Kindler von Knobloch, Julius ; Badische Historische Kommission [Hrsg.]
Oberbadisches Geschlechterbuch (Band 1): A - Ha — Heidelberg, 1898

Seite: 258
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von Duerbheim — Duerrhaber.

Duonne von Leiniugen.

Geschlechts mit Hinterlassung einer Tochter Felicitas, welche 1559 am Leben war. Wappen: In B.
eine beiderseits von drei g. Lilien begleitete schräggelegte s. Laute; H.: auf liegendem g. Halbmonde

stehend eine s. Straußenfeder; Hd.: b. s. (Ms. Wappenbuch
der Stadtbibliothek Colmar, fol. 91a) oder H.: aufliegendem
g. Halbmonde ein oben mit ^ Hahnenfederbusche- besteckter
b. Stumpfkegel; Hd.: b. g. (Bueheler, fol. 287).

von Duerbheim. Von dem Pfarrdorfe D. im Württ.
O.-A. Spaichingen schrieb sich ein Edelherrengeschlecht, von
dessen Gliedern Mehrere in Oberbadischen Urkunden vorkommen,
so Kipart, Gozoldus und Werinherns de Tirbeheim 1084, Wernher
1095, Folcmar 1094 Z. Urk. des Klosters St. Georgen, an
welches die Gebrüder Crapht, miles, und Albertus de Dirbe-
heim 1095 vergabten. Nobilis vir Chonradus de D. vergabte
um 1210 an Kloster Salem Güter in Leutkirch, als miles 1215,
1216 Z. in Konstanzer Urkunden. Johannes v. D. 1226 Bürge
für die Grafen von Hohenberg. Bischof Heinrich von Konstanz
löste 1240 den reuigen Johann v. D. von dem wegen erhobener
Ansprüche auf einen Vater Konrad selig an St. Blasien ge-
schenkten Hof über ihn verhängten Banne. Der unehelich ge-
borene Johann v. D., welcher Propst in Zuerich, 1305 Bischof
von Eichstaett, 1306—f 1328 Bischof von Straßburg war, wo-
selbst er den Bau des Münsters wesentlich förderte und welcher
sich in dem von ihm gestifteten Spitale zu Molsheim beisetzen
ließ, war wohl ein Abkömmling dieses Edelgeschleehts. Er war
Hofprotonotar, später Kanzler Albrechts I.
Ulrich der Dierphaimer 1345 und Hans Dierbhaimer 1462 Bürger in Meßkirch.
von Tuerckheim. Jacob von Durinkeim, 1310 Schultheiß von Breisach, war muthmaßlich ein
Sprosse des alten Adelsgeschlechtes, welches sich nach der Stadt Tuerkheim (westlich Colmar) nannte
und gleiches Stammes und Wappens (drei [2, 1] gekrönte Löwenhäupter) mit denen von Rust war. Die
gegenwärtig in der Mortenau blühenden Freiherren von Tuerckheim zu Altdorf sind ein d. d. Wien
1782. 8. 3. in den Reichsfreiherrenstand erhobenes altes Straßburger Bürgergeschlecht. Siehe: Kindler
von Knobloch, Der alte Adel im Oberelsaß, pag. 97 ff., und: Das goldene Buch von Straßburg, pag.
378 ff. Ueber die Eckbrecht von Duerkheim siehe diesen Artikel.

von Dneren. Johannes von Tueren 1311 Domherr, 1318 Domdecan zu Konstanz.

Tnering. Waltherus, Heinricus et Conradus dci. Thüring,
fratres, verzichteten 1271 auf das vom Kloster Salem ihnen verliehene
Lehenrecht an Gütern in Mitterstenweiler, B.-A. Ueberlingen, und
hatten 1274 von den Gnifting von Raderach ein Gut in Neufrach
zu Lehen. Liberi quondam Walteri dci. Turing verkauften 1275 ein
Gut in Neufrach, Lehen der von Deggenhausen. Hans Thueringer
1477 freier Landrichter der Grafschaft Heiligenberg.

Tuerler. Hannemann T. 1428, Thennius oder Meister Tenyer
T. 1478, 1491 Gerichtsbeisitzer, Anthennius Turler 1492 Bürger-
meister in Breisach. Thennyer Türlin 1504 Bürger daselbst.

Tuerlinger. Der veste Erhard T. siegelte 1488 mit Anton
Roeder. Sein Siegel zeigte im Schilde und auf dem Stechhelme
einen wachsenden Windhund mit Halsband.

Duerr. Konrad der Duerre von Unadingen, seine Gattin Mech-
tild und seine Kinder kauften Zinse in Freiburg 1324. Merli
Duerre der Tucher wurde 1348 für ewig aus dem Rathe in Freiburg
ausgeschlossen. Johans der Duerre 1361, 1366 Priester in Frei-
burg, 1375 Kämmerer des Decanats Waldkirch. Herr Johans Duerre
1370 im Rathe zu Freiburg. Berchtold Duerre, Keller zu Mahlberg,
1372 des Gerichts in Kippenheim. Berchtold Duerre, 1377 Schultheiß
zu Rheinfelden, kaufte 1365 Zinse in Wilen. Siehe auch Duerrheim.

Dnerrhaber. Geschlecht in Kenzingen. Dietrich Tuerhaber, Bürger daselbst 1336, 1355. Hei
T. 1374, Henni T. 1381, 1396, Hans T. der Alte 1393, 1407 Bürger in Kenzingen. Des Letzteren
Tochter Gredelia 1393 Gattin- des Kenzinger Bürgers Claus Stoecker. Hans T. 1410 im Rathe; seine
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