Kindler von Knobloch, Julius ; Badische Historische Kommission [Hrsg.]
Oberbadisches Geschlechterbuch (Band 2): He - Lysser — Heidelberg, 1905

Blatt: 7
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strengen Joachim, Friedrich, Jacob, Wolfgang, Caspar, Melchior und Balthasar, des obigen Friedrich
Söhne und Brüder selig, und den edlen und gestrengen Hans Ludwig v. H., Sohn der Stifter. — Des
Hans Joachim Gattin: Gertrud Reiff, gen. Waelter von Bleidegg, Witwe des Christoph Widmann von
Mieringen, 1594, testirte schwerkrank 1610. 18. 3. und war 1611 todt. Kinder: a) Hans Ludwig,
todt 1610; er wurde wohl mehr als 10 Jahre alt (wie G. Bucelinus sein Lebensalter bezeichnet), da
er in Beuren an der Aach einen unehelichen Sohn hinterlassen haben soll; ß) Anna Catharina,
f 1617. 29. 9. ohne Testament; sie heirathete 1) Hans Leonhard Mundprat von Spiegelberg zu Zucken-
ried; II) Heiraths-Abrede 1604. 20. 11. mit Johann Gabriel Haan, Herrn zu Bleydeck, mit dem sie
1611. 17. 10. einen Jahrtag in der Pfarrkirche zu Aach stiftete; er war 1621 wieder vermählt mit
Maria Salome von Herrliberg, welche 1647 als Witwe urkundet. — b) Friedrich, 1564 minorenn,
1594 noch am Leben, hielt 1587. 26. 1. Heirathsabrede mit der damals schon alten und darum wohl
kinderlosen Anna Schilling von Wildegg, Witwe des Friedrich Schnabel von Schoenstein und des Wolf
Heinrich vom Stain. Als Zeugen sind dabei zugegen sein Bruder Joachim von Hiiggelsbach zu Volckartshausen
und seine Schwäger Hans Gaudenz von Raitenau zu Hofen und Lochau und Hans Albrecht Brümsin
zu Altenklingen, Fürstlich St. Gallischer Vogt zu Romanshorn, c) Franz Jacob, Hofmeister des jungen
Freiherrn von Moersberg, erhielt von diesem 1604 die Forstgerechtigkeit im Tanneck'schen Bezirke,
1609 das neue Haus Tanneck mit den zwei Burgställen, bisher Eigen, als Lehen, mußte aber schon
1609 seine Güter in Alt- und Neu-Tanneck an St. Blasien verpfänden und starb im April 1616, sep.
in Bonndorf; uxor: Maria von Hornberg; sein einziger Sohn: Johann Georg, Herr zu Dauenberg, Ai-
lingen und Volckertshausen, starb 12 Jahre alt als Letzter des Mannsstamms,
d) Wolfgang, f 1564. 8. 9. (Grabstein in Volckertshausen). e) Caspar 1551,
1564 zu Radolfzell, heirathete 1) (Abrede 1557. 18. 6.) Magdalena, Tochter Adams
von Homburg zu Langenstein; II) 1571 Maria Cleophe von Schinen, 1597 Göttel
in Aach; 3?) Dorothea von Reischach. Dieser Caspar von Heckhelbach (Hegkhel-
bach) empfing 1563. 27. 4. als Mainauischer Lehenträger vom Grafen Itelfrieclrich
zu Lupfen und 1570. 3. 6., zur Zeit wohnhaft zu Radolfzell am Untersee, vom
Grafen Heinrich zu Lupfen die Vogtei zu Immenstaad am Bodensee zu Lehen,
f) Melchior, 1551, und g) Balthasar, wohl jung verstorben.

Der Heggelbach, welcher vormals in französischen Kriegsdiensten gestanden
und unter Max von Ebenstein, R., in Mailand gelegen hatte, sollte 1528. 30. 10.
wegen freventlicher Reden gefangen gesetzt werden. Die Hegkelbächin heirathete
Heinrich Zimberer (f um 1545), Bastard des Freiherrn Gottfried von Zimmern.
Jacob Heckelbach aus Simmeringen und Christoph IL aus Straßburg wurden
1597. 19. 11. auf der Universität Freiburg immatriculirt.

Wappen: In S. zwei b. Balken (so im Siegel Eberhards 1296): H.: auf r.
Kissen ein mit weißen Federn strahlenförmig besetzter it Ring. (Zür. Wappen-
rolle, Xo. 426: Hägeinbach.) In S. drei b. Balken; H.: ein r. Rüdenhals mit von Heggeibach,
s. Halsbande; Hd.: r. s. (Siebmacher, I, pag. 118, No. 2, und von Hattstein,

III, 2, pag. 61.) Mit derselben Helmzier, aber zu sechs Plätzen getheilt, siegelte Wolf v. H. zu Aach
1528, 1531; zu acht Plätzen s. b. getheilt (Lehnsbuch der Reichenau) und Hd.: roth: älterer Donau-
eschinger Wappencodex, fol. 118a. Ebenso getheilt; H.: ein wachsender weißer Bär; Hd.: b. s. (Ueber-
linger Geschlechterbuch). Mit derselben Helmzier, aber vier b. Balken in S. der Grabstein des (1564.
8. 9. f) Junkers Wolf v. H. in der Kirche zu Völkershausen. Vier Balken im Schilde zeigen auch
die Siegel der Brüder Heinrich und Johann v. H. 1326. Das Wappen des Franz Jacob Heggelbach
zu Danneck im Hofwappenbuche des Herzogs Ferdinand von Bayern 1593 zeigt in B. vier s. Balken;
H.: ein wachsender s. Bracke; Hd.: b. s. Wohl derselbe Franz Jacob v. H. zu Alt- und Neuen-
Thanneck schrieb sich 1611 in das Respinger'sche Stammbuch mit folgendem Wappen ein: Der vorige
Schild auf einem durch vier Linien g. b. g. s. b. g. b. s. geständerten Rückschilde ruhend; drei Helme:
1) zwei b. g. schräggetheilte Büffelhörner; 2) ein wachsender natürlicher Luchs; 3) ein Beutelstand mit
drei Zipfeln, deren erster s., der zweite und dritte s. b. schräglinksgetheilt, jeder Zipfel mit einer gr.
Tanne besteckt; Hd.: b. g. (Neuer Siebmacher. Der f Württembergische Adel, pag. 94.) Siehe auch
von Heppach.

Heggenzer von Wasserstelz. Die Heggenzer (Heggezer, Heggezy. HeggenzL, welche schon 1250
Patrizier in Konstanz gewesen sein sollen, erscheinen um diese Zeit als ein angesehenes Geschlecht der
Stadt Schaffhausen; später traten sie in den Dienst der Bischöfe von Konstanz. In die auf S. 8—9
gegebenen Stammtafeln würden noch folgende Personen einzureihen sein: Wilhelm Heggenzi, 1320 des
Raths, 1329 Bürger in Schaffhausen. Jacob Heggezi aus Schaffhausen 1324 — f 1335. 8. 3., Abt von
Wettingen. Elisabeth Heggetzi, Gattin des R. Hug von Griesheim 1362, 1363. Peter Schäcklin gen.
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