Die Kunst für alle: Malerei, Plastik, Graphik, Architektur — 16.1900-1901

Page: 577
DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kfa1900_1901/0601
License: Free access  - all rights reserved Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
-*-s^> PERSONAL- UND ATELIER-NACHRICHTEN

l u i g 1 s e lvat ico traurigkeit

(Münchener Glaspatast 1901)

PERSONAL- UND Neuenburg, betraut worden. Ueber die Sujets ver-

lautet noch nichts; hingegen dürfte bei der eigen-
ATELIER - NACHRICHTEN artig religiös mystischen Veranlagung des Künstlers

etwas in dieser Richtung sich Bewegendes zu er-
rEIMAR. Obgleich in H. 12 d. 1. Jahrg. der >K. warten sein. Wenn es so wohl gelingt wie in
f. A.< und auch in anderen Fachblättern be- Neuenburg, so wird die Schweiz um ein gutes Kunst-
reits berichtet wurde, dass die Grossherzogl. Säch- werk reicher werden. G.
sische Kunstschule auch nach dem Tode des Gross-
herzogs Carl Alexander in unveränderter Weise JVÄÜNCHEN-GLADBACH. In der Konkurrenz um
fortbestehen werde, tauchen in letzter Zeit im An- die hier geplante Kaiser-Friedrich-Halle erhielten

schluss daran, dass der bisherige Direktor Graf von unter siebenundfünfzig eingelaufenen Bau-Entwürfen
Görtz sein Amt niederlegte, in der Tagespresse den ersten Preis von 4000 M. die Architekten Friedr.
die verschiedenartigsten entgegengesetzten Gerüchte
auf. Wir wollen daher noch einmal betonen, dass
der Direktion der Kunstschule bereits im Januar
bekannt gegeben wurde, dass S. K. H. der regierende
Grossherzog die Kunstschule im Sinne und Geiste
ihres erhabenen Begründers fortzuführen als eine
ihm besonders am Herzen liegende Aufgabe be-
trachte. Im übrigen bekundet der junge Gross-
herzog sein warmes Interesse für die Schöpfung
seines verstorbenen Grossvaters nicht allein dadurch,
dass er das bisherige Budget der Kunstschule im
vollen Umfange genehmigte und ihre Rechte be-
stätigte, sondern auch durch mehrfache Aufträge
an jüngere Maler der Anstalt, weitere Zahlungen
aus seiner Privat-Schatulle und wiederholte Besuche
der Schule. Ferner bemerken wir, dass der Graf
von Görtz von seinem Amte zurücktreten wird,
weil Verpflichtungen in seiner Heimat Hessen,
welche ihm einerseits aus der Verwaltung seiner
Besitzungen, andererseits aus seinen nunmehrigen
Stellungen als erster Präsident der ersten hessischen
Ständekammer, sowie als Kommendator der hessi-
schen Genossenschaft des Johanniter-Ordens er-
wachsen, ihn allzusehr in Anspruch nehmen, so
dass diese Pflichten sich mit der Wahrnehmungseines
hiesigen Amtes nicht länger würden vereinigen lassen.

T AUSANNE. Im schweizerischen Bundesgerichts-
*~l hause auf dem Montbenon in Lausanne sollen
Wandmalereien angebracht werden, und es ist damit
der bedeutende Maler Paul Robert, der Meister oskar björck bildnis
der vielgerühmten Wandgemälde im Museum zu (Münchener Glaspalast 1901

577
loading ...