Kindler von Knobloch, Julius ; Badische Historische Kommission [Hrsg.]
Oberbadisches Geschlechterbuch (Band 1): A - Ha — Heidelberg, 1898

Seite: 345
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von Feldkirch — Fels.

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von Feldheim.

der 1281 als Hugo v. V. der Alte, E., bezeichnet wird. Wohl sein Sohn ist: Hugo, R., 1281, 1316,
Markgräflicher Lehnsmann 1306, der Alte 1308. Von seiner Gattin Anna Küchlin hatte er, außer
der 1316 als Witwe Reinhardt von Falkenstein genannten Tochter Katharina, einen Sohn Hugo, 1305,
verkaufte Güter in Wolffenweiler 1310, Staufen'sche Lehengüter
in Biengen 1322, der Alte genannt 1343, 1351. Seine Gattin
war Lucia von Munzingen, 1305, 1310, todt 1344. Sein ältester
Sohn Hugo 1322, saß 1349 in Wendungen zu Gericht, lebte 1351
und scheint gleichfalls einen Sohn Hugo hinterlassen zu haben.
Der andere Sohn Johann war 1340 in Wolffenweiler begütert;
seine Witwe Anna Kolman verkaufte 1344 Gülten in Ebringen,
Pfaffenweiler u. s. w. Wohl eine Tochter Hugo's des Alten war
Katharina, 1365 Witwe des Ritters Johann zu Rhein in Basel.
Vermuthlich Söhne Johann's waren die Gebrüder Heinrich und
Ulmann, von denen Ersterer 1386 in der Schlacht bei Sempach
fiel, Letzterer an Kloster Günthersthal 1390. 1. 2. auf Güter in
Wolffenweiler verzichtete. Alle Siegel zeigen den (g. ^) zu vier
Plätzen getheilten Schild; H.: zwei wie der Schild getheilte Büffel-
hörner; Hd.: ^j: %• (Donaueachinger Codex, fol. 133 a). Es ist
bisher nicht aufgeklärt, wie es kommt, daß der bekannte Ritter
Martin Malterer, unter Aufgabe des von seinem Vater geführten
Wappens, dasjenige der von Peldheim angenommen hat, da der-
artige Wappen-Uebertragungen im Mittelalter erst nach dem völligen
Erlöschen eines Geschlechts stattzufinden pflegten,

von Feldkirch. Die in Breisgauer Urkunden vorkommen-
den v. F. sind wohl eher Glieder des aus F. (zerstörtes Dorf bei

Wettolsbeim im Ober-Elsaß) stammenden und noch gegen Ende des 15. Jahrhunderts blühenden Adels-
geschlechts, welches in S. und auf dem Helme einen r. Schlüssel führte (Codex Büheler, fol. 76) als
aus dem Dorfe F., B.-A. Stauten, stammend. Bruder Dietrich von Veitkirche, Bruder im heil. Geist-
Spital zu Freiburg, vergabte 1316 demselben Güter in F. bei St. Peter. Hugo de Veltkilch, war Beicht-
vater im Kloster Günthersthal.

Feldman». Geschlecht in Waldshut, wie es scheint, später geadelt.
Jacobine F., deren Mutter eine von Kleeberg, war Gattin des Hans
Nicolaus Keller von Schieitheim, der 1613 Markgräflich. Burgauischer
Obervogt zu Aach war. Johann Christoph Feltmann, Anna Maria F.,
geb. von Appetzhofen, und Johann Ludwig F. waren im 17. Jahrhundert
in der Rosenkranz-Bruderschaft zu Waldshut, Lorenz F. 1671 Feldhaupt-
mann daselbst. Es ist fraglich, ob Adam Veldtmann, Hauptmann,
nachmals Oberstlieutenant, welcher vom Kaiser Maximilian II d. d. Wien
1567. 23. 12. wegen seiner Auszeichnung in verschiedenen Schlachten
in den Adelstand erhoben wurde, vorigem Geschlechte angehört. Wappen
(1567): In B. ein um die Hüften mit Eichenlaub bekränzter wilder Mann,
eine braune Keule auf der rechten Schulter tragend, der auf dem gekr.
Helme hervorwächst; Hd.: b. s. (Gef. Mitth. des K. K. Adels-Archivs).

Felgner. Dem Herrn Heinrich Felckner, Stadtschreiber zu Basel,
verlieh der eomes palat. Wilhelm Boecklin von Boecklinsau 1561 ein,
in der noch erhaltenen Registratur nicht beschriebenes Wappen in
meliori forma. Derselbe comes palat. ernannte 1572 den Meister Jacob
Felgener, Stadtschreiber in Freiburg, zum Notar. Jacob F., 1596 Ein-
nehmer in Rheinfelden, f 1637. 9. 8. Anna Maria F. 1622 Gattin
des J. U. Dr. Georg Israel Holzapfel, Advocaten und Procurators in
Ensisheim. Anna Maria F. heirathete zu Rheinfelden 1651. 13. 5. den Forstmeister Hans Ludwig Eggs.

Felix, auch Ravensburger oder Felix von Ravensburg, ein Konstanzer Geschlecht. Siehe von
Ravensburg.

Velle. Hans V. 1540 Stadtammann in Meersburg. Hans Vellin 1535, 1536 Stadtammann in Markdorf.

Fels. Geschlecht in Konstanz. Frau Martha F. daselbst 1576, Abraham 1583, 1585, Hans
1584 und Frau Margarethe 1600 machten milde Stiftungen in Konstanz. Eine Linie des Geschlechts
zog nach St. Gallen und von dort nach Lindau, wo sie seit 1587 im Bürgerrechte, seit 1593 im Rathe
erscheint. Ueber diese Linie gibt die Bensberg'sche Sammlung nebst dem Wappen Nachrichten von

Oberbad. Gescblechterbueh. • 41

Feldmann.
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