Die Kunst für alle: Malerei, Plastik, Graphik, Architektur — 25.1909-1910

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S LEON DABO*)

« Von Paul Clemen (i

I I

Tn Detroit am Erie-See, wo jetzt die einzig- Ich möchte ihn das eigenartigste Talent und vs

M A artige Whistlergalerie des Mr. Freer steht, ist den feinsten Koloristen dieser ganzen Schar M

d Leon Dabo geboren und aufgewachsen — frei- nennen. Trotzdem kennt ihn das große New- d

K) lieh zu einer Zeit, wo noch keines jener wunder- yorker Publikum nicht. Mehr als anderswo

w baren Bilder dort seine Stätte gefunden hatte, ist dort der Geschmack der Allgemeinheit N

u Aber die Jugenderinnerungen haben ihn immer durch Banalitäten bestimmt, gehorcht er u

W wieder in die Stadt gezogen, von der er im fast kritiklos der einmal ausgegebenen Losung Ö

►\ Alter von sechzehn von einigen Weni- t)

M Jahren ausgezogen ?—•^■j-*. >sC^f GK?*£P^tfox* Ä. ^en' Um so heller ^

(l war, und viel- ;^^r*^*Wr'^^^?J~l&^rT^^^' strahlte Dabos k

'S) leicht hat niemand ^PujPi i^iir IT^ff^'^iV» WtvBBBt-» Ruhm in seiner

die Schönheit der '"^^s?^*^ VT** ^ffHr'"ImTC» kleinen Gemeinde.

« Detroiter W hist- ^k'tu'^ Ic^jÄ^ffr^^B Erst seit ein paar (i

Ö lers so in sich auf- ^5W5£>U V^Stes-^ ^^MmfiÄt Jahren ist sein ß

K\ genommen und au f *?L&\ •___** Stern im Aufgehen.

0 sich wirken lassen | \ VM'^lfe^i Große Künstler 0

H als eben er. Sein / \ ^B*1/Wb1?^»-» unter den Franzo- (i

►) Vater war Profes- / ^e^U^^CtlB^K^ sen haben sich voll t)

N sor der Aesthetik /^O^A 'ir*^ ^t^P'^äB Bewunderung über N

(v in Paris gewesen J£jj/j^ß* IENp^-tB • 'nn geäu(^ert' Ed- (<

ö zwischen Gemäl- «w, -Jr| ^-^Jfllf mond Aman-Jean

den und Zeichnun- »|» J? ^te^Mt^^^^ und AugusteRodin, ^

^ gen von Delacroix, ädSS^Jw -ißf&: ^ ^^^SKSSiL JB| Poeten wie Mau- ^

M In Pres und Cour- #K*HKs r'^JkÜ^P^ • . f jfl^KMiH' : rice Maeterlinck

H Ingres und Cour- rHK< ÄM^~-^^*»sb1BBHiBB r'"e Maeterlinck

►) bet war er aufge- ff*]«Bf ffi^«^^ und Anatole le Braz ►)

^ wachsen, — und in ft^M ^Wmfc'l'* ^a^ffi sind entzückte Ver- ^

(jj der väterlichen rif* ? ^ÄB^wMk ehrer seiner Kunst («

Ö Sammlung, die die- J^^BL'^^ --As^ &m-£/-!lm^^¥^E™^1 geworden— Leon

sc Perlen barg, ^B ^Hj&t|UglKgy|^V>^ Benedite hat für ^

(i hingen auch einige ^^■H^K^^H^B^BR%«SH^B^HrB^ das Luxembourg- {i

') Whistlers. An der |"yBBBwjjbgM|™Bi BjH& '-t'***! Museum eines sei- d

\ Ecole des ans de- "'INhYBc? ner Bilder ange- ^

M coratifs in Paris jKjäätf£ fcBftj& kauft; im vorigen U

K hatte er seine erste ß^^jfc .

5) Erziehung erhalten " Künstler in Eng- /)

a — dann studierte ^\*p^^'^^Bg^^B]BBBj^^ land, und fand dort a

0 er in Italien, lebte ^^^^g^^^B^^^^i >^^^^^B^^P!BB§EP bei den ersten Ma- U

d in der Einsamkeit ■i^^^**"-*- ^^^"Sc^*^- - . ^s* r ^* ]ern warmherzige d

►\ von Korsika und albert w e lt i amor vincit (Radierung) und begeisterte fc

M Sizilien, um end- Aufnahme — und M

(i lieh wieder nach Sonder - Ausstel- d

Amerika heimzukehren. Erst spät hat er sich lungen in London und in Berlin bei Gurlitthaben r)

\j dort der Landschaft ganz zugewandt. Archi- seinen Namen und seine Kunst nun auch in W

u tektonische Aufgaben und Aufgaben der archi- Europa bekannt gemacht. Zu den größten W

{•) tektonischen Dekoration füllen seine ersten Schätzen, die ich von Amerika nach Deutsch- jj

►\ Jahre. Es gibt Säle von ihm ausgeschmückt land mitgebracht, zählen zwei große Gemälde ys

m und eine ganze Kirche, ein paar Stunden von von Dabo, die ich in Newyork erwerben durfte, m

(0 Newyork entfernt. Heute ist dieser Leon Dabo Und ich möchte Burger-Thores Wort für mich d

vielleicht die glänzendste Erscheinung unter in Anspruch nehmen, daß man über einen

w der jüngeren Generation der Newyorker Land- Maler erst schreiben solle, wenn man eines $}

d schaftsmaler (s. die Abbildungen S. 138 u. f.). seiner Bilder eine Zeitlang über seinem tt

W - Schreibtisch hängen gehabt hat. y

ff *) Dieser Aufsatz bildet eine Art Fortsetzung des Aufsatzes Der Stoffkreis dieses seltsamen MalerS ist >V

/) -Die Anfänge der amerikanischen Landschaftsmalerei** vom gleichen . . . _. , , n __j ____^ .„, fj

\i Autor (sieh! Seite 107 u f.) scheinbar nicht sehr groß und ausgedehnt. W

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