Wie Columbus
Amerika uuentbeckk ließ
Als Christoph Columbus im
Jahre 1492 seinen Freunden er-
zählte, daß er sich verpflichtet fühle,
nun endlich Amerika zu entdecken,
weil es in allen Geschichtsbüchern
so stände, hielten sie cs für einen
Scherz. Cr ging aber wirklich
zum König von Spanien und bat
um die drei Schiffe, die berühmten
Karavellen, sowie um die nötigen
Päffe. Da wurden sie ernstlich
besorgt.
„Denkst du denn", sprachen sie,
„daß das so einfach ist, Amerika
zu entdecken?"
„Für mich", sagte der berühmte
Forschungsreisende, „ist es das Ei
des Columbus!"
Und stolz setzte er hinzu: „Der
weite Weg sckweckt mich nicht!"
„Das ist das wenigste!" meinten
kopfschüttelnd die Freunde.
„Was denn ?" fragte der Held.
„Die Stürme? Da lach' ick
öwer!"
„Ach, wenn es nur das wäre!"
„Die Wilden, die Rothäute?
Loopers letzte Mohikaner? Laßt
sie nur kommen!"
„Schlimmeres! Viel Schlim-
meres!" — „Goldbergers unbe-
grenzte Möglichkeiten? Pah!"
„Er ahnt es nicht!" murmel-
eJur Frühling u^ommer
treue u. zuverlässige Begleiter
PREISLISTE. C. KOSTENLOS
Occi 9t:S. Dresden 35
ten die Freunde, „er ahnt es nicht!"
— Genug, eines TageS reiste der
kühne Entdecker nach Amerika ab,
und trotz aller Schwierigkeiten
und Gefahren, trotz der Meuterei
der Besatzung, die mitten auf
dem Meere in einen Lohnftreik
trat, trotzdem Fernando immer
trüber und bleicher nahte, warfen
die Karavellen eines schönen
Morgens Anker im Hasen von
New Pork.
Columbus dankte Gott und
schickte sich an auszusteigen. Aber
seht kam das Schlimmste.
Zunächst verboten die Einge-
borenen den Seeleuten sich aus-
zuschiffen, weil ihre Anzahl die
gesetzliche Einwanderungs-Ziffer
überschritt. Von Columbus selbst
verlangten sie, daß er sich einen
bestimmten Betrag Dollars aus
Europa schicken laffe, ohne den er
den amerikanischen Boden nicht
betreten dürfe. Ferner fanden sie
die Photographie seines Paffes
nicht ähnlich genug und forderten
außerdem ein GeburtSattcst, den
Impfschein, das polizeiliche Füh-
rungszeugnis, den Waffenschein,
die Monatskarte der Straßen-
bahn, die Rettungsmedaille, die
Kriegedenkmünze, das Abiturien-
tenzeugnis, die Mitglieds-Karte
derHeilsarmee,desblauenKrcuzeS
und des Vereins gegen Verar-
7 ?
Blendend weiße 2dhne durch die Zahnpaste
Chlorodonf
beseitigt Zahnbelag und üblen Mundgeruch.
Xaboratorium £«o. „ JDresden-TT
SchralhKur
Dr.Möllers Sanatorium
Dresden - Loschwitz
Gr. Erfolge. Prosp. fr.
Der schönste Wan-schmuck
Kunstbilder alter und neuer Meister, ca. 200 ver-
schiedene Bilder. Illust. Katalog-Prospekt 25G.-Pfg.
Galerie moderner Silber
Pikante, dezente Frauenszenen.
Bilder nach Wennerberg, Kirchner usw. Illustrierter
Katalog-Prospekt 15 G.-Pfg. Jedes Bild 50 G.*Pfg.
In schönem Holzrahmen 2.50 Goldmark.
Wiederverkäufer Vorzugspreise!
KUNSTVERLAG MAX HERZBERG
Berlin SW 68. Neuenburger Straße Nr. 37 '
Im Pompadour
trug dir Dame der Rolotozeit ihre Dose Schnupftabak. Zn der Handtasche der
Dame von heute dars eine Dose
Mingol-Lablelten
nicht fehlen. Mingoi-Tabletten sind von erfrischender Wirkung und schützen vor
Grippe, Husten und Heiserkeit, Erhältlich in den Apotheken und Drogerien.
ks. von Gimborn-A.»G., Lmmersch/Rhein.
Oberhof
Der alpine Laftkurort i.Thiiring. Wald (825 m)
Golf- und TennU»Sport
'-Zug: Berlin-Kissingen-Stuttg.-Mailand
prosp. u. Auskunft d. d. Kurverwalt. Tel. 4
DIAPOSITIVE
REKLAMEKUNSTWERKSTÄTTEN
CURT REINER T, Ballenstedt a. Harz (2)
Bei etwaigen Bestellungen bittet man auf die Münchner „Jugend" Bezug zu nehmen •
5U9
JUGEND Nr. 20 / 1924
Amerika uuentbeckk ließ
Als Christoph Columbus im
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zählte, daß er sich verpflichtet fühle,
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5U9
JUGEND Nr. 20 / 1924


