Kindler von Knobloch, Julius ; Badische Historische Kommission [Hrsg.]
Oberbadisches Geschlechterbuch (Band 1): A - Ha — Heidelberg, 1898

Seite: 351
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Feyrer genannt Weickmann — von Villenbach.

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Vay genannt Graß.

und Stadtvogt zu Ensisheim. Das Stift Andlau'sche Lehen des Dorfes Küchlinsbergeti fiel an die
Söhne seiner einzigen (1597 nicht mehr lebenden) Tochter Ursula, deren Gatte Johann Beat von Rei-
nach reversirt. Bei Hattstein findet sich eine Ursula Graß gen.
Vay, deren Mutter eine von Andlau war, als Gattin des Hans
Theobald von Reinach. Affra Fayn war Gattin des Sigmund von
Pfirt. Wappen: G. b. getheilt, mit je einem Sterne wechselnder
Farbe; H.: ein g. Stern zwischen einem g. und einem b. Büffel-
horne; Hd.: b. g. (Donaueschinger Wappencodex, fol. 181). So
zeigen das Wappen sämmtliche Siegel 1447—1573.

6) Ungewiß zu welchem Gescblechte gehörig sind: Eberhard
Feye, Bürger in Rottweil, welcher 1344 von Aigelwart von Falken-
stein das Beringer Gut in Goelsdorf zu Mannlehen empfing. Herr
Hieronymus Vay, dessen Witwe Dorothea Meyer von Sachsenbach
1559 in ihrem Testamente ihrer Schwestertochter Margarethe von
Schauenburg, geb. von Windeck, das Schloß Bach bei Offenburg
vermachte. Dem Erasmus Vey, Pfarrer zu Bappenbrücks, legiti-
mirte der comes palatinus Wilhelm Boecklin von Boecklinsau seine
natürlichen Kinder Stephan, Erasmus, Christoph, Dorothea, Ca-
tharina, Anna und Engelein 1557 in meliori forma.

7) Vay von Masseck. Jacob V. v. M., Kaiserlicher Oberst-
wachtmeister im Regiment Cordenbach, heirathete zu Neuenburg
am Rhein im Mai 1623 Anna Petronella Muench von Muenchen-
stein gen. von Loewenberg. Seine Tochter Anna Veronica V. v. M.
heirathete Georg Wilhelm Kesselring von Thuernburg, n. Colmar 1626. 10. 9., f Straßburg 1675. 24. 2.

Feyrer genannt Weickmann. Philipp Ludwig F. gen. W. besaß 1607—1655 das Wasserschloß
in Oberachern. Seine Tochter Elisabeth heirathete Christoph Ertinger.
Fez. Dr. Johannes Fez.

Fiedler. Heinricus dct. Videler et Cunradus, frater ejus, cives in Markdorf, 1279.
Viellieb. Geschlecht in Endingen. Herr Walter V. 1299. Cunrat Vielliep
und seine Gattin Adelheid (1326 Witwe), Bürger in Endingen, vergabten 1312 dem
Spital in Freiburg. Heinrich 1334 Bürger, 1337, 1344 Richter in Endingen; sein
Sohn Conrad 1343. Else Viellieben, des Oswald V. Witwe, kaufte Gülten'in
Endingen 1399.

Yigler. Georg V. 1585 Bürger in Konstanz.

Vilhecke. Heinrich V., Bürger zu Thiengen, führte im Schilde eine gestürzte vubecke.

Zange oder Klammer: f S. HAINRICI. DCI. FILHEKE.

von Villenbach. Zwei
verschiedene Geschlechter dieses
Namens treten am Bodensee auf.
1) Anna von Vilibach, Gattin
des Ulmer Bürgers Hans Kraft,
1367, Claus v. V. und seine Gattin
Else, Herrn Conrad's vom Stain
Tochter, 1382, sowie die Gebrüder
Herr Wilhelm, R., Claus und Aul-
brecht v. V. 1382 wurden von der
Abtei Reichenau mit Gütern in
Tischingen belehnt, welches Dorf
Herr Nicolaus v. V., R., 1388
verkaufte. Wappen nach dem
Lehnsbuche der Reichenau: In
B. ein rechtsgekehrterg. Stierkopf,
bei Gruenenberg, fol. 178 b «Vi-
lenbach von Osemburg» mit s.
Hörnern; H.: zweis. Büffelhörner;

von Villenbach. m . t^

2) Diebold von Vilenbach 1451 und Jkr. Claus v. V. 1468 besiegelten Urkunden der Stadt Ra-
dolfzell. Dasselbe Wappen (in S. eine weißgefleckte # Henne; H.: ein g. Kegelhut mit # Stülp und

von Villenbach.
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