Kindler von Knobloch, Julius ; Badische Historische Kommission [Hrsg.]
Oberbadisches Geschlechterbuch (Band 1): A - Ha — Heidelberg, 1898

Seite: 550
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von Haustein — Hatzenberg.

vou HaUstatt.

Hatzenberg.

Miltenberger Codex, fol. 189; Jüngerer Donaue3chinger Codex, fol. 109a; Siebmacher I, pag. 133, No. 1.)
In der Züricher Wappenrolle No. 379 ist das Wappen mit einem pj: achteckigen Sterne im Obereck;
H.: ein wie der Schild tingirtes, mit neun Pfauenspiegeln besetztes Schirmbrett. Im Schilde über dem
Andreaskreuze ein sechsstrahliger ^ Stern und auf dem Helme ein # Rüden-
hals mit s. Halsbande; Hd.: weiß (Aelterer Donaueschinger Codex, fol. 182),
oder ein wachsender # Bär mit g. Halsbande und abgehauenen blutigen Tatzen;
Hd.: |£ g. (Bueheler, fol. 78). Das Wappen mit ^ Schildrande bezeichnet
Siebmacher V, pag. 244 als das der Freiherren v. Hattstatt, Stumpf, Chron. helv.,
IV, pag. 261 als das der Hattstatt von Schöpfland, Frei. Zu dem adeligen
Geschleehte dürfte David v. H. nicht gehören, welcher 1464 auf ewig aus der
Stadt Konstanz verwiesen wurde, weil er «frömbd Instrumente gemacht hatte,
mit denen man Stöcke und anderes aufbricht».

von Hattstein. Johannes v. H., 1519 Meister des Johanniterordens in
teutschen Landen, 1515 Comthur zu Heitersheim, 1522, 1539 Comthur zu Frei-
burg, f 1546 als Großprior zu Malta, Heermeister in teutschen Landen und
Fürst zu Heitersheim, 91 Jahre alt. Er gehörte dem bekannten f Rheinischen
Adelsgeschlechte an.

von Hattwiler. Mangold und Diethelm v. H., Z.
Urk. St. Blasien 1113.

Hatzenberg. 1) Geschlecht in Ueberlingen. Heinrieh
Hazzenberg, Bürger daselbst 1341; 1382 nebst seiner Gattin
Guta und seinem Sohne Burkard verstorben; sein anderer Sohn Hans Hazzenberg,
1377 Bürger, 1378, 1380 Zunftmeister der Rebleute, 1379 Pfleger des heil. Geist-
spitals, 1383 Richter in Ueberlingen, der Aeitere 1389, 1395; uxor: Elsbeth; seine
Tochter Katharina war 1380 Gattin des Peter Kupferschmid, Stadtschreibers in
Ueberlingen. Die Siegel des Hans H. zeigen im Schilde^ einen Hut (Eisenhut?)
mit herabhängenden Riemen und Ringen daran.

2) Geschlecht in Waldsbut, woselbst es 1463 vorkommt. Hierher gehört wohl Anna Hatzen-
berger, 1433 Klosterfrau zu Fahr im Aargau.

3) Geschlecht in Konstanz. Die Gebrüder Philips, Johannes, Petrus und Henricus die Hatzen-
berg empfingen vom Kaiser Ferdinand I d. d. Augsburg 1559. 20. 5., worin sie die Hazberg genannt
werden, und Augsburg 1559. 1. 7. auf den Namen Hatzenberger einen

erbländisch Oesterr. Wappenbrief mit dem Lehenartikel; Wappen:
In R. auf g. Dreiberge ein aufgerichteter s. Hatzrüde mit g. Hals-
bande; Steehhelm: der Rüde wach-
send; Hd.: r. s. Den Gebrüdern
Philipp, Hans und Heinrich Hatzen-
berg verlieh Kaiser Rudolf d. d. Prag
1583. 30. 10. den rittermäßigen
Adelstand für Reich und Erblande,
Berechtigung von zu erwerbenden
Gütern sich zu schreiben und
Wappenbesserung durch offenen
Helm. Im Adelsdiplom (K. K.
Adelsarchiv in Wien) ist der Hund
ein Windspiel, auf gr. Dreiberge
stehend. Der Rathsherr Heinrich
vergabte 1598 dem Spital in Kon-
stanz, Hans war 1611 Rathsherr
daselbst. Agathe H. testirte 1629
in Konstanz zu Gunsten^ihres Va-
ters Peter H.

Johann Hatzenberger in Kon-
stanz, wohl ein Verwandter der 1559
genannten Brüder, erhielt d. d.
Ulm 1559. 30. 6. einen Reichswappenbrief; Wappen: In G. eine ausgebogene r. Spitze, darin auf g-
Dreiberge ein aufgerichteter s. Rüde mit g. Halsbande; zu beiden Seiten der Spitze je eine einwärts-
gekehrte, auf dürrem Zweige sitzende, natürliche Elster; Stechhelm mit # g. r. s. Wulst, abfliegenden

Hatzenberg.

Hatzenberger.
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