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Innendekoration: mein Heim, mein Stolz ; die gesamte Wohnungskunst in Bild und Wort — 54.1943

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Wer eine Wohnung mietet
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https://doi.org/10.11588/diglit.10969#0108

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INNEN-DEKORATI ON

y> Vy/ER EINE WOHNUNG MIETET und sie aus-
W statten will, geht umher und dichtet mit
schaffender Phantasie. Er spiegelt sein Inneres wider
in Formen und Farben. Und wenn er fertig ist, kann er
sehen, wie er inwendig aussieht. Und auch andere mit
offenen Augen können es sehen. Wenn er nun eine
Gattin heimführt und es wird ein Kind dort geboren,
dann wird es ein heiliger Raum. Das nennt man das
Heim.« Treffender als der unglückliche, stets ein har-
monisches Heim und Familienleben ersehnende,

schwedische Dichter es tat, kann das Wirken und Be-
streben eines raumgestaltenden Künstlers kaum
charakterisiert werden.

Was ein Heim erst ganz zu einem solchen macht,
wird auch von Strindberg angedeutet, nämlich das
Vorhandensein von Kindern, zu deren Pflege und Er-
ziehung viel Liebe gehört. In diese Liebe einbegriffen
ist das Sich-Vertiefen-Können in die kindliche Seele,
damit für die Kinder die Räume ersonnen werden,
die in rechter Art den jungen Sinn bilden. Kinder-

»K1NDERSP1ELZ1MMER« MÖBEL: ALTROSA SCHLEIFLACK, BEZÜGE: LICHTGRAU MIT ALTROSA
 
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