Kindler von Knobloch, Julius ; Badische Historische Kommission [Hrsg.]
Oberbadisches Geschlechterbuch (Band 2): He - Lysser — Heidelberg, 1905

Blatt: 118
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Freiherren von Hornstein.

Langenbruecken um 360 fl. an Zürche von Hornberg verkaufte, was Bischof Raban 1408. 15. 8. bestätigt.
Horneck von Hornberg der Aeltere und Horneck von Hornberg der Jüngere, Vater und Sohn, wurden
1429. 9. 10. vom Markgrafen Bernhard von Baden mit einem Theile des Schlosses Andeck belehnt. Horn-
ecke von Hornberg 1422, mit seinem Sohne Philipp v. H. und dessen Gattin Tschanate, Tochter des
Wyrich von Hohenburg, urkundend 1466. Hans H. v. H. 1447 Schwager des Reinhard von Schauen-
burg, 1459. Melchior 1488. Jkr. Arnold H. v. H, Amtmann in Susenberg, 1516 Lehnsempfänger für
das Kloster St. Trudpert. Melchior von Horneck, seit 1531 der 83. Abt von Gengenbach, f in apostasia
1540. Die Chronik sagt von ihm: omnia dilapidavit, turpis apostata. «Der edel und vest Jörg
Hornecker, seßhaft zu Cappell an der Eitz im Breisgau» und seine Gattin Maxima von Grebern ver-
kauften Zinse in Kappel 1561. Wappen: In G. auf r. Dreiberge ruhend ein r. Jagdhorn mit ver-
schlungener ^ Schnur; H.: zwei s. ^ übereck getheilte Büffelhörner; Hd.: ^ s. (Siebmacher, I,
pag. 118, No. 7 und pag. 196, No. 4.) Die Hd. r. s. im älteren Miltenberger Codex, fol. 21.

Freiherren YOn Hornstein. Der Stammsitz des Geschlechtes ist die Burg Hornstein an der
Lauchart im O.-A. Sigmaringen, welche laut Familienbeschluß im Jahre 1877 abgebrochen wurde und
seither Ruine ist. Die Burg Hertenstein, nach welcher ein Zweig des Geschlechts sich nannte, lag nahe
dabei. Die Herren von Hornstein sind durch ihren Besitz wie durch ihre Ausbreitung eines der be-
deutendsten Geschlechter in Oberschwaben und kommen schon seit den ältesten Zeiten auf Ober-
badischem Gebiete vor, mit dessen Geschichte sie auch eng verknüpft sind. Es ist vorläufig nicht mög-
lich, das ganze Geschlecht in allen seinen Linien und Zweigen auf einen gemeinsamen Stammvater
zurückzuführen, und muß ich mich darauf beschränken, für die ältere Zeit die auftretenden Personen
in chronologischer Folge zu geben. Erst in späterer Zeit lassen sich die einzelnen Linien nach ihrem
Besitze sondern. Die mit Burkard von Hertenstein, R , dem Stammvater des noch blühenden Ge-
schlechts, beginnende Stammtafel hatten die Freiherren Eduard von Hornstein zu Grueningen und
Camillo von Althaus zu Freiburg im Breisgau die große Liebenswürdigkeit mit unendlichem Fleiße
durchzusehen und zu vervollständigen, wofür ich denselben an dieser Stelle meinen aufrichtigsten Dank
ausspreche.

Zuerst erscheint Albert von Hornstain, welcher zwischen 1194 und 1228 dem Kloster Ottenbeuren
zu seiner Vorderen, zu seinem und seiner Gattin Gepun Seelenheile Güter zu Wolfsölden vergabte.
Hermann Z. Urk. der Grafen von Veringen 1252, 1267. Heinrich, R. 1254, 1262, zu Bingen 1265;
sein Sohn Hermann, R. 1262, 1289, Z. Urk. der Klöster Reichenau und Heiligenkreuzthal, und dessen
Sohn Hermann, 1289, 1317, todt 1333. Hermann, 1254, 1297, Walter, 1254, 1297, und Mangold,
1254, 1295, Gebrüder. Manegoldus, 1270, 1320, et Gosswinus de Hornestain, 1270, 1289, fratres.
Conrad 1286. Goswin, 1283, 1289, und Rorwolf, 1289, Domherren zu Chur. Mangold, R. 1290.
Conrad, Bruder des vorgenannten Goswin, 1289, 1299. Hermann 1291. Walter, 1292, 1294. Johann,
R. 1304, senior 1311. Seine fünf Söhne waren: 1) Hermann, Pfarrrector zu Blochingen, O.-A. Saul-
gau, 1293, 1311, zu Seekirch 1315, 1329, hatte Güter zu Heudorf 1303, 1311 als Leibgeding,
f 1333 und wurde im Kloster Heiligkreuzthal, dessen Gutthäter er war, begraben. Dieser Hermann,
Kirchherr zu Seekirch, vergabte 1330 an Kloster Salem. 2) Ludwig, 1294, R. 1305. 3) Mangold
oder Manz, 1294, 1307, R. 1311, erhielt 1314 mit seinem Bruder Heinrich vom Grafen Eberhard
von Landau den Flecken Erringen und den Hof in Holstetten als Pfand und 1322 vom Kloster
Zwiefalten Güter in Ensenheim zu Lehen; sein und seiner Gattin N. von Ensenheim Sohn Her-
mann lebte 1307. 4) Heinrich, 1294, R. 1304, 1323. 5) Johannes, 1294, R. 1313, 1322. Peter,
R. 1295, 1307. Dominus Hartnidus de Hornstain, Pfarrer in Krauchenwies 1300, Pfarrer in Bila-
fingen. Irmelgard, Aebtissin von Heiligkreuzthal 1304. Agnes, Gattin Johanns von Hoelnstein, 1304,
1305. Conrad von Hornstein der Lange 1305. Mangold und sein Sohn Conrad hatten Burg Voeh-
ringen 1303 als Oesterreich. Pfandlehen. Conrad schenkte 1312 mit seinen Brüdern Hermann und
Hans dem Kloster Heiligkreuzthal einen Leibeigenen, 1327 Schiedsrichter bei Salem wegen der Burg
Grueningen und Württemb. Pfleger in Sigmaringen, 1332, 1338 Vogt zu Sigmaringen, R. 1338, Oheim
des Fritz von Magenbuch; stiftete 1343 mit seinem Bruder Hermann die Frühmesse zu Mengen. Peter
und Bernhard, Oesterreichische Lehnsmannen 1313. Manz und Ulrich vergabten 1321 an Kloster
Zwiefalten. Rudolf, R. 1328, 1339; uxor: Anna von Randeck, 1330, 1339. Berchtold 1330. Heinrich
v. H. zu Daugendorf, 1330, 1339; seine Schwester Catharina 1330 Klosterfrau in Heiligkreuzthal.
Hermann, R., f 1333. 28. 1.; er hatte an Heiligkreuzthal vergabt. Elisabeth 1333 Aebtissin des
Cisterz.-Klosters Wald. Heinrich 1338. Heinrich und Johann verkauften 1342 einen Hof in Sangen-
weiler an Kloster Weingarten. Adelheid, Priorin in Kirchheim 1344. Conrad 1345. Hans verkaufte
1345 dem Stifte Buchau Reichenauische Lehengüter in Kanzach. Anna, des f Walter v. H. Tochter,
Gattin Burkards von Freiberg, hatte 1348 Gerechtsame in Menningen und Leutishofen, B.-A. Meßkirch.
Heinrich v. H. zu Bitzkofen, dessen Schwester an einen von Buwenburg vermählt war, verkaufte 1532
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