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Kindler von Knobloch, Julius ; Badische Historische Kommission [Editor]
Oberbadisches Geschlechterbuch (Band 1): A - Ha — Heidelberg, 1898

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https://doi.org/10.11588/diglit.1467#0188
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von Burgdorf — Burggraf.

als St. Gallen. Lehen; er mußte 1417. 29. 7. der Stadt Villingen, welche wegen Schmähreden seine
Veste B. eingenommen und ihn gefangen gesetzt hatte, unter Bürgschaft seines Oheims Jörg Boller
Urfehde schwören. Hans v. B., Ek., 1432 Schultheiß von Villingen. Hans, Ek., 1437 Oheim des
Konrad von Falkenstein gen. von Ramstein, verkaufte den dritten Theil von Neuhausen dem
Johanniterhause Villingen, kaufte 1444 Zinse in Moehringen, Ippingen und Eßlingen und kommt
1456 zuletzt als lebend vor. Hans Maeßlin von Granegg hatte 1433 ein Fuerstenberg. Lehen
von ihm als Unterlehen. Des Hans v. B. Gattin Margaretha von Riehen lebte 1426, 1444. Beide
Eheleute waren 1460. 31. 3., als Jakob von Falkenstein den von ihnen, seinen Vorfahren sei., er-
erbten Zins in Kenzingen verkaufte, nicht mehr am Leben. W.: r. s. geviert, mit zwei r. Thürmen
im zweiten Felde. H.: zwei s. r. getheilte Büffelhörner; Hd.: r. s. (Schnitt, fol. 130) oder g. r.
geviert mit zwei r. Thürmen in 1; H.: r. g. übereck getheilte Büffelhörner; Hd.: r. g. (G. Oehem;
W.-Cod. des G. v. Stadion, pag. 168); s. r. geviert, in 1 eine g. Burg auf b. Berge; H.: zwei Büffel-
hörner, außen mit fächerförmigem Ansätze, s. r. übereck getheilt. (Zur.
W.-Rolle, No. 407, Ausgabe 1860, irrthümlich als «Kurberg» bezeichnet.)
2) B., B.-A. Ueberlingen. Burchardus de B. 1116. Heinrich
v. B., dessen Mutter eine
von Kißlegg war, 1269.
Dieses Reichenauer Dienst-
mannengeschlecht führte in
R. einen sich bäumenden
g. Stier mit Nasenring.

3) B., B.-A. Ueber-
lingen. Albertus de Birch-
perg oder Burgberg, wel-
cher 1293 den Weiler Bürg-
berg bei Meersburg dem Kloster Baindt ver-
kaufte und 1295 als Bürge auftritt, führte im
Schilde einen Birkenast auf einem Dreiberge:
t S.' ALBERTI. DE. BIRCHBERCH.

4) Alber, Uli und Hans Birberg oder
Birchperg, Gebrüder, verzichteten 1317 an
Kloster Salem auf eine Wiese in Braitenriet,

wozu ihre Lehnsherren, die Schenken von Ittendorf, 1328 ihre Einwilligung gaben. Die Siegel der
drei Brüder zeigen im Schilde auf einem Dreiberge einen Burgthurm mit drei Zinnen.

5) Johann Burgberg 1575 Bürgermeister in Ueberlingen.

von Burgdorf. B., eine Oedung bei Königsfeld, B.-A. Villingen. Hugo de B., miles, 1258 Z.
eines Entscheids zwischen Kloster Thennenbach und den von Weißweil, 1259. Ita v. B. Nonne in
Adelhausen. Dom. Johannes de B. 1316 canonicus Columbariensis.

von Bürgenden. Cunrat v. B., gegen den die Grafen von Freiburg 1271 auf das Vogtrecht in
Buggingen verzichteten, vergabte 1282 als «advocatus de Burgenden, residens in oppido Schoenowe in
monte» nebst seiner Gattin Anna gegen ein Leibgeding an St. Blasien auf einen der Bugginger Höfe;
1284 advocatus vallis in Schannowe; lebte noch 1287. Waltherus de Burgendon 1288 Z. St. Blasien.

Bürger. 1) Swigerus dct. Burger et Heinricus, frater ejus, de Gundolvingen 1293.

2) Johannes der B. 1309 Z. einer Fürstenberg. Urk. in Villingen; 1303 «Burgaer».

3) Der ehrenveste, erenhafte und lobwürdige Michael Burger, aus Markgroeningen gebürtig, seit
1564 Schloßhauptmann auf Hachberg, f 1606 aet. 87, sepultus in Emmendingen.

von Burgfelden. B., Ruine an der Donau, B.-A. Meßkirch. Conradus de Bureveit (Burcvelden),
civis in Villingen 1244, 1254, et uxor Adelheidis, Witwe Konrad's von Waldhausen 1244. Herr Jo-
hannes von Burgveit 1332 Leutpriester zu Adelhausen bei Freiburg.

Burggraf. «Herr Heinrich der Burg Grave von Torolzhein», R., 1297 Schiedsrichter in einer
Freiburger Urkunde. Durch Heirath mit Gliedern dieses Elsässischen Geschlechts, dessen Stammhaus
Dorlisheim im Unterelsaß ist, gelangte der Burggrafentitel an eine Linie der von Schnellingen und der
von Schauenburg. Der Ek. Johann von Schnellingen gab 1330 seiner Gattin Anna, Burggräfin von
Dorlisheim, seinen Theil an der Burg Schnellingen. Der Abt von Gengenbach lieh 1356 der Frau
Anna Burggräfin von Schnellingen die von ihrem Sohne Johans von Snellingen vererbten Güter in
Haslaeh; 1360 sollte sie diese Gengenbacher Lehengüter lebenslänglich genießen, welche nach ihrem
Tode an ihre Söhne Heinz und Fritsche «Burggrave von Schowenburg» fallen sollten. Anna lebte noch
 
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