Kindler von Knobloch, Julius ; Badische Historische Kommission [Hrsg.]
Oberbadisches Geschlechterbuch (Band 1): A - Ha — Heidelberg, 1898

Seite: 211
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von Tengen.

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In Hopfs historisch-genealogischem Atlas findet sich folgendes Bruchstück des Stammbaumes
der letzten Generationen:

Margaretha Gräfin, von Neuenbürg, Erbin der Grafschaft;
mar.: Jobann von Thengen, Freiherr von Eglisau, f 1439.

Johann 1439, Heinrich, Konrad,

verkaufte seine Besitzungen 1455. 1439, 1454, 1439, 1455.

Jacob 1487. Eberhard 1481, 1487.

Christoph 1510, verkaufte Thengen 1542.

I

,---------------------------*---------------------------,

Oswald 1548. Eberhard 1542.

Christoph Ladislaus, Propst in Augsburg, t ultimus 1592.

Die Stammtafel auf Seite 210 ist mit Hilfe eines von Herrn Heinrich Zeller-Werdmüller in
Zürich mir freundlichst zugestellten Entwurfes nach Urkunden aufgestellt. Zu den adeligen Lehns-
mannen der von Tengen gehörten
die: von Baden (Gut in Heiters-
heim 1282); von Fulach (die alte
Burg zu Lauffen); von Hegi (1379);
von Heudorf (Burg und Dorf Aul-
fingen 1423); Hün von Beringen
(1304, 1374); von Lauffen (1255,
Zehnten in Hüntwangen 1390); von
Rorbas (1298); Schnewli im Hof
(1469); von Schoenenberg (1291);
Schwager (1290); Studengast (Burg
und Dorf Aulfingen 1358); von
Teufen u. A.

Das Wappen der Herren von
Tengen zeigte in R. ein aufge-
richtetes s. Einhorn und auf dem
Helme dasselbe wachsend. (Zur.
W.-Bolle, No. 149.) Varianten der

Helmzier: wachsendes s. Einhorn, an dessen Rücken ein mit
7 gr. Blättern oder Federn besetzter
r. Zackenkamm (älterer Wappencodex
in Donaueschingen, fol. 27) oder ein
s. Hirschgeweih (neuerer Wappencodex in Donaueschingen, fol. 72 a). Gräfliches
Wappen: geviert, 1 und 4: in G. drei übereinander liegende b. Hirschstangen
(wegen der Grafschaft Neuenbürg); 2 und 3: in R. das aufgerichtete s. Einhorn.
Zwei gekrönte Helme: 1) ein wachsender natürlicher Hirsch mit b. Gehörn, Hd.:
b- g. 2) ein wachsendes s. Einhorn, Hd.: r. s. (Nachträge zum alten Siebmacher,
fol. 37 a.)

YOn Tengen. Ein Dienstmannengeschlecht der Abtei Reichenau. Hein-
rich v. T., 1365 "Vogt der Frau Katharina von Gundelfingen, Witwe Heinrichs
von Tettingen. Das von ihm heimgefallene Lehen in Oberwangen hei Stülingen
und die Gülten, welche von diesem Dienstmanne Herr Friedrich von Bett-
manngen und Konrad von Erzingen empfangen hatten, verlieh der Abt der
Reichenau 1370. 23. 6. den Gebrüdern Ulrich und Heinrich Goldast von Konstanz.
Wappen: In B. ein oben mit einer halben g. Lilie besetzter g. Schrägrechts-
balken; auf g. Topfhelme ein mit einem ^ Hahneufederbusche besteckter b.
Hut mit dem Schildbilde (Zur. Wappen-Rolle, No. 201) oder auch ein b. Flügel

mit dem Schildbilde, Hd.: b. g. In letzterer Form verlieh der Abt von Reichenau das ihm heimgefallene
Wappen 1381. 29. 9. dem Cunrat Hägellin, Bürgermeister von Konstanz. Hensli von Tengen 1390
Waibel in Radolfzell.

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