Hanna Nagel.
Lautenspielerin
Das Werk der Hanna Nagel. Von Hans Arthur Thies
Das Unverhoffte, im Umkreis europäischer Kunst
Mythos und Mantik wiederei-wachen zu sehen, dies
kaum noch Erwartete begibt sich im Werk der Hanna
Xagel.
Es ist ein rein graphisches Werk, noch genauer ein
Werk der Feder; der Tuschpinsel, bald trocken und
körnig streichend, bald fett akzentuierend, unter-
stützt sie; lavierendes Aquarell schließt das dichtere
oder losere Gewebe der Strichlagen zu einem vieldeu-
tig leuchtenden Vlies zusammen. Da nun die Feder
auch das Medium der Schrift und Schrift wiederum
Aussage ist, erhellt, warum die Zeichnerin Hanna
Xagel sich gerade dieses Instrumentes bedient: es ist
das sprechendste — und sie will sprechen, erzählen,
ihre innersten Wahrheiten sich von der Seele schrei-
ben. Das verrät nebenher auch die Vorliebe für Zvk-
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Lautenspielerin
Das Werk der Hanna Nagel. Von Hans Arthur Thies
Das Unverhoffte, im Umkreis europäischer Kunst
Mythos und Mantik wiederei-wachen zu sehen, dies
kaum noch Erwartete begibt sich im Werk der Hanna
Xagel.
Es ist ein rein graphisches Werk, noch genauer ein
Werk der Feder; der Tuschpinsel, bald trocken und
körnig streichend, bald fett akzentuierend, unter-
stützt sie; lavierendes Aquarell schließt das dichtere
oder losere Gewebe der Strichlagen zu einem vieldeu-
tig leuchtenden Vlies zusammen. Da nun die Feder
auch das Medium der Schrift und Schrift wiederum
Aussage ist, erhellt, warum die Zeichnerin Hanna
Xagel sich gerade dieses Instrumentes bedient: es ist
das sprechendste — und sie will sprechen, erzählen,
ihre innersten Wahrheiten sich von der Seele schrei-
ben. Das verrät nebenher auch die Vorliebe für Zvk-
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