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Hurterische Zeitung — 1767

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https://doi.org/10.11588/diglit.48835#0001
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'N, den 22.

irom / den 2.
monat.-
er Conföderations - Mar-
schall / der Fürst Radzivü/
n-ackct zu Warschau gros-
sen Staat ; Er folttvon
Rußland ansthnlicheSum-
men Geldes empfangen
haben ; es ist ihm aber von Rußland nicht erlaubt
worden, 2. Regimenter / wohl aber ein Husaren-
Estadron anzuwerben/ über welches ein gewisser
Graf Pvdocki die Disposition führen wird. Bey sei-
ner Ankunft in Warschau hat ihm der Fürst Czarto-
risky/ General von der Kron - Garde / 40. Mann/
nebst i. Qffieier, und kurz darauf ein eben so starkes
Kommando Artilleristen zugeschickt / die er anfangs
nicht angenommen / jedoch hernach letztere zugleich
mit so viel Rußischer Mannschaft admittirt/ so, daß
dieses Herrn Leidwache mmmehro aus Rußischen und
Poblnischm Truppen besteht. Ferner ist zu gedenke»/
daß schon verschiedene Kron-Regimenter / und auch
der Feld-Zcngmeister Graf von Brühl / nebst allen
unterhabenden Officiers und Gemeinen / dem Con-
söderalions - Marschall geschworen; daß man schon
etlichemal vermnthet / er werde bey Sr. Majestät
dem Könige Audienz haben / welches aber noch nicht
geschehen. Die Semicks oder Provinzial-Tage sind
unter-! cs nunmehr angegangen.
Auszug eines Schreibens aus Franken,
den 4 Augstmonat.
«Briefen aus dem Würtembergischen zufolge / sind


»nicht nur die einige Jahre gedaurcten Irrungen M-
„schen des Herzogs Durch!. und den Landcsstanden,
»durch die von Ihren Ercellenzen / denen Herren Ge-
„sändten der allerhöchsten Vermittler, angewendcteu
„Bemühungen / und durch die von Sr. Ercellenz,
»dein Kanscrl. Gehcimenrathe / dem Herrn Grafen
»von Mvntmartin / während besten Verwaltung der.
»Landesangelegenheiten bezeigte Sorgfalt / glücklich
„beygelegt; sondern der würkliche Geist des gegen-
„jeitigen Zutrauens zwischen dem- Herzoge und den
„Unterrhancn, äussert sich auch auf eine nicht zwey-
„heutige Weist. Höchstgedachter Fürst / welcher
„alles / was zu Irrungen Gelegenheit gegeben har,
»m Vergessenheit stellet / richtet jetzt bloß seine Ge-
danken auf das / was Ihm durch Beförderung des
»Wohlstandes seiner Lande / die Liebe dankbarer Un-
„tcrthanen erwerben kan. Man sagt/ daß die Stän-
„de nicht nur die Abrragung der Schulden , sondern
„auch die Kosten zur Wiederaufbauung des vor zwey
„Jahren eingeäscherteu Schlosses zu Stuttgard,
„ubcrgeuommen haben/ indem Se. Herzog!. Durch!,
„daselbst künftig zu residiren Willens sind.,,
Beschluß. des Sendschreibens des Hochrvür-
digsten Erzbischöfen von Görz an Seine
Pabstliche Heiligkeit.
„Wahrhaftig, Heiligster Vater! die Beyspisle,
die wir in anderen Landern gesehen und noch sehen ,
ich recken mich: Die Freyheit und Ausgelaffenheit der '
Sitten / welche täglich überhand nehmen / vergrost
scrt meine Furcht. Euer Heiligkeit werden ein so
nahes und fürchterliches Uebel ohne Zweifel von dem
Christlichen Volk abwenden, wenn sie diesem gottse-
ligsten
 
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