinriches 25
von Metze genant von Scharfennecke, daz man heisset Iwans gflt, ist eigenlichen und elleclichen
Fritzen Eppen und sinre erben, und daz andere halbeteil ir und ir kinde der vorgenanten
eigenlichen und ellichlichen. Dar über hat der vorgenante schultheisse dise zu gezugen geben,
Cünraten Roner und Jacoben von Luterburg, die burgermeistere, Cünraten zur Duben, Götzen
Lamesbuch, Johan Fuhs, Berman Voget, Engelmannen von Gumersheim, Sigelman Guntram, so
Wernhern und Schafen zu der Ecken gebrüdere, Sigelman Hün, Fritzen Eppen, Henrichen
und Henzeln von Kolne ouch gebrudere, Burkarden Frünt, Ulrichen Cluppheln, Conraten
Bickenbach und Wernhern von Bebingen, den rat von Spire.
1317. 304.
Der Rat von Speyer beurhundet, dass der Speyerer Bürger Conrad Schirmer 35
uiid seine Gallin Adelheid sich gegenseitig zu Universalerben eingesetzt haben.
Orig. nicht aufzufinden. — Aus dem Copialh. 264 (lih. obl. t. II) des GLA zu Karlsruhe,
fol. 193*. Vgl. Mone, Zeitschr. 20, 26.
Wir die richtere, der rate und die bürgere gemeinlich von Spire tun kunt allen den,
die diesen brief iemer sehen oder hören lesen, das vor uns und vor Gotschalk Schefeln 40



