Algarotti’s Correspondenz über die Erwerbung der Hol-
bein’schen Madonna.
Zmr Ergänzung der Nachrichten, welche die Erwerbung des Dres-
dener Exemplar’s der Holbein’schen Madonna betreffen und zu deren Dis-
cussion die für dies Jahr anberaumte Holbein-Ausstellung zu Dresden
erneuerte Veranlassung geben wird, erschien es wünschenswert!!, die
handschriftliche Correspondenz des Grafen Francesco Algarotti, welche
theilweise bereits von Hübner (Verzeichniss der königlichen Gemälde-
Gallerie zu Dresden. 3. Auflage. 1867. S. 16 Fg.) und Fechner (Die histo-
rischen Quellen und Verhandlungen über die Holbein’sche Madonna. Sep.-
Abdruck aus dem Archiv für die zeichnenden Künste. Leipzig, 1866)
publicirt worden ist, vollständig, soweit sie den Ankauf und die Kritik
des berühmten Bildes beleuchtet, mitzutheilen. Wenn auch aus dem voll-
ständigen Abdruck keine neuen Thatsachen sich ergeben, so wird man
doch die jedenfalls interessanten Briefe gern im Zusammenhang lesen und
dieselben, abgesehen von ihrer Bedeutung für die Geschichte des Bildes,
als ein Material zur Geschichte der Kunstwissenschaft und des Kunstge-
schmacks , unter die werthvolleren Zeugnisse der Kunstliteratur des
XVIII. Jahrhunderts zu stellen haben.*)
Die Briefe Nr. 1, 2, 4, 5, der Auszug der Denkschrift Nr. 6 und
des Ausgabebuches Nr. 8 befinden sich im Archiv der General-Direction der
K. Sammlungen (Cap. VII. No. 27 und VIK Nr. 32); der Brief Nr. 3
und die Denkschrift Nr. 7 im K. Hauptstaats-Archiv (Loc. 379: „Des
Gr. Algarotti Correspondenz aus Italien betr. de anno 1743 einen Auf-
trag, Gemählde für unsern Hof einzuhandeln betr.). —
Graf Francesco Algarotti an den Minister Reichsgrafen von Brühl.
1.
Monseigneur
Apres un silence de trois Semaines, Monseigneur, cause par des
*) Die Stellen aus Algarotti’s gedruckten Briefen vgl. bei Fechner a. a. O.
bein’schen Madonna.
Zmr Ergänzung der Nachrichten, welche die Erwerbung des Dres-
dener Exemplar’s der Holbein’schen Madonna betreffen und zu deren Dis-
cussion die für dies Jahr anberaumte Holbein-Ausstellung zu Dresden
erneuerte Veranlassung geben wird, erschien es wünschenswert!!, die
handschriftliche Correspondenz des Grafen Francesco Algarotti, welche
theilweise bereits von Hübner (Verzeichniss der königlichen Gemälde-
Gallerie zu Dresden. 3. Auflage. 1867. S. 16 Fg.) und Fechner (Die histo-
rischen Quellen und Verhandlungen über die Holbein’sche Madonna. Sep.-
Abdruck aus dem Archiv für die zeichnenden Künste. Leipzig, 1866)
publicirt worden ist, vollständig, soweit sie den Ankauf und die Kritik
des berühmten Bildes beleuchtet, mitzutheilen. Wenn auch aus dem voll-
ständigen Abdruck keine neuen Thatsachen sich ergeben, so wird man
doch die jedenfalls interessanten Briefe gern im Zusammenhang lesen und
dieselben, abgesehen von ihrer Bedeutung für die Geschichte des Bildes,
als ein Material zur Geschichte der Kunstwissenschaft und des Kunstge-
schmacks , unter die werthvolleren Zeugnisse der Kunstliteratur des
XVIII. Jahrhunderts zu stellen haben.*)
Die Briefe Nr. 1, 2, 4, 5, der Auszug der Denkschrift Nr. 6 und
des Ausgabebuches Nr. 8 befinden sich im Archiv der General-Direction der
K. Sammlungen (Cap. VII. No. 27 und VIK Nr. 32); der Brief Nr. 3
und die Denkschrift Nr. 7 im K. Hauptstaats-Archiv (Loc. 379: „Des
Gr. Algarotti Correspondenz aus Italien betr. de anno 1743 einen Auf-
trag, Gemählde für unsern Hof einzuhandeln betr.). —
Graf Francesco Algarotti an den Minister Reichsgrafen von Brühl.
1.
Monseigneur
Apres un silence de trois Semaines, Monseigneur, cause par des
*) Die Stellen aus Algarotti’s gedruckten Briefen vgl. bei Fechner a. a. O.



