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Grohmann, Johann Gottfried [Editor]
Ideenmagazin für Liebhaber von Gärten, englischen Anlagen und für Besitzer von Landgütern — o.J. Heft 30 39

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https://doi.org/10.11588/diglit.48489#0058
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Tab I.

w ir liefern auf diesem Blatte:
1) Einen Eingang in einen Garten, mit einem eisernen Thore versehen.
Zu beiden Seiten des Einganges an der Gartenmauer sind steinerne Ruhebänke an«
gebracht.
2) Eine bedeckte Gartenlaube, im Römischen Geschmack. Der Bogen der
Arkadenthür ist mit kurzen Thyrsussläben und Blumenghirlahden Verziert. Rings
um die Laube gehet ein Gang auf einer erhöhten Stufe. Das Dach springet auf
allen Seiten so weit vor,, dafs es den ganzen Gang bedecket. Um diesen Gang
herum können Reben, Bohnen, oder andere rankende Gewächse gepflanzet, und
bis an das Dach hinauf geleitet werden.
Der Grundrifs zu dieser Laube befindet sich unter derselben.
5) Eine bedeckte Ruhebank an einer Gartenmauer. Der Kranz derselben
wird von zwei Pilastern getragen. Das Dach ist stufenförmig.
Der darunter befindliche Grundrifs zeigt ihre Einrichtung.
4) Eine Ruhebank, die zugleich als Sonnen - und Wegweiser zu benut-
zen ist.
Unter derselben befindet sich der Grundrifs.
5) Ein Gartenstuhl, in die bedeckte Gartenlaube Fig. 2 gehörig.
Tab. II.
Aufrifs einer Gartenwohnung. Vor dem Eingänge, der sich nebst zwei
schmahlen Fenstern in einer grofsen Einblendung befindet, in deren Bogen eine
Arabeske angebracht ist, liegt ein Perron von drei Stufen. Unter den Sohlbänken
der schmahlen Fenster hängen Blumen - und f1 ruchtschnuren. Neben der Einblen-
dung befinden sich Nischen mit Vasen, und über denselben Füllungen. Anden
Seiten des Hauptgebäudes stofsen kleinere an, welche aus einem Parterre und En-
tresols bestehen, über deren Bekrönung, welche zugleich das Gurtgesims des Haupt-
gebäudes abgiebt, em Geländer angebracht ist, welches den hinter demselben lie-
genden Austritt begränzt. Dieses ganze Parterre ist von bäurischem Werk.
Das obere Stockwerk des Hauptgebäudes hat in der Mitte eine Arkade, zur
Seite mit zwei Fenstern, deren Verdachung zugleich den Kämpfer der Arkade aus-
macht. Ueber den beiden andern etwas breiteren Fenstern hängen Fruchtschnuren.
In dem Dache erhellet auf jeder Seite ein Fenster den Boden.
Täb. II, b.
Grundrisse zu vorstehendem Gebäude. Im Erdgeschofs ist a das Treppen-
haus; b ein Said, von zwei Oefen geheitzet, welche Statuen auf Fufsgestellen
sein können. Der Symmetrie wegen stehen ihnen gegenüber noch zwei Statüen. c
ist ein Gesellschaftszimmer, d ein Schlafzimmer, dessen Fenster durch einen La-
den verschlossen werden kann, e ein Ankleidezimmer, / eine Küche mit einem
Backofen, und g die Treppe, welche in die Entresols fuhrt.
Hat man auf der grofsen Treppe 22 Stufen erstiegen, so gelanget man
gleichfalls zur Rechten in die Entresols, wo Schlafstellen für die Bedienten u. s. f.
angebracht werden können.
Im ersten Stockwerk ist h der Vorplatz, i ein Wohnzimmer, k und / zwei
kleinere Zimmer, welche im Nothfall beide zu Schlafzimmern dienen können;
m ist ein Ankleide - oder Gastzimmer, n ein Gang, durch welchen man. zur Bo-
dentreppe gelangt. Aus A, l und tn gehen Glasthuren auf die Austritte, wo auf
den Postamenten des Geländers Blumentöpfe stehen können.
No. xxx r. 1
 
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