Janssen, Johannes [Hrsg.]
Frankfurts Reichscorrespondenz nebst andern verwandten Aktenstücken von 1376 - 1519 (Band 1): Aus der Zeit König Wenzels bis zum Tode König Albrechts II. 1376 - 1439 — Freiburg im Breisgau, 1863

Seite: 123
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1405.

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289. Jürge Stromeier von Nürnberg quittirt dem rath zu Frankfurt über
tausend gülden, die dieser ihm im namen könig Ruprechts, der seines
vaters Schuldner sei, gegeben habe; der rath zahlt die summ« als ab-
schlag auf die zweitausend gülden, die er dem könige „umb eine stur
und hulffe" geben will. 1405 (fer. sec. post invenc. crucis) mai 4.

290- König Ruprecht schreibt an den rath zu Frankfurt dass erzbischof Jo-
hann von Mainz auf seinen befehl das schloss Hohenstein, von wo aus
fortwährende räubereien stattgefunden hätten, eingenommen und ihm
überantwortet habe; fordert ilm auf zwanzig Steinmetzen und zimmer-
leute zu schicken, um das schloss abbrechen zu helfen; er habe zu
demselben zweck auch an die übrigen städte der Wetterau geschrieben.
Sachsenhausen 1405 (fer. sec. post Oantate) mai 18.

* Von demselben ort und tag ist Ruprechts brief an Gelnhausen bei
Bodmann Rheing. Alterth. 810. Eine archivnote bemerkt, dass der rath zu
Frankfurt die geforderten zwanzig Steinmetzen und zimmerleute zum abbruch
des Schlosses geschickt habe, aber bei der einnähme desselben sei niemand von
der stadt wegen betheiligt gewesen, „sunder des bischoffs von Mencze vicz-
tum zu Aschaffinburg und anders die synen han das gewonnen, und hat er
das vorter unserm herrn dem konige ingeantwortet. Und bat auch unserm
herrn dem konige im das zu lassen oder gönnen zu brechen, das sine gnade
doch nit tun wolde."

291. König Ruprecht schreibt an den rath zu Frankfurt in Sachen des von
dort gebürtigen doctors Arnold „frühmesser in unserm dorffe zu Kan-
nele" gegen "den Frankfurter bürger Joh. Kracze, genannt Eyermenger.
Heidelberg 1405 (quarta fer. penthec.) iuni 10.

292. König Ruprecht ladet den rath zu Frankfurt wegen des Marbacher
bundes zu einem reichstage nach Mainz ein. Heidelberg 1405 sept. 28.

Ruprecht usw. Lieben getruwen! Wir lassen uch wissen
daz uns etliche unser und des heiligen riclis forsten und
graffen geschrieben und eigentlich furbraeht habent etliche
handelunge, leuffe und Sachen uns und das heilige riebe gross-
lich antreffende, doruff auch wir unser und des heiligen richs
korfursten, fursten, graven , herren, ritter, knechte, stetde
und alle die, die dem heiligen riche verbunden sint, billich
bedacht sin sollent dem zu wiedersten. Und darumbe so be-
gern und gesynnen wir an uch mit ganezem ernst, das ir uwere
erbere frunde von hüte mitwochen über vier wochen mit na-
men uff den mitwoch der heiligen eilfftusent megde tag [oct. 21J
zu uns gein Mencze wollent schicken uff einen tag, dorezu wir
auch unser und des heiligen richs korfursten, fursten, graffen
herren und andere stetde verpod han zu uns zu komen, zu rade
zu werden, wie man den obgenannten handelungen, Sachen
und leuffen in der czyt wiedersten möge. Wan zu besorgen
ist, wo denselben handelungen, Sachen und leuffen nit in der
czyt wiederstanden werde, das uns, dem heiligen riche und dem
gemeinen lannde solicher schade davon uffersten werde, der
hernachmals nit wol zu wiederbringen sy, als wir uwern frun-
den, die ir off den obgenannten tag zu uns schicken werdent,
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