Kindler von Knobloch, Julius ; Badische Historische Kommission [Hrsg.]
Oberbadisches Geschlechterbuch (Band 3): M - R — Heidelberg, 1919

Seite: 116
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Morgenstern

von Morschweiler.

der Stube zum Gauch in Freiburg, wogegen Georg Morell zu Costentz, 1562 Geselle zum Gauch in
Freiburg, in einem durch aufsteigende Spitze getheilten Schilde drei rechtsgekehrte Mohrenköpfe mit fliegen-
den Stirnbändern führte; H. ein g. gekl. Mohrenrumpf mit abfliegender g. Stirnbinde; Hd. i^ g.
Jacob 1583—1590 und Conrad 1591—1599, beide von der Gemeinde, waren des Raths in Konstanz.
Conrad vergabte 1602 dem Seelhause in Konstanz 100 fi. Das Wappen 1555. 8. 3. zeigt auch das Por-
trait eines Johann Georg M., des inneren Rathes und Bürgermeisters (in Ravensburg?).

Morgenstern. Dietrich M., des Herrn Cuno von Falkenstein Vogt zu Verstetten (Voerstetten,
B.-A. Emmendingen) 1374.

Morhart. Altes rathsfähiges Geschlecht in Freiburg. Johannes Morhardus, des Raths 1238.
Dnus. Johannes dct. Morhart 1243. Herr Arnold Werre, Salmann der Kinder seiner Tochter von

Hern Cunen dem Wibeler selig und der Kinder nächster Mage Al-
brecht M. 1277.20.10.; derselbe im Rathe 1280. Morhart der Alte
Z. 1290. Bruder Heinrich Morhart von Vriburg, (Barfüßer-)Mönch, Z.
Colmar 1295. 20. 2. Cunrat M. von Endingen, 1312; er verkaufte
1316. 24. 7. nebst seinen Kindern Walter, Johannes, Elisabeth, Ka-
tharine, Adelheid und Margarethe, diese beiden noch minorenn,
mit Willen des Niclaus M., Salmannes der Kinder, um 31 M. S.
Güter in Endingen und Riegel der Propstei Allerheiligen in Freiburg.
Henzi, im Rathe zu Freiburg 1313. Heinrich M. 1315, im Ratbe
1318—1334, der Schriber genannt 1328; sein Sohn Rudolf im Rathe
1326, 1334. Heinrich, Rudolfs Sohn, 1334, 1347; er kaufte Zinse
in Ehrenstetten 1335, welche nach seinem Tode 1366 seine Töchter,
die Jungfrauen Clara und Thine M., veräußerten. Frau Mai'greth,
des Cunrat M. sei. Witwe, und ihr Sohn Cunrat 1342; derselbe trat
1360 für Johann M. selig als Bürgen ein. Hans Bruemsi gen. Mor-
hart und seine Gattin Gretha 1353. Hentzmann M., Bürger in Frei-
burg 1360. Clewi M. der Metzger in Freiburg 1378. Das Necro-
logium des Klosters Günthersthal nennt Anna Mornhartin dicta Tulen-
höbtin f 2. 1. und Margaretha Morhartina f 13. 3.

Discretus vir Joannes Morhart de Wesingen, clericus Spirensis
dioec, wird 1422. 17.1. als erster Kaplan einer neugestifteten Pfründe
in der Stadt Steinbach präsentirt. Derselbe Herr Johannes M. war
1431 Leutpriester in Ottersweier.
Die Gebrüder Sebastian und Christoph Morhardt empfingen vom Kaiser Karl V d. d. Regensburg
1556. 27. 5. einen Wappenbrief mit Lehenartikel. Caspar Morhard, der Rechten Doctor, des Kaiserl.
Kammergerichtes zu Speyer Advocat und Procurator, sowie sein Bruder Plans wurden vom Kaiser-
Rudolf II d. d. Prag 1605. 8. 2. unter Verleihung des Palatinates in den Adelstand erhoben.

Morolf. Agnese Morolfm und ihre Brüder Heinrich und Clawes die Stiere, Bürger in Endingen,
verkauften Zinse daselbst dem Kloster Thennenbach 1335. 20. 6.

Mors. Peter Morß, Bürger in Markdorf. Wohl ohne Zusammenhang mit dem als Zeugen einer
Urkunde des Bischofs Konrad von Straßburg 1199 auftretenden Ministerialen Hugo Mors.

von Morschweiler. Der von Morswilre und der Koler waren die Vertreter
des Herrn Ludwig von Staufen in dessen Streite mit der Stadt Freiburg 1281.
9. 1. (Schreiber, Urk.-Buch I, pag. 89). Der v. M. entstammte einem der vier
Dörfer d. N. im Oberelsaß: Niedermorschweier bei Kaisersberg, Niedermorschweiler
bei Mülhausen, Obermorschweier bei Egisheim und Obermorschweiler bei Alt-
kirch. Die nach dem letzteren Dorfe benannten Edelleute führten den Beinamen
Stammler und im Schilde einen Schrägrechtsbalken, so in ihren Siegeln die R.
Hugo und Nordewin v. M. 1290 und der Ek. Petermann 1384. Einem der an-
deren Dörfer entstammte der Vertreter des Herren von Staufen, wohl der 1283,
1299 in Urkunden vorkommende Herr Ulrich von Morswilre, R., dessen Siegel
im getheilten Schilde oben zwei linksgekehrte bartlose Köpfe zeigt, deren ersterer
anscheinend eine Mitra, der andere einen Turban trägt. Die Siegel seiner Enkel,
Herr Ulrich, R., und Rüstelin, Ek., von Morswiler 1356 zeigen oben zwei rechtsgekehrte (Mohren-)Köpfe.
Das Ms. Wappenbuch des G. von Stadion zeigt pag. 226 den Schild «von Merswil»: getheilt, unten
roth, oben in S. zwei rechtsgekehrte g. gekrönte natürliche Jungfrauenköpfe. Der Donaueschinger
Wappen-Codex gibt fol. 165 das Wappen «von Mörschweiler» getheilt, oben in g. ein wachsender r.

Morell.

von Morschweiler.
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