Kunst und Künstler: illustrierte Monatsschrift für bildende Kunst und Kunstgewerbe — 11.1913

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sanft gewölbtes Balkendach sich vorsichtig über den
Horizont beugen und hinter ihm verschwinden.
Und es behagt dem Blick, wie ein Fischlein der
Luft an der Bauchfläche dieser Wolkenschwimmer
entlang zu streichen und durch die Schatten ihrer
Leiber und durch den einfallenden Sonnenschein
ihrer Lücken im Ineinanderdrängen geheimnisvoller
Farbenströme hinzuwimmeln. Ein grosser Raub-
vogel saust heran in unsern Sehbereich und schwingt
sich auf der anderen Seite eilig wieder hinaus. Es
ist der Sohn des Sturms. Väterliche Weitschweifig-
keit wohnt in ihm und auch seine Sehnsucht heckt
in der weiten Ferne. Er sucht sie und stürmt ihr
nach. Aber immer weicht sie vor ihm, immer nährt
dieFernesein ungestümes Verlangen und von ewigem
Sehnen schwillt seine Seele. Dem Menschen, der
ihm nachblickt, treibt er den verborgenen Über-
druss an der schon gewohnt gewordenen Zufrie-
denheit heraus und lehrt ihn das Glück des Unge-
nügens und des brennenden Zehrens. Und die Herr-
lichkeit, dessen Locken dieses Brennen ist, wirft
aufs neue ihrer Ahnung Schatten in seine Seele.

Von den Falken hat sich beim Kampf mit dem
Sturm einer in unserer Nähe halten können. Er
hat einige Krähen angelockt, die nun im Wahn, sie
könnten ihn treffen, ihre schwarzen Körper wie

geflügelte Bomben nach ihm werfen. Er gleitet
durch ihre plumpen Kreise und witzelt im haar-
scharfen Weichen über ihren Aufwand an weitaus-
holendem Übelwollen und neckt ihren wütenden
Ernst mit halbem Erbarmen durch spöttische Zirkel-
schläge um den Ort ihrer Fehlschüsse. Ironisch
ruhend schaut er der Zwecklosigkeit ihres blinden
Hastens zu.

Aber endlich, da unser Weg sich von der Höhe
ins Tal hinabsenkt, beschert uns die Ferne die letzte
Gabe dieser Fahrt. Jenseits der Tiefe die neuan-
hebendenErdwellen tragen denselben Weg, nachdem
er durch das Örtchen Konstantinowka gedrungen,
wie er im neuen Lauf nach weiteren Zielen klar-
sichtbar dahinwallt. Der Weg, den wir nicht mehr
fahren werden, zeigt sich uns winkend noch zuletzt
in der ganzen Schönheit seines Daseins. Es klingt
aus seinem Steigen die Melodie eines grossartigen
Zuges, man glaubt von seinen Linien die Noten
köstlich schwingender Rhythmen abzulesen. Sein
Anblick ist das Echo des Glücks dieser Fahrt, sein
weiteres Geschick und Treiben ist für uns mit der
Wehmut der Verlassenheit übergössen. Das „Nie
wieder" verdüstert seinen Laufund so wirft seine
weinende Schönheit den herrlichsten Abschiedsblick
herüber.

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