Kindler von Knobloch, Julius ; Badische Historische Kommission [Hrsg.]
Oberbadisches Geschlechterbuch (Band 3): M - R — Heidelberg, 1919

Seite: 23
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von Manhover — Manincor von Casez.

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Andreas M., presbyter, olim camerarius chori ecclesiae argentinensis, von dem Ludwig Roeder, Ek. in
Gengenbach, ein Haus in Straßburg geerbt hatte, welches dessen Sohn Andreas R., Ek. in Lahr, 1459
verkaufte. Bartholomaeus dct. Mangolt de Offenburg et uxor Eilsa verkauften Zinse in Ebersweier,
B.-A. Offenburg, 1394. 16. 2. Berchtold M. war 1424 der 75. Abt von Gengenbach. Herr Nicolaus
Mangolt, Priester, Kirchherr zu Wolfenweiler, B.-A. Freiburg, 1445, 1475, war 1460 auch Dechan der
Dechanei zu Breisach.

von Manhover. Das Ueberlinger Geschlechterbuch des Georg Hahn gibt das Wappen der v. M.
in Gr. ein s. Ring mit gr. Steine; das Feld innerhalb des Ringes ist roth.

Manincor von Ca-
sez. Die Manincor oder
Manicor waren ursprüng-
lich eine Notarenfamilie,
Manicordi, welche 1528
(Diplom nicht mehr vorhan-
den) das redende Stamm-
wappen erhalten haben
soll: in B. ein von links

Mannhover.

Manincor.

Manincor.

aus dem Schildrande hervorwachsender gekrümmter Arm, in r. Aermel mit w. Aufschlage, welcher
zwischen zwei g. Sternen ein r. Herz hält; Stechhelm: zwischen offenem mit je einem g. Sterne
belegten b. Fluge der das Herz emporhaltende Unterarm; Hd.: b. s. und r. s. Kaiser Rudolf II erhob

das Geschlecht d. d........1586. 20. 5. in den Reichsadelstand und bestätigte d. d........1590.

10. 12. seine adeligen Freiheiten. Das vermehrte Wappen (1586) zeigte im gespaltenen Schilde vorn in
B. einen oben unten von einem g. Sterne begleiteten, aus der Theilungslinie hervorgehenden, ein r.
Herz haltenden g. bekleideten Arm, hinten in R. ein g. Löwe; gekr. offener Helm: zwischen offenem,
mit je einem g. Sterne belegten b. Fluge der das r. Herz emporhaltende g. bekleidete Arm; Hd.: b.
g. und r. g. (Siebmacher IV, pag. 178, No. 12). Kaiser Rudolf II gab den nachbenannten Vettern
Manicordi di Casetio d. d. Innsbruck 1590. 10. 12. eine Reichsadelbestätigung und besserte ihr Wappen
durch Beifügung des Wappens der mit Onuphrius f von Cillä. Die Begnadeten waren die Gebrüder
Hieronymus, Anton, Cyprian und Johann Baptist, sowie ihre Vettern Anton, Matthäus und Christoph,
Söhne des f Johannes, Christoph, Andreas und Anton, Söhne des f Peter, Anton, Sohn des f
Vigilius, und Nicolaus, Sohn des f Andreas. Wappen 1590. 10. 12. geviert: 1 und 4 der gespaltene
Schild = 1586. 20. 5., 2 und 3 in Gold drei schrägrechtsgestellte Mohrenköpfe mit w. Stirnbinden
(von Cillä); zwei gekr. Helme: 1) = 1586; 2) ein wachsender g. Löwe; Hd.: b. g. und ^j: S- (Sieb-
macher IV, pag. 120, No. 4). Nach dem Tode des Wolf Waldner empfing die Hälfte seiner Vorder-
österreichischen Lehen (Dorf Brunstatt) 1601, auch 1613, Dr. Hieronymus Manincor, der 1609. 7. 1.
mit 1/i des Dorfes Morschweiler belehnt wurde. Nach dem Erlöschen der Schnewlin von Kranznau
empfing deren Vorderösterreichische Lehen die halben Dörfer Boetzingen (B.-A. Emmendingen), Schaff-
hausen und Buchenbach 1606. 19. 6. der Kaiserliche Geheime Rath Herr Hieronymus Manicor, mit
welchen nach seinem Ableben seine Söhne Dr. Christoph, Ludwig, Ferdinand, Cyprian und Johann
Baptist 1616 und 1621 belehnt wurden. Der vorgenannte Hieronymus Manicordi di Casetio erhielt
1603. 11. 10. für sich und seine Brüder Cyprian und Johann Baptist für ihren Ansitz in Arz auf Nons
Adelsfreiung und die Erlaubniß sich davon «zu Freieck» schreiben zu dürfen, sowie 1608. 5. 5. die-
selbe Vergünstigung für einen Ansitz, den er in Kaltem erbaut und Ehrenhausen benannt hatte. Die
Gegend am See, wo diese Besitzungen lagen, heißt noch Manincor. Des Hieronymus Sohn Ludwig
Manincor zu Freieck und Ehrenhausen (1637 Mänigkhor von Casten zu Freyegg und Ernhausen),
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