Kindler von Knobloch, Julius ; Badische Historische Kommission [Hrsg.]
Oberbadisches Geschlechterbuch (Band 1): A - Ha — Heidelberg, 1898

Seite: 243
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Troesch.

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wird der Dr. theol. Ludwig Julier, Münsterpfarrer zu Freiburg, genannt. Johann Jacob von Greifenegg
1690, Baumeister und Rathsherr zu Waldshut; seine Tochter Maria Magdalena war 1690 Conventfrau
zu Berau. Im 18. Jahrhundert lebten: Joseph Xaver Konrad, Johann Baptist, Johann Nepomuk Bene-
dikt T. v. G. und Maria Theresia von Rechtskrohn, geb. T. v. G., und noch 1793: Benedikt v. G. und
die Fräuleins Constanze und Franziska v. G.

Troesch. 1) Ein altes Dienstmannengeschleeht der Herren von Uesenberg und Zweig der von
Arras (siehe diesen Artikel). Zuerst erscheinen Albertus dictus Trossche, Cuno dictus de Arra, milites,
Anna, soror, ac Hedewigia (wohl Witwe des 1220 genannten Albertus de Arra), mater eorum, welche
1245 dem Kloster Günthersthal ihren Hof in Gretzhausen um 245 Mark Silbers verkauften. Die Ver-
käufer hatten keine eigenen Siegel. In den Verkauf willigten: Fridericus Spenlin miles de Brisaco,
Anna, uxor ejus, et Hildebrandus, filius eorum; Zeuge war Volchardus de Urberg, wohl sämmtlich
nahe Verwandte. Von hier ab läßt sich folgende Stammtafel aufstellen:

Albertus miles de Untkilche (Umkirch, B.-A. Freiburg) dictus

Troessche, 1245, 1262; sep. in monasterio Thennenbach;

uxor: Luggardis, 1255.

Conrad der Troesche von TJntkilche, 1291, 1314; des Gerichts in

Freiburg 1294—1313, mit dem Beinamen «der Zilige» 1298,

todt 1326;

uxor:......., Tochter des Hugo von Malterdingen.

Conrad Troesche von Untkilch,
1326, 1345, todt 1357, vergabte an Kloster Thennen-
bach 1332, in Munzingen begütert 1339;

Hugo Troesche,

Ek. 1324, des Gerichts zu Freiburg und Schwager

des Johann Opfinger 1345.

Wilhelm,

Kirchherr zu Bremgarten,

1357, 1388.

Hugo Troesch, Beiina, Margaretha,

Ek. zu Freiburg 1357, 1368; 1357. 1357.

verkaufte 1366 einen Hof zu Bremgarten, Lehen Herrn

Hesso's von Uesenberg, 1370 als E. im Bunde des

Freiburger Adels, todt 1388;

uxor:......

,-----------------------------------------------;------------------------------->-------------------------------------------------------------------------------.

Hüglin Troesch, Ek.,
verkaufte 1388 eine Gülte von seinem Hofe zu Biengen.

Mit Hüglin T. verschwindet das Geschlecht aus dem Breisgau. Elisabeth und Margarethe
Troeschin waren Nonnen zu Adelhausen. Johannes, Viellieb, Elisabeth, Katharina und Hedwig T.
kommen im Necrologium des Klosters Günthersthal vor. Ob Claus
Troesche von Gengenbach, 1386 Diener des Herrn Bruno von Rappolt-
stein, zu diesem Geschlechte gehörte, ist fraglich. Die Siegel zeigen
gleichmäßig einen geschachten Schrägrechtsbalken. Wappen: In R.
ein in zwei Längsreihen b. s. geschachter Schrägbalken; H.: zwei
goldene Dreschflegel mit weißen Lederkappen im Gelenk (Wappen-
buch Donaueschingen, fol. 136) oder mit weißen Keulen (W.-B. des
Konrad Schnitt in Basel, fol. 94); Hd.: r. s. Im Schweizer Canton
Uri treffen wir ein Jahrhundert später ein adeliges Geschlecht

Troesch von Urberg, deren Wappen wohl Sieb-

macher III, pag. 185, No. 4 unter dem Namen

«von Urberg» gibt, welches sich angeblich

nach einem Schlosse Urburg im Aargau nannte

und um die Wende dieses Jahrhunderts noch

in drei Linien blühte. Für den Beinamen

kommen wohl eher Urberg im B.-A. St. Blasien

oder die von Kolb erwähnte Burgruine Vorburg

bei der Stadt Staufen in Betracht. Es ist nicht
Troesch. unmöglich, daß ein Sprosse des Breisgauer Ge-

schlechtes nach Uri gekommen ist (Leu, Helvetisches Lexicon, XVIII, p. 291).

2) Jacob Troesch und seine Schwäger die vier Gebrüder Schilher, sämmtlich Bürger in Stockach,
Lehnsleute der Reichenau 1506. Martin Troesch, 1545 Vogt des Gotteshauses Münsterlingen, führte
im Schilde einen gesenkten Sporen. Leu führt einen Martin T., 1556 Landvogt van Livenen, unter
den Vorfahren des Urner Geschlechts auf.

3t«

Troesch.
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