Die Panzerstatuen mit Reliefverzieruiig.
Von
Hermann von Rohden.
Die Verwandtschaft des Reliefschmuckes auf den Marmorpanzern der
Kaiserzeit mit den Darstellungen römischer Thonreliefs ist so augenfällig,
dass sie nicht leicht unbeachtet bleiben konnte. Es hat denn auch an ein-
schlägigen Bemerkungen nicht gefehlt, und noch jüngst hat Hauser in
seinem an nützlichen Beobachtungen reichen Buche „Die neuattischen Reliefs,
Stuttgart 1889" S. 129 auf eine Reihe übereinstimmender Darstellungen
hingewiesen. Für denjenigen, dem die Herausgabe jener Thonreliefs anver-
traut ist, musste es daher unumgänglich erscheinen, über diese relief-
geschmückten Panzerstatuen ins reine zu kommen: liess sich doch hoffen,
von dieser Seite her werde auf den Ursprung und die Geschichte jener
Reliefs einiges Licht fallen, das den Mangel brauchbarer Fundberichte
einigermassen zu ersetzen vermöchte.
So habe ich denn schon seit geraumer Zeit nicht nur gesammelt, was
über solche Panzerstatuen von andern geäussert ist, sondern bin auch be-
müht gewesen, über möglichst viele dieser Bildwerke genaue Kunde einzu-
ziehen und mir vor allem Photographien zu verschaffen, da die meisten der
älteren Abbildungen — geschweige die Claracschen — für die Entschei-
dung der wesentlichsten Fragen wertlos sind. Gerade die Ausserachtlassung
dieses Gesichtspunktes hat die ausführlichste Besprechung der Panzerreliefs
(Warwick Wroth, Journ. of hell. stud. VII [1886] S. 120 — 142) schwer be-
einträchtigt und dem Verfasser die beste Frucht seiner Arbeit entzogen.
Wie viel Material für mich auch unzugänglich geblieben oder mir nur un-
zulänglich bekannt geworden ist, so hoffe ich doch mit dem, was mir durch
freundliche Bereitwilligkeit von allen Seiten jetzt zu Gebote steht, die haupt-
sächlichsten Fragen beantworten und die Grundzüge einer Geschichte dieser
Panzerstatuen feststellen zu können.
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Von
Hermann von Rohden.
Die Verwandtschaft des Reliefschmuckes auf den Marmorpanzern der
Kaiserzeit mit den Darstellungen römischer Thonreliefs ist so augenfällig,
dass sie nicht leicht unbeachtet bleiben konnte. Es hat denn auch an ein-
schlägigen Bemerkungen nicht gefehlt, und noch jüngst hat Hauser in
seinem an nützlichen Beobachtungen reichen Buche „Die neuattischen Reliefs,
Stuttgart 1889" S. 129 auf eine Reihe übereinstimmender Darstellungen
hingewiesen. Für denjenigen, dem die Herausgabe jener Thonreliefs anver-
traut ist, musste es daher unumgänglich erscheinen, über diese relief-
geschmückten Panzerstatuen ins reine zu kommen: liess sich doch hoffen,
von dieser Seite her werde auf den Ursprung und die Geschichte jener
Reliefs einiges Licht fallen, das den Mangel brauchbarer Fundberichte
einigermassen zu ersetzen vermöchte.
So habe ich denn schon seit geraumer Zeit nicht nur gesammelt, was
über solche Panzerstatuen von andern geäussert ist, sondern bin auch be-
müht gewesen, über möglichst viele dieser Bildwerke genaue Kunde einzu-
ziehen und mir vor allem Photographien zu verschaffen, da die meisten der
älteren Abbildungen — geschweige die Claracschen — für die Entschei-
dung der wesentlichsten Fragen wertlos sind. Gerade die Ausserachtlassung
dieses Gesichtspunktes hat die ausführlichste Besprechung der Panzerreliefs
(Warwick Wroth, Journ. of hell. stud. VII [1886] S. 120 — 142) schwer be-
einträchtigt und dem Verfasser die beste Frucht seiner Arbeit entzogen.
Wie viel Material für mich auch unzugänglich geblieben oder mir nur un-
zulänglich bekannt geworden ist, so hoffe ich doch mit dem, was mir durch
freundliche Bereitwilligkeit von allen Seiten jetzt zu Gebote steht, die haupt-
sächlichsten Fragen beantworten und die Grundzüge einer Geschichte dieser
Panzerstatuen feststellen zu können.
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