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350 P- Wilski VII. Kapitel: Topographische Aufnahme auf Thera

lastenden Abgaben vielfach ihren Besitz an die Klöster abtraten und als deren
Pächter weiterlebten. So besitzt auch das Eliaskloster auf Thera gegen 200 tevyaqitg.
Das Johanneskloster von Patmos erbaute nun den TovXäg zum Schutz in unruhigen
Zeiten. Zur Zeit der Türkenherrschaft sind die Anwohner oftmals dort hinein-
geflüchtet Er ist sehr stark gebaut. Die einspringende Ecke im Grundriß (s. Blatt 2
der Kartenmappe) dient offenbar dem Zweck, die daselbst befindliche Eingangsthür
von innen verteidigen zu können. Zwei große Oeffhungen über der Thür scheinen
zum Hinabschütten heißen Wassers bestimmt gewesen zu sein. Im Innern ist viel
weißer Marmor und auch ein wenig Holz eingebaut. In eine Wand ist ein
marmornes Wasserbecken eingelassen. Die Wölbungen über den oberen Räumen
bestehen aus großen Bimssteinblöcken von 40 cm Durchmesser und mehr. Der
Verputz derselben ist meistens abgefallen und liegt als feiner Staub auf den Fuß-
böden. Außer Cisterne, Küche, Backofen und zahlreichen Zimmern enthält der Turm
im obersten Raum eine kleine Kapelle des 'L4y. XqiaxödovXog mit den Bildern der
beiden Heiligen und der Mutter Gottes, schön geschnitzten hölzernen Leuchtern,
sowie einem Ttfmlov oder Ehavoa-cdaiov (Holzwand zwischen dem Altar und den
Besuchern des Gottesdienstes) von ebenfalls sehr schöner Schnitzarbeit. Dieselbe
stellt Christos dar inmitten blätter- und traubenreicher Weinranken, die von Vögeln
belebt sind. Jinvi Xqiaxog ehrev i-yio elyai t] ay.7tei.og v.al loeig xd Y.Xrjiaza, did xov
elve vöfiog, vd xctvcoye xd zefticXo trat, so erklärt laqirpaf.rg.

Später, so erzählte er weiter, ist in dem Turm die gemeinschaftliche Schule
gewesen für die Ortschaften Emborjo, Akrotiri und Megalochorio. Auch sein Vater
war hier zur Schule gegangen, ebenso besuchte hier der aus Megalochorio stammende
deaTzc'xrjg ^-Kaqvavlag IdxuXag Ilaqd-änog das nqiöxo o%oXe~iov. Heute hat aber schon
jeder der drei Orte seine eigene Schule, und der Turm wird jetzt nur alle Monate
einmal betreten, wenn der Geistliche kommt, um eine Andacht zu verrichten.

In die Außenwände sind zwei Inschriften eingebaut. Etwa 20m östlich des Turmes
(auf Blatt 2 durch einen roten Punkt markiert) liegt ein Felsblock mit einer ovalen,
schalenförmigen Einarbeitung 1.0 X 0.9m und 0.30m tief.
Td FaqaXnßovvta * Ländereien auf dem Windmühlenhügel, an dessen Südostabhang
Emborjo liegt.

0 raßqirXog. Auffälligerweise verbessert Pegues, der eingeborener Theräer ist, auf
der Karte De Ginestes am Südabhange des Berges Helliniko in Hellenika, läßt
dagegen Platanimos als Namen des Berges gelten (s. S. 316). Bory de St. Vincent
nennt den Berg Mt. de St. Guillaume (PL V, Premiere Serie des Atlas der Exp.
de Moree). De Gineste, die Engländer, Schmidt und Fouque, nennen ihn Platanimos,
Mir wurde in Thera, als ich darauf aufmerksam machte, daß der Berg auf der Karte
Platanimos genannt werde, gesagt, daß ein Streifen Kulturland westlich des Berges
Platynamos heiße, den Namen Platanymos aber kannte niemand.

Kiarjqieg* Weingärten am Ostabhang des Gawrilosberges, unmittelbar südlich von Tqg
Xyjqag.

'f'üffio der Schindanger von Emborjo.
HiGoig, auch HXaxeieg.
Tqdcptdeg, auch TqaqIdeg.

Tatj QivXkadag %o lay/,ddi andere Bezeichnung für Tot Magxanj zoi Xuvn x. X.
Toi TlqeXovxa x. X. andere Bezeichnung für Toiv Jioöiol 1. X.
 
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