Jugend: Münchner illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben — 17.1912, Band 2 (Nr. 27-52)

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„Meine Herren, — der tvildbestand ist ein guter, — es sind zwei Hasen
im Revier — mein Jager spricht sogar von einem Dritten!"

Wein Dackel

Gedicht von Fridolin Gewissenhaft

Ich Hab einen Kleinen Dackel.

Das heißt: im Grunde hat er mich.

Sein Bellen und sein Schweifgewackel
Gefällt mir außerordentlich.

Tiefdunkel ist das Fell, das starke,
Und weich wie Samt von seltner Art.
Nur an dem Hals die Steuermarke
Ist hell und hart und nicht behaart.

Mein Hund ist männlichen Geschlechtes.
Das weih ich fest und unbedingt,

Und ist ein Säugetier, ein echtes,

Weil es lebend'ge Junge bringt.

Er riecht sehr gut mit seiner Nase.
Sonst riecht er manchmal nicht so gut.
Und pfeife ich ihm auf der Straße,

Dann überlegt er, was er tut.

Ich tu' sein Bild im Herzen tragen.
Nur Eines schafft mir bittres Weh:

Daß manche Hundekenner sagen,

Mein Dackel sei ein Terrier.

Hingegen meine Augendiener,

Die flüstern leis und wie behext:

„Der Dackel wird ein Bernhardiner,
Wenn er noch lang so weiter wächst!"

Ich aber ruf' mit Stolzgebärden:
„Wachs', Dackel, dich nur ruhig aus!

Nur — solltest du ein Löwe werden,
Dann mußt du mir zum Haus hinaus!"

Karlchen

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Bei etwaigen ISesteliungen bittet man auf die Münchner „JUGEKD“ liezug zu nehmen,

i S 26b
Karlchen: Mein Dackel
Friedrich (Fritz) Heubner: Am Rendez-vous-Platz
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