Kunst und Künstler: illustrierte Monatsschrift für bildende Kunst und Kunstgewerbe — 10.1912

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MAUERSTRASSE 36

EINE BAUGESCHICHTLICHE UND LITERARISCHE STUDIE
AUS DER ZEIT DES ALTBERLINER SALONS

VON

HANS MACKOWSKY

ie Mauerstrasse mit ihrer charakte-
^ ristischen Krümmung bezeichnete ur-
sprünglich die südwestliche Grenze, die
Friedrich I. seiner Lieblingsschüpfung,
der Friedrichstadt, zu geben gedachte. Hier sollte
der neue Stadtteil mit Mauer und Fortifikation gegen
den Tiergarten abgegrenzt und diese Grenzlinie über
die Zimmer- und Kochstrasse hinweg mit der Junker-
strasse in Verbindung gesetzt werden.

Die Ausbauung des neuen Stadtteils, seit 1688
mit Eifer nach Nerings Plänen betrieben, erstreckte
sich bei des Baumeisters Tode 1695 etwa auf 300
Häuser. Grünberg und Behr — nach dem die
Behrenstrasse den Namen führt — folgten ihm,
und 1730 waren die neu abgesteckten Strassen,

„wenn auch nicht vollständig und ohne öftere ernste
Mahnungen", fast gänzlich bebaut. Da beschloss
Friedrich Wilhelm L, der die Leidenschaft des Bauens
in keinem geringeren Masse, wenn auch mit ganz
verschiedenem Endzweck wie sein Vorfahr übte,
die Anlage zu erweitern durch Hinzunahme des
zwischen Quarree, Achteck und Rondell gelegenen
Terrains, das er mit der Wilhelmstrasse und der ver-
längerten Leipziger Strasse kreuzförmig durchschnitt.
Gewiss nahm sein auf die gerade Linie eingestelltes
Soldatenauge Anstoss an der Krümmung der Mauer-
strasse, der einzigen, die sich nicht dem rechtwinklig
aufgeteilten Schema der ganzen Anlage einfügte.
Aber da die westliche Seite der Mauerstrasse schon
bebaut war, so ging es nicht mehr an, ihre Linie zu

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