Jugend: Münchner illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben — 17.1912, Band 1 (Nr. 1-26)

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ßratulation H- 1!ins

.lltci Frau Hot jetzt Drilling kriagtl" — „I gratulier, da wird von Eahna aa was dabei sei!"

Wahres Geschichtchen

Mein Vetter, ein Lhcmikcr, sieht peinlich da- Nährwert enthalte. Da meint sie ganz richtig,

rauf, daß alles, was er zu sich nimmt, einen ge- nachdem er wieder mal gar nicht genug Küsse

wissen Nährwert besitzt. Lr hat sich nun kürzlich von ihr bekommen kann: „Ach Schatz, zu was

verlobt und erklärt auch seiner Braut des öfteren, denn so viel! Sie haben ja doch keinen Nähr-

wic wichtig es sei für den Körper, daß alles wert!"

Americana

Wie riesig wächst im Dollarlands,

Im fernen, der Kulturfortschritt!

Ihn nmcht sogar die Hundebande
Mit glänzenden Erfolgen mit:

Miß Holland heißt die Millioneuse
New-Jorks; jüngst arrangierte sie
Ein Galadiner höchst pompöse
Für das geliebte Hundevieh.

Ein Festbankett zu neun Gedecken
ä dreizehn Gängen gab's im Haus,

Und einen Nachtisch gab's zum Schlecken
Mit Festmusik von Richard Strauß.

Streng nach der Tafelbräuche Kodex
Zwischen den Damen — wie bei Hof
Saß je ein Köter auf den, P. . . . '

Und wackelte mit seinem Schwoof.

Da trug man den gelad'nen Bellern
Die feinsten Braten auf den Tisch.

Da speisten sie auf Silbertellern
Pastetchen, Huhn und Gans und Fisch.
Und Toaste stiegen, Reden fielen
Dem Hund, der Schöpfung höchstem Biest.
Man sprach von dessen letzten Zielen
Uitd redete noch andern Mi — schmasch!
Und als des Rachtischs letzte Torten
Den Hunden durch den Ha's gerutscht,
Ward jedes Bieh mit Dankesworten
Geküßt, geherzt und abgeknutscht. —

So ist im Dollarland, int frommen,

Mit feinen Damen eng im Bund
Der Hund auf die Kultur gekommen,

Doch die Kultur — auch auf den Hund!

Itola

preis

pro Flasche
2 Mark,
monatelang
ausreichend.

Reinhaltung der Kopfhaut

ist das erste Erfordernis für gesundes und schönes Haar. Deshalb sollte
jeder, der sein Haar lieb hat, sich an eine regelmäßige Kopfwaschung mit
j)ixavon gewöhnen. jKravon ist eine milde, siüssige Kopswasch - Teerseise,
der inan mittels eines patentierten Veredelungsverfahrens den üblen Teer-
geruch genommen hat. piravon reinigt nicht nur das Haar und die
Kopfhaut, sondern wirkt durch seinen Teergehalt direkt anregend aus den
Haarboden. Die regelmäßige piravon - Haarpflege ist tatsächlich die beste
Methode zur Stärkung der Kopfhaut und Kräftigung der Haare, die sich
aus den modernen Erfahrungen ergibt.

Ls sei ausdrücklich betont, daß gegenwärtig außer pixavon
keine Teerseife existiert, der die volle Teerwirkung in dieser
weise innewohnt und die doch frei ist von den unangenehmen
Nebenwirkungen des Rohteers (übler Geruch, Reizwirkuna).

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[nicht signierter Beitrag]: Wahres Geschichtchen
Henry Bing: Gratulation
Beda: Americana
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