Das Kunstgewerbe in Elsaß-Lothringen — 2.1901-1902

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Aliar von Neuweiler (Museum in Strassburj; i. Eis.)-

LLSÄSSISOlE

Von Dr.

D ie reiche Verwendung' und die
wieder zu lebhaftester Gestaltung erweckte
I Iolzschnitzerei lässt in uns nur zu laut
den Wunsch aufkommen, einen Blick rück-

' Anm. der Red. — Einige der zu obigem
Aufsatz verwendeten Illustrationen, sind bereits
veröffentlicht in dem Werke „Elsässische und
Lothringische KunstdenkmÄler" (Herausgeber:
Dr. S. Hausmann, Verlag: W. Heinrich in Strass-
burg i Eis.), das wir denjenigen unserer Leser,
welche sich eingehender informieren wollen
bestens empfehlen. Die Redaktion glaubte, diese
Holzarbeiten, entgegen ihrer sonstigen Gepflogen-
heit, nur Unpubliziertes zu veröffentlichen, trotz-
dem und zwar zum besseren Verständnis des Auf-
satzes wiedergeben zu sollen, da sie mit zu den
wertvollsten Schöpfungen elsässischer Holzplastik
gehören.

HQLZPlASTlK

BRUCK 1

wärts auf die Holzschnitzerei der früheren
Jahrhunderte zu werfen. Keine Provinz
unseres Vaterlandes aber, selbst Franken
mit Nürnberg und Würzburg nicht, kann
heute noch einen solchen Schatz hervor-
ragender alter Schnitzwerke aufweisen,
wie das Elsass. Die Holzschnitzerei war,
abgesehen von den Erzeugnissen von
Möbeln, sowie die Arbeiten für Decken
und Wandtäfelung, wie fast alle Kunst
der frühen Jahrhundeite eine kirchliche.
Hierin hat sie bedeutende Werke hervor-
gebracht und diese sollen auch heute
hier nur in Betracht gezogen werden.

Obwohl die Werke der Holzplastik
im Elsass, analog derjenigen der Malerei,
mit denen sie bei den Altären meist ver-
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