Kindler von Knobloch, Julius ; Badische Historische Kommission [Hrsg.]
Oberbadisches Geschlechterbuch (Band 2): He - Lysser — Heidelberg, 1905

Blatt: 69
Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kindlervonknobloch1898bd2/0071
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
von Hochstetten — Hoecklin von Steineck.

69

von Hochstetten. (H. Dorf im B.-A. Breisach.) Cöno de Hostat et uxor Cönonis de Hohstat im
Rot. Sanpetr. genannt. Heinrich von Hochstat Z. Urk. des Klosters Marienau 1266. Heinrich von Höch-
stetin 1270 Z. Klingnau. C. de Hostat 1269. Herr Cunrat von Hohstat 1277 Z. in Breisach, 1283.
Graf Ulrich von Pfirt verlieh 1312 den Gebrüdern Ulrich und Walter Höchstetter, Ek., für Söhne und
Töchter 56 Viertel Korngelds auf der Mühle zu Sennheim. Die «edele frouwe» Catharina, Tochter
Cüntzelins von Hochstatt, Gattin des Ek.'s Härtung von Uff holz, verkaufte 1348 dem Kloster Lützel Zinse
in Mülhausen und Pfastatt. Ulrich von Hochstetten und Cüntzelin von Hohstat 1351 Ek. im Sundgau.
Cuntz von Hochstatt 1348, seßhaft zu Masmünster, Oesterr. Lehnsmann im Oberelsaß 1361, 1362. (Ein
Dorf Hochstetten im Canton Altkirch.) Marzolf Hochstett hatte um 1550 ein Reichslehen in Hagenau.

von Hochstraß. (Hohlengraben, Zinken im B.-A. Freiburg, oder wohl das zu Tägerwylen im Thur-
gauischen Bezirk Gottlieben gehörige Schloß Hochstraß.) Hartmann von Baldeck 1256, 1294, in dritter
Ehe vermählt mit Anna von Hochstraß, und sein Sohn Hartmann v. B. mit Geppa von Elgg, entsprungen
dem edlen Geschlechte v. H. (v. Liebenau, Die Herren von Baldeck). Heinricus dct. Hochstraße, Bürger
in Konstanz, 1331.

Hochwang. Heinrich H. et uxor Catharina Seder 1368. Elisabeth Hochwengin, wohl Gattin
des Ulli Brock, Bürgers in Markdorf, 1393.

Hoej?klin von Steineck. Ein angeblich aus dem Sundgau nach dem Breisgau eingewandertes
Geschlecht, über dessen Adelserhebung im K. K. Adels-Archiv in Wien nichts zu ermitteln gewesen ist.
Heinrich Hoecklin bemühte sich 1473 nebst dem Vogte Näff von Spiegelberg um das Salzmonopol
und um Bestätigung der Jahrmärkte für die Stadt Schopfheim. Der Bruder dieses Heinrich, Amts-
schreibers und Almosenempfängers in Schopfheim, war der gelehrte Jurist Appolinar H. in Basel,
welcher herrschaftlicher Vogt in Schopfheim wurde und mit Susanna Rot, aus dem Baseler Patrizier-
geschlechte, das Gut Gaertringen im Lande Lützelburg, Bisthum Basel, erheirathete. Er soll 1509 in
den Adelsstand erhoben und vom Markgrafen mit dem Burgstal Steyneck (Stainegg, Staineck, Steineck)
bei dem Steinighofe, B.-A. Schopf heim, belehnt worden sein. Der Markgraf belehnte ihn 1520 auch mit
dem Fischwasser zu Schopfheim und einem Edelmannssitze in der Stadt. Apollinaris H, 1531 Mark-
gräfi. Abgesandter zum Friedensschlüsse in Basel, wurde 1531 Obervogt in Schopfheim, welches Amt
er bis zu seinem Tode 1536 bekleidete. Sein Sohn zweiter Ehe, Dr.
jur. Johann Heinrich H., wurde nach ihm Obervogt in Schopfheim,
f 1563, wurde nebst seiner Gemahlin Maria von Anweil, lebte noch
1582, in der Kirche zu Schopf heim beigesetzt. Von seinen Kindern
war Maria Barbara Gemahlin des Johann von Ulm zu Wellenberg,
f 1582, Kunigund Gemahlin des Christoph Daniel von Anweil und
Franz Christoph, welcher als Letzter des Mannesstammes verstorben
sein soll, 1600—1612 Vogt und Hauptmann zu Schopf heim. Der-
selbe hatte fünf Töchter, darunter Salome Jacobe, deren Gemahl
Johann Jacob Vinther von Steineck, Markgräflich Durlach. Oberamt-
mann der Herrschaft Roeteln, 1665 starb und Barbara, deren Gemahl
Hans Philipp von Offenburg 1626 starb. Wohl weitere Töchter
des Franz Christoph waren: Susanna, deren Gemahl Hans Christoph
von Offenburg, Bruder des Hans Philipp. 1612—1619 Obervogt in
Schopfheim war; Kunigund, deren Gemahl Hans von Ulm von
Erbach 1617 Landvogt zu Roeteln war; Clara Eva, Gattin des
Johann Jacob Christoph von Ulm von Erbach zu Schopf heim,
Bruders des vorigen Hans; er lebte 1630 in Schopf heim. Hans Hein-
rich Hoeckhlin war 1553 Herzogl. Württemb. Obervogt zu Balingen.
Johann Heinrich H. v. S. ehelichte Barbara Varnbueler, wiederverm. Hoeckliu von Sleiueck-

an Michael von Rappenberg. Johann H. v. S. heirathete 1578 Catha-
rina Waldner von Freundstein, n. 1551, f zu Clerval 1586. Susanna H. v. S. war Gattin des
Hans Philipp von Offenburg, Obervogtes zu Farnsberg, n. 1560. 8. 5. Kunigund von Schoenau,
Witwe des Hans Jacob H. v. S., gewesenen Landvogtes in Mümpelgard, j zu Stuttgart 1577. 13. 3.
im 60. Jahre. Maria H. v. S. 1585 Gattin des Johann von Ulm in Wellenberg. Maria Cleophe war
Gattin des 1650 f Pfarrers Schoene in Maulburg. Sabina Höcklerin, welche 39 Jahre Gattin des
Spezial Samuel Brodhag gewesen war, f in Schopfheim 1660. Eine H. v. S. war vermählt an einen
von Tegernau. Wappen: b. s. gespalten mit einer Lilie wechselnder Farbe; H.: zwischen offenem b.
bez. s. Fluge eine s. b. gespaltene Lilie; Hd.: b. s. (Siebmacher, II, pag. 101, No. 10). Der Flug wie vor
ohne die Lilie: Jüngerer Wappencodex in Donaueschingen, fol. 159; der Flug vorn s., hinten b. ohne
die Lilie (Siebmacher, V, pag. 118, No. 5).
loading ...