Die Kunst für alle: Malerei, Plastik, Graphik, Architektur — 16.1900-1901

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■^5^> VON AUSSTELLUNGEN PERSONAL-NACHRICHTEN <Ö^-

Löfftz, k. Akademieprofessor, Maler; Karl Marr, k. rufen. An genanntem Institut sind im Winter-
Akademieprofessor, Maler; Ferdinand von Miller, Semester 1900/1901 im ganzen vierhundertundsieben
k. Akademiedirektor, Bildhauer; Emanuel Seidl, k. Studierende inskribiert, davon sind zweihundert-
Professor, Architekt; Franz Simm, k. Professor, neunundfünfzig Angehörige des Deutschen Reiches
Maler; Franz Stuck, k. Akademieprofessor, Maler. und einhundertachtundvierzig Ausländer. Von den
Die Eröffnung der Ausstellung ist für den 1. Juni Deutschen entfallen auf Bayern einhundertdreizehn,
vorgesehen. Preussen neunundsechzig, Sachsen fünfundzwanzig,

Elsass-Lothringen und Württemberg je elf, Baden
acht; der Rest verteilt sich auf die übrigen Bundes-
PERSONAL- UND Staaten. Vom Ausland sind vertreten Oesterreich-

Ungarn mit achtzig, Russland mit achtzehn, die
ATELIER-NACHRICHTEN Schweiz mit siebzehn, die Donaufürstentümer mit

dreizehn, Amerika mit sieben, Griechenland mit
[V/1ÜNCHEN. An Stelle Lenbachs wurde Professor vier, England mit drei, Holland und Luxemburg
Hans Petersen, der bereits vier Jahre stell- mit je zwei, Schweden und Spanien mit je einem
vertretender Präsident der Künstler-Genossenschaft Studierenden. Die Zeichen-, Mal- und Komponier-
war, zu deren erstem Präsidenten erwählt. Ausser klassen besuchen dreihundertachtundzwanzig, die
ihm wurden bei den Neuwahlen in den Vorstand Bildhauerschulen siebzig, und die Radierschule neun
der Genossenschaft abgeordnet: die Professoren Studierende. — In dem Entscheid über die Lösung
Rudolf Wimmer und Mathias Schmid, sowie der der für das laufende Semester gestellten Preisauf-
Maler August Dieffenbacher. — In der Künstler- gaben wurde in der Malerei (für die eine Skizze
haus-Affaire ist von einer Einigung auch heute noch über das Motto -Kampf- verlangt war) ein erster
nicht zu berichten. — In den Lehrkörper der Aka- Preis nicht zuerkannt, sondern fünf gleiche Preise
cicmie der bildenden Künste wurde der hiesige zu je 100 M. den Studierenden Hans Brand, Paul
Maler und Radierer Professor Peter Halm be- Junghanns, Heinrich Keller, Josef Sauer und Ernst

Stern verliehen. Bei den Bildhauern
(denen als Aufgabe das Motto ^Krafu
mit dem direkten Wunsche nach einer
plastischen Skizze des Sisyphus« ge-
stellt war) erhielt den ersten Preis
(2721 ■> M.) der Studierende Josef
Moest, der zweite Preis wurde in
zwei Anerkennungen mit je 100 M.
den Studierenden Eugen Aleyer und
Rudolf Schwarz zu teil.

D ERLIN. Die diesjährigen Wettbe-
werbe bei der Königlichen Akade-
mie der Künste zur Erreichung von
Reisepreisen haben insoforn eine Ver-
änderung erfahren, als der Termin zur
Einreichung der Bewerbungen auf Frei-
tag den 31. Mai, nachmittags 3 Uhr,
verlegt worden ist und der Monat Juni
für die Entscheidung der Wettbewerbe
in Aussicht genommen wurde. Zur
Konkurrenz stehen: Die grossen Staats-
preise auf den Gebieten der Malerei
und der Architektur, je 3300 M., der
Preis der Dr. Paul Schult;e-Stiftung
für Bildhauer (3000 M.), der Preis der
Ersten Michael Beer'schen Stiftung für
Bildhauer (2250 M.). Die Sieger in den
Wettbewerben sind zu einjährigen
Studienreisen nach Italien verpflichtet.
Bewerbungsbedingungen sind bei allen
deutschen Kunstunterrichtsanstalten zu
haben. * s *

CALZBRUNN. Im Wettbewerb um
^ die Denkmünze zur Erinnerung an
die 300jährige Benützung der Heil-
quelle Oberbrunnen errang den ersten
Preis der Bildhauer Kraumann zu
Frankfurt a. M., den zweiten Weddig-
Berlin, den dritten HuCHLER-Cannstatt.

/^ESTORBEN: In Döbling bei Wien
am 23. Januar der Hoftheater-
maler Hermann Burghart, sieben-
undsechzig Jahre alt; in Hütteldorf

im Besitz von Dr. R. von DER KRIEG (1896) De> Wien der Historienmaler Josef

Kaufmann in Berlin * « « plank.

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