Kindler von Knobloch, Julius ; Badische Historische Kommission [Hrsg.]
Oberbadisches Geschlechterbuch (Band 1): A - Ha — Heidelberg, 1898

Seite: 79
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Pfeffeler

von Pfirt.

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Pfeffeler. Geschlecht der Stadt Gengenbach, aus welchem Heinrich der Pf. 1300, 1302 des
Kaths, Walter Pf. 1341 des Gerichts war.

Pfefferhart. Altes Geschlecht der Stadt Konstanz, Lehnsleute der Eeichenau. Conradus Pfeffir-
hardus, Scolaris Constantiensis, 1264. Ulricus dct. Pfefferhart 1266, 1274. Heinricus Pfeffirhart, civis
Const. 1275, 1299. Magister Cunradus dct. Pfefferhart, can. eccl. S. Johis. Const. 1274, 1297, prae-
positus 1298, 1299; can. majoris ecclesiae 1285, 1296. Magister Johannes, can. eccl. S. Stephani Const.
1295, 1307. Johannes, germanus magistri, 1295, 1307. Magister Heinricus, canonicus eccl. Werdensis
1298. Magister Johannes, can. eccl. Const. 1304. Magister Johannes can. eccl. Curiensis, 1305
(derselbe?). Magister Heinricus, sacerdos, 1307. Magister Heinricus dct.
Phepherhart, advocatus Constantiensis, 1307; sein Schwestersohn Johannes
der Rinegger, bisher Chorherr in Chur, wurde 1321 Kirehherr zu Goldach,
Canton St. Gallen. Conrad, Propst, Heinrich, Sänger zu St. Johann,
Johannes, Frau Adelheid die Sulgerin, Frau Margaretha, Gattin Burkards
unterm Schopf, Geschwister, sowie Ulrich und Conrad, Söhne ihres Bruders
Ulrich Pfefferhart selig, kauften 1308 einen Hof in Lütolzwile; Zeugen
dabei: Johannes P. gen. Veigant und Ulrich P., Kirchherr in Selvingen.
Konrad 1309, 1335. Johann P., Kirchherr in Steffisberg, und Ulrich
Chorherr zu St. Johann in Konstanz, Gebrüder, 1320. Ulrich 1332, 1335.
Conrad junior 1349. Ulrich 1336 Domherr in Konstanz, 1344 zum
Bischof erwählt, f 1351. 24. 11. Konrad 1352, 53, 58, 59 Stadtammann.
Adelheid, Meisterin zu Muensterlingen 1351, 1373. Ulrich P., Vogt seiner
Schwester Ursula P., Andreas Büttminger's sei. Witwe 1368. Gregor,
Bürger von Konstanz, Vogt des Gotteshauses Reichenau, 1374 Vogt zu
Wolmatingen. Diethelm, des Ulrich sei. Sohn, 1368 des Raths, verkaufte
1378 Gülten in Lützelstetten; sein Bruderssohn Conrad 1367, war 1368
des Raths. Diethelm P. gen. Vigli 1372. Johann P. gen. Zorn 1385.

Im 15. Jahrhundert erscheinen nur noch zwei Schwestern Susanna
und Anna 1404, 1433, von denen diese, wohl die letzte ihres Geschlechts, 1440 testirte.

Wappen: In Roth 2, 1 silberne Pfefferbüchsen; H.: eine mit schwarzem Hahnenfederbusche
besteckte silberne Pfefferbüchse; Hd.: rothsilbern (Wappenrolle der Katze).

Pfefferkuemmi. Cunrat P., Bürger in Freiburg, 1334.

TOn Pfettisheim. Nach dem Dorfe Pf. nordwestlich von Straßburg schrieb sich ein Adelsgeschlecht,
aus welchem Agnes Nonne in Adelhausen. Dorothea, Tochter des Ritters Johannes v. Pf. selig, 1430 Gattin
des Johannes Weisslin von Freiburg und Mutter der Ursel W., Klosterfrau zu Gutnau. Weitere
Nachrichten und das Wappen siehe in Kindler v. Knobloch, das goldene Buch von Straß-
burg, p. 248.

. Pflfer. Geschlecht in Waldshut, im 14. Jahrhundert blühend.

Pfiffer. Rulmann Pfiffer und Agnes Roeder (von Diersburg) Eheleute 1468.

VOn Pfin. Geschlecht in Ueberlingen, zu dem wohl auch gehören: Cunradus de Phyna (Phina)
1176, 1192 und Magister Albertus de Pfine (Phine) 1259, 1260, canonici
majoris ecclesiae Constantiensis und Johannes dictus de Pfin, thesaurarius
capituli S. Johannis Const. 1365. Magister Heinricus de Phin 1290. Ulricus,
1313, et Ripertus in fine 1313, 1315. Hans von Pfin 1416 Bürger in
Ueberlingen.

Der fromme Ulrich von Pfin et uxor Anna von Melibrunnen 1416.

Der fürsichtige und wolgeachte Hans von Phyn, 1524 Statthalter der
Herrschaft Staufen, führte im Schilde einen Arm mit Hammer und auf dem
Stechhelme einen wachsenden Mann mit drei Straußenfedern auf dem Kopfe,
Hammer und Zange in den Händen.

von Pfirt. Die Herren von Pfirt, Ministerialen des gleichnamigen
Grafengeschlechtes (Stammsitz Burg und Stadt Pfirt, franz. Ferrette, südlich
Altkirch im Oberelsaß), kamen, nachdem Johanna, die Erbtochter des Grafen-
hauses die Grafschaft Pfirt ihrem Gemahl, dem Herzog Albrecht von Oester-
reich zugebracht hatte, im Dienste des Hauses Habsburg frühzeitig nach

dem Breisgau, woselbst sie sich, in einzelnen Linien wenigstens, dauernd niederließen und endlich
auch um die Mitte dieses Jahrhunderts erloschen. Urkundlich erscheint zuerst Adelbero de Ferretis
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