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bis zu einem gewissen Grade bekannt geworden, doch auch
diese, wie sich bald zeigte, nicht hinlänglich, um sofort
eine so schwierige Arbeit, wie die vorliegende, mitsicherem
Erfolge in Angriff nehmen zu können.
Ursprünglich handelte es sich einfach um die Heraus-
gabe des Matthias Kemnatensis nach der Münchner
Handschrift, die sich nach ganz kurzer Untersuchung als die-
jenige herausstellte, welche C. J. Kremer in seiner berühmten
Monographie über Friedrich den Siegreichen (Geschichte
des Kurfürsten Friedrichs des Ersten von der Pfalz, in
sechs Büchern mit Urkunden, Frankfurt und Leipzig 1765)
gebraucht hatte. Wir kannten damals keine andere Hand-
schrift. Während ich mich nun mit dieser beschäftigte
und durch das Studium des Kremer’schen Werkes, Häussers
Geschichte der rheinischen Pfalz und anderer einschlägiger
ßücher unter Rudhart’s Leitung in den Gegenstand hinein-
zuarbeiten begonnen hatte, kam uns durch den hochver-
dienten Herrn Stadtbibliothekar Dr. Robert Naumann die
erwünschteKunde von einer zweiten Handschrift desWerkes
in der Leipziger Bibliothek, welcher sofort in liberalster
Weise die Uebersendung des Buches selbst folgte. Damit
war das Material verdoppelt, die Arbeit leichter, aber weit-
aussehender geworden.
Nachdem sich gezeigt hatte, dass mit beiden Hand-
schriften noch kein hinlänglich zuverlässiger Text des ersten
officiellen Historiographen Friedrichs zu erreichen sei, wurde
der zweite, Michel Beheim zugezogen. Die hiesige Abschrift
der pfälzischen Originalhandschrift, die unter Karl Theodor
in Rom gemacht war, und deren sich auchKremer bedient
hatte, erwies sich als unbrauchbar. Es musste von ihr ganz
abgesehen und die Heidelberger Handschrift zu Grunde gelegt
weraen, die mit jener allbekannten Liberalität zur Verfügung
gestellt wurde, welche die unvergleichliche Palatina seit
fast einem halben Jahrhundert zum schönsten und frucht-
barsten Gemeingut der Gelehrtenwelt gemacht hat.
Michel Beheims Reimwerk ist bekanntlich nichts ande-
res, als ein versificirter Abklatsch des Kemnatensis mit
bis zu einem gewissen Grade bekannt geworden, doch auch
diese, wie sich bald zeigte, nicht hinlänglich, um sofort
eine so schwierige Arbeit, wie die vorliegende, mitsicherem
Erfolge in Angriff nehmen zu können.
Ursprünglich handelte es sich einfach um die Heraus-
gabe des Matthias Kemnatensis nach der Münchner
Handschrift, die sich nach ganz kurzer Untersuchung als die-
jenige herausstellte, welche C. J. Kremer in seiner berühmten
Monographie über Friedrich den Siegreichen (Geschichte
des Kurfürsten Friedrichs des Ersten von der Pfalz, in
sechs Büchern mit Urkunden, Frankfurt und Leipzig 1765)
gebraucht hatte. Wir kannten damals keine andere Hand-
schrift. Während ich mich nun mit dieser beschäftigte
und durch das Studium des Kremer’schen Werkes, Häussers
Geschichte der rheinischen Pfalz und anderer einschlägiger
ßücher unter Rudhart’s Leitung in den Gegenstand hinein-
zuarbeiten begonnen hatte, kam uns durch den hochver-
dienten Herrn Stadtbibliothekar Dr. Robert Naumann die
erwünschteKunde von einer zweiten Handschrift desWerkes
in der Leipziger Bibliothek, welcher sofort in liberalster
Weise die Uebersendung des Buches selbst folgte. Damit
war das Material verdoppelt, die Arbeit leichter, aber weit-
aussehender geworden.
Nachdem sich gezeigt hatte, dass mit beiden Hand-
schriften noch kein hinlänglich zuverlässiger Text des ersten
officiellen Historiographen Friedrichs zu erreichen sei, wurde
der zweite, Michel Beheim zugezogen. Die hiesige Abschrift
der pfälzischen Originalhandschrift, die unter Karl Theodor
in Rom gemacht war, und deren sich auchKremer bedient
hatte, erwies sich als unbrauchbar. Es musste von ihr ganz
abgesehen und die Heidelberger Handschrift zu Grunde gelegt
weraen, die mit jener allbekannten Liberalität zur Verfügung
gestellt wurde, welche die unvergleichliche Palatina seit
fast einem halben Jahrhundert zum schönsten und frucht-
barsten Gemeingut der Gelehrtenwelt gemacht hat.
Michel Beheims Reimwerk ist bekanntlich nichts ande-
res, als ein versificirter Abklatsch des Kemnatensis mit



