Jugend: Münchner illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben — 18.1913, Band 2 (Nr. 28-53)

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Sommerklage

Weh! Wehe! Nun erscheint sie wieder
Die Zeit der leichten Sommermieder,
Die uns mit heiligen! Graun erfüllt!
Wo unter schleierhaften Blusen
Sich aller sogenannte Busen
Schon nicht mehr schleierhaft enthüllt!

Des Jünglings Auge frech empörend
Und feine Seelenruhe störend
Wird jede Rundung offenbar,

Und selbst der Mangel fühlt das Streben,
Durch Künste etwas zu erheben,

Was früher nicht vorhanden war.

Doch wenn sie gar noch ausgeschnitten
Zn welchen Abgrund schlechter Sitten
Versinkt beim Augenniederschlagf
Dann oft der Blick des Sittenreinen!
O pfui, was niemals sollt erscheinen,
Die Sonne bringt es an den Tag!

Der Schweiß erscheint, die Scham verschwindet!
Und wenn er dies mit Schmerz empfindet
So fragt sich fast der Moralist,

Ob Gott, der so was läßt geschehen
Und leider immer fortbestehen, —

Nicht manchmal schlecht beraten ist?

A. De Nora

A. Schönmann

wahres Geschichtchen

Gthnologte

„Franzi, leg' no a bißl Schmalz zua — da hockt a prciß, den mLcht'i woana seg'n!"

Wahres Geschichtchen

Mein Freund Lhotek macht in Salzburg eine
Übung. Lines Tages befiehlt er seinem Burschen,
ihn zu einem Ausmarsch um 7 Uhr zu wecken.

Dieser führt den Befehl aber schon um 5 Uhr
aus und antwortet auf die erstaunte mürrische
Frage seines Vorgesetzten:

„Der Herr Feldwebel hat befohlen: Die Dffi-
ziersbagage fährt um 5 Uhr ab."

Lin mir bekannter Hamburger Lwerführerbaas,
der als großer Don Juan bekannt ist, hat von
seinen Litern bei der Taufe den schönen Vor-
namen Herkules bekommen. Als ihn einmal einer
seiner Kollegen fragte:

„Minsch, wie kummst Du denn bi sonn dwat-
schen Boom?"

Antwortete er:

„Tja, wenn Du dat geern weeten wullt, denn

will ick Di dat vertellen-denn Hess ick mi

-wünscht-als ick min Amm too feen

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JBei etwaigen liestelluiij£eii bittet man auf di© Mi Weimer „JUGEND“ Bezug zu. nehmen.

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[nicht signierter Beitrag]: Wahres Geschichtchen
Anton Schönmann: Ethnologie
A. De Nora: Sommerklage
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