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Internationale Sammler-Zeitung

Seite 77

Nr. 9

Eine Alt-Berliner Sammlung.

nackten Götter des Gian

weitere

Fig.

3.

Mailändisch, um 1500.

Bronze,

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in Deutschland
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Herrn und Heilandes Jesu Christi gesehen und noch am Leben
ist.“ Es wird hier u. a. erzählt: ,,Dieser Ahasverus ist Anno
1610 zu Lübeck gewesen, auch nämlich zu Reval in Liefland
und zu Cracau in Polen. Anno 1634 ist er auch in Moskau
von vielen Leuten gesehen worden, die gleichfalls mit ihm
geredet.“ Es folgt noch ein „Bericht von den zwölf jüdischen
Stämmen, was ein jeder Stamm dem Herrn Christo zur Schmach
getan haben soll, und was sie bis zum heutigen Tag dafür
leiden müssen“, eine „Erinnerung an den Christlichen Leser
von diesem Juden“ und endlich ein Gedicht auf denselben,
beginnend: ,,O Christlich« Gemüte, Du Gott ergebenes Herz,
betrachte Gottes Güte und denke hinterwärts.“

Eine Altberliner Sammlung von erlesener Qua-
lität kommt in Rudolph Lepkes Kunstauktionshaus
in Berlin auf den Markt, eine reiche Folge von Werken
der Kleinkunst aus Renaissance- und Barockzeit sowie
eine Anzahl hervorragender Stücke aus Kunst und
Kunstgewerbe.
An erster Stelle steht eine gewählte Folge Bronzen,
in der sich Vorliebe und Verständnis für die Erzeug-
nisse der reifen Zeit der italienischen Hochrenaissance
offenbart. Selten sind die
Bologna und Alessandro
Vittoria in so vorzüg-
lichen Exemplaren und
mit so prachtvoller alter
schwarzer Lackpatina zu
finden. Die Erdteile von
T a c c a und die teilweise
vergoldeten Christus- und
Marienbüstchen von Du-
quesnoy sowie eine
große vlämische Stier-
jagd aus der Rubenszeit,
aus 15 Einzelfiguren be-
stehend, sind
Hauptstücke. Einige
Reliefs und Plaketten
von Hans Gar und
anderen deutschen und
italienischen Meistern
schließen sich an.
Aus einer abwechs-
lungsreichen Sammlung
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Reliefs; ein Jungbrunnen und ein „Memento mori“
aus dem 16. Jahrhundert, eine Kreuzigung und ein
Martyrium des Paulus aus dem 17. und ein Wirtshaus
sowie ein Straßenszene aus dem späten 18., die drei
letzteren mit noch ungedeuteten Monogramms sowie
zwei Reliefs von Schwan thaller, die sich einstmals
im Besitz der Berliner königlichen Kunstkammer
befanden. Von den großen Stücken sind als die be-
deutendsten hervorzuheben unter den Werken deutscher
Plastik etwa eine niederbayrische Madonna aus dem
Anfang des 16. Jahr-
hunderts, zu der ein ver-
wandtes Stück sich im
Kaiser- Friedrichmuseum
befindet und ein ober-
deutscher Georg aus der
gleichen Zeit. Das itali-
enische Quattrocento ver-
tritt ein sienisches Mar-
morrelief der Madonna
von Piccolominimeister,
wundervoll in der Fein-
heit der Arbeit und der
alten Tönung so wie Werke
von Antonio Rosellini,
Desiderio da Settig-
nano und Benedetto da
M a j a m o.
Den Abschluß bilden
kunstgewerbliche Gegen-
stände, wie ein pracht-
voller Satz Altdelftcr
Vasen, die große franzö-
sische Empireuhr „Les
Liseuses“ und eine fran-
zösische Empirekrone mit
Schlangen bekämpfenden
Vögeln und Pfauenfedern
aus Kristall sowie wert-
volle alte Möbel, Truhen,
Schränke, Tische, Stühle
der italienischen und deutschen Renaissance und der
Folgezeit.
Der mit 51 Abbildungstafeln ausgestattete Katalog
führt die Nr. 1783 und ist zum Preise von M 12—
durch die Firma Lepke zu beziehen. Die Ausstellung
findet vom 12. bis 14. Mai vormittags von 10 bis
2 Uhr statt.
 
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