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Röbelin
Roder.
Röbelin (auch Röbelin von Achern). I) Johann R., Vogt zu Ortenberg 1362. 14. 10. und 1363,
des Domstiftes zu Straßburg, Vogt und Amtmann zu Achern 1366.16.10. und 1373.28.7. Konrad
(oder Conz) R., Vogt zu Ortenberg 1362 und 1365.26.11., rex chori ecclesie argentinensis 1380.18.1.
und 1381. 15. 5., stiftet auf den Hilarius-Altar der Pfarrkirche zu Sasbach eine Priesterpfründe 1383.
Jakob R. von Achern, Vogt zu Sasbach, Bürger zu Offenburg, wohl tot 1426; seine Kinder: A) Katharina,
Gattin des Magister Jacobus Manlich baccalaureus in decretis procurator curiarum «eccl. arg.»
1326. 26. 9. B) Brigitte verkauft Teile der Hinterlassenschaft ihrer f Schwester Katharina Manlich
1436. 20. 8. C) Susanne, Gattin des Wilhelm von Schauenburg, der seine Gattin 1430. 5. 9. bewittumt,
wobei seine Schwäger Hans Schuch von Enzberg und Reinbold R. Zeugen sind. D) Reinbold zu
Offenburg 1430. Bartholomäus R. ist Bürge für Matthäus von Schauenburg 1482. 8. 6.
S. Ein springendes otterähnliches Tier. (Siegel des Johannes R. 1362 und 1365.)
II) Freiburger Bürgergeschlecht: Clewi Röeiblin, Bürger zu Freiburg, Mitkollator der Russin-
Pfründe zu Freiburg 1349. 4. 9. Nikolaus R., Bürger zu Freiburg 1365, 1369. Michael R., Bürger
zu Freiburg 1374. 29. 3., 1386, 1392. Clewi R., Bürger in Freiburg, verkauft an Else Viellieben Gülten
in Endingen 1399. 19.11.
W. Sparren, über dem Sparren zwei Steine, unter dem Sparren ein Stein. (Siegel des Clewi R.
1399. 19. 11.)
VOil Rode. I) Anscheinend ein oberbadisches Geschlecht. Frater Cunradus de Rota ist Zeuge
einer Urkunde des Grafen von Freiburg 1248. 28. 7. C. de Rode ist Zeuge, als der Edelfreie Hugo
von Tiefenstein einen Hof in Tegerfeld an das Kloster St. Blasien verkauft 1265. 30. 4.
II) Ein pfälzisches Geschlecht, das sich nach Rhodt bei Edenkoben benannte und wahrscheinlich
ein Zwreig des Geschlechtes von Barbelrode (Dorf östlich Bergzabern) war. Eckhard von R., Lehens-
mann der Grafen von Eberstein 1404. 14. 10. Hans Röder zum Rocle und Hans Rodder von Roden-
dorf widersagen dem Pfalzgrafen Ludwig wegen des Markgrafen Bernhard von Baden 1424. 8. 6.
Georius Roder de Wertheim und Joannes Roder Dirckheimensis (Dürckheim, B.-A. Neustadt in der
Rheinpfalz) auf der Universität Freiburg immatrikuliert 1464.21.1. Bernhardus de Roeder in Toul
1595 und 1598. Eva Elisabeth von R. (nach Humbracht Tochter Philipps und der Agathe Oben-
traut), f 1636, heiratet zu Schloß Ingweiler 1608.9. 2. Philipp Jakob von Enschringen; er erhält den
Seelhof als Erblehen 1619, pachtet den Schweighof bei Lichtenberg 1627—1633, ist Kapitän auf
Lichtenberg 1641. 10. 1. Kommandant zu Hanau, f 1651. 26. 11. im Alter von 79 Jahren. Die Gattin
des Junkers Balten(!), geborene Röderin, ist Patin des Georg Ludwig von Venningen zu Rappoltsweiler.
Konrad Röder ist 1648. 24. 11. tot und wird eine Seelenmesse zu Lichtental für ihn gelesen. In
Leimen bei Pirmasens stand ein Röderhof, der aber schon 1237 im Besitze der Grafen von Leiningen
war. Es ist sehr fraglich, ob hierher gehören: Plans Röder von Berge verspricht der Stadt Nürnberg
Nikel Lanzen bis zum nächsten St. Jakobstage (15. 7.) lebendig für 1000 fl. oder tot für 500 fl. über-
antworten zu wollen; die Stadt verspricht ihm ferner für jeden Edeln von den Helfern des Lanzen
lebend 100 fl. und tot 20 fl., für jeden Reisigen tot 20 fl. zahlen zu wollen, und ihn nach der Nieder-
werfung des Lanzen zwei Jahre gegen gewöhnlichen Sold in den Dienst der Stadt nehmen zu wTollen
1415. 22. 5. Ferner Elisabeth R. von Siebendingen, Tochter Heinrichs und der Anna von Altorf
genannt Wolschlager, heiratete um 1480 Wolf von Affenstein (Humbracht, Höchste Zierde, S. 238).
Die von Barbelrode Urkunden erstmals 1277, als Konrad von Barbelrode und seine Gattin sich
verpflichten, dem Kloster Eussertal eine Gülte zu entrichten, Zeugen die Vettern: Hugo und C. de B.,
Ritter 1277. Die von B. sind wohl frühe erloschen; denn Friedrich der Junge Roder von Rodeck
verkauft die markgräflichen Lehen zu Barbeiroth, die seiner Ehegattin Agnes von Zaiskam gehören
1431. 17. 9.
v. Rode (Rodele) s. auch Röder aus der Ortenau.
von Roden. Ritterbürtiges Dienstmannengeschlecht, das sich nach Schneggenroden, später seit
c. 1434 Hohenroden genannt, im Oberamt Aalen in Württemberg benannte, und von 1214—1536 Ur-
kunde! (Siehe Näheres über dieses Geschlechts in der Oberamtsbeschreibung Aalen, S. 156 —157 und
O. von Alberti, Württembergisches Adels- und Wappenbuch 646). Die noch heute in Württemberg
blühenden Freiherren von Röder entstammen einem ritterbürtigen Dienstmannengeschlecht des Herzog-
tums Anhalt.
v. Roden s. auch Röder aus der Ortenau.
Roder. I) Hohrod (Kanton Münster in Oberelsaß) ist der Stammsitz dieses Geschlechtes.
Conradus de Rodere, Zeuge einer Schenkungsurkunde des Ulrich von Gotenburc (Judenburg) an die
Abtei Pairis 1194. Heinricus de Rode, Bürger in Sulz 1271.6.7. und 1272.25.1. Ita R. und ihr
Sohn Ulrich R., Mönch im Kloster Pairis, f 1288. 4. 7. Wernherus de Rode, Schultheiß von Sulz 1293



