Jugend: Münchner illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben — 16.1911, Band 2 (Nr. 27-52)

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gute und treue Diener, die uns niemals
einen Schmerz bereiten, bleiben unsere
Zähne, wenn wir sie nur immer vernünftig
behandeln, d. h., sie morgens und abends
mit einer weichen Bürste und guten Zahn-
pasta reinigen. PEBECO ist die beste
Zahnpasta für diesen Zweck, sie reinigt
das Gebiss nicht nur oberflächlich, sondern
trägt auch zu seiner Erhaltung bei, weil
sie den Blutumlauf in den Zahngeweben
fördert und damit das ganze Gebiss kräftigt.

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P. Beiersdorf & Co., Hamburg G. 30,

Die neue Mode

(Zu nebenstehender Zeichnung von Kart Arnold)

Gedanken einer korpulenten Dame: „XVic
ich aus den, Kostüm rauskäm', wär' mir wurst,
wenn ich nur erst drinnen wäre!

Liebe Jugend!

Der Frühjahrssturm des Jahres (8^8 war fo'
gar tu das lippischc Fürstentum gedrungen. Die
Bauernschaft des Ländchens bewaffnet sich mit
lseugabeln und Sensen, zieht nach Detmold vors
Schloß und ruft unausgesetzt: „Fürst, kumm heriut,
wie wällt Revolutschäün häbben!" Plötzlich er<
scheint der Fürst auf dem Balkon: „Ja, da sü jü
häbbenI" Und alles begibt sich zufrieden nach Haus.

Lin Brautpaar macht bei uns Visite. Bubi
wird aus den, Salon geschickt: „Kinder müssen
nicht jedes Wort aufschnapxcn." „Pah, ich weiß
so schon Alles," sagt der Dreikäsehoch. „So? Na,
was weißt Du denn Alles?" „Daß Ihr verlobt,
seid, daß Ihr Hochzeit macht, und auch, was dann
kommt, weiß ich, das darf man aber nicht sagen."
„So! Was kommt denn dann?" Die Braut er-
glüht verräterisch. Bubi schüttelt den Kopf. „Nein,
nein, das sage ich nicht." „Auch nicht ganz leise
ins Ghr?" verschämt sträubt sich Bubi. End-
lich klettert er dem Bräutigam auf beit Schoß und
haucht ihn, ins Ghr: „Und nach der Hochzeit, da
laßt Ihr Luch wieder scheiden."

Der alte Walzenbacher war Witwer und leitete
seine Wirtschaft selbst. Einmal dingte er eine
Wäscherin, „was bekommt sie?" „Ich krieg'den
Tag zwei Mark, in der Früh Kaffee mit zwei Wecken,
um zehn Uhr Wurst oder Käs und einen Schoppen
Most, Mittagessen, um zwei Uhr Kaffee mit Brot,
zum Vesperstück wieder Käs oder Wurst und eine
Halbe Bier und um sieben Uhr das Abendessen."

„Ja, was muß ich denn dann zahlen, Du
kuder, wenn Du den ganzen Tag frißt?"

Bei etwaigen Bestellungen bittet inan auf die Münchner „JUtilSJIU“ Bezug zu neunten
[nicht signierter Beitrag]: Liebe Jugend!
Karl Arnold: Die neue Mode
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