Jugend: Münchner illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben — 19.1914, Band 1 (Nr. 1-26)

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Sngkand im Hofkrauhaus

„Ml), sage» Sie mir, lieber Mann, warum tragen hier auch die Herren die neue Mode mit die Äauchkissen7"

-Liebe Jugend!

Ich ging in später Stunde über den Rathaus *
markt und pfiff das Adagio aus Beethovens
Neunter Symphonie für mich hin. Ein Schutz-
mann schrieb mich auf, und ich wurde wegen

nächtlicher Ruhestörung zu 5 Mark Geldstrafe
verurteilt.

Mein Rechtsanwalt legte aber Berufung ein
Lr bat, doch einen Unterschied machen zu wollen
zwischen berauschten Krakeelern und einem „feuer-
trunkenen" Musikfreund, dem das herrliche Gpus

„An die Freude" nicht aus den: Kopfe wollte. —
Die Berufung ward zurückgewiesen.

In der Urteilsbegründung hieß es:

„Der Rathausmarkt ist ein öffentlicher Platz
und keine Mpcrettcnbühnc!"

Ludwig; Kugel

(atniol

tut loobL

Bestens empfohlen bei Kopf-, Hals-, Zahn- oder rheumatischen Schmerzen, Hexenschuss etc.

Carmol die Haus-Apotheke

ist in Apotheken und Drogerien zu haben. :: :: :: :: :: :: Flasche Mk. 0.75 und Mk. 1.25.

WRF Man verlange ausdrücklich Carmol. -W»

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C

Bei etwaigen Bestellungen Bittet man auf die Münchner „JUGEND“ Bezug zu nehmen.

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AS: England im Hofbräuhaus
Ludwig Engel: Liebe Jugend!
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