Kunst und Künstler: illustrierte Monatsschrift für bildende Kunst und Kunstgewerbe — 11.1913

Page: 605
DOI issue: DOI article: DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kk1913/0613
License: Free access  - all rights reserved Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
fliessen Li,

Leib, d e >L
stalten

;sen

d

Be

tlv g^en soll.

Daran de
=gabung istsiesclJ
vorhanden, ät J

dassmannütighätte
auch dasStrebenna,

ren_ ^weit als |
natürlichsein,n

häutig an die 6
denken und einge
auch die weniger
Verfallszeiten, vd
geber sind
Hei meinen Gemalt
schliesslich mit demG
druck als Ton abgebt
in der Farbgebung h
malen, und in denk
sie in lebhaften Druck
um die stets notfflj
der Wahrheit frisd«
Niemals trocken oi
sein, sondern richrif
oder Französisch, d;;
Reiz und Vei
ne der Stoffe her;
dem tatsächlichen Tob«;
anter befindet, mit if
irenz zu kommen J*>
dee Sei, alsdieiaee^
Idee der Schönere

at vervollständigt'0

als ^Vj
Anregung Ui

ell-r persbn c ^
u einer Schon „Jl(ir
nit schlichtester

suchen nach dem was
schön ist und es aus-
führen; wenn solches
in der Natur schön ist,
so wird es schön auch
in der Malerei sein.
Meine Malerei viel mehr
fertig machen, sie ge-
wissenhafter nachsehen,
erst nahe der Zufrieden-
heit davon lassen.

Man muss die Kennt-
nis der Antike und des
Schönsten, was nur je
entsteht in unsere heu-
tigen Dinge hinein-
bringen; damit ist man
neu und so stark als
man es in diesen Zeiten
sein kann; Schönheit ist
gut sehen, — und etwas
Erfundenes, so gross es
auch sei, ist einer mittel-
mässigen abgemalten
Sache unterlegen; die
Idee in der Kunst be-
steht in der Ausfüh-
rung, in der intelligen-
ten Wiedergabe des
Seienden.

Immer daran den-
ken, arbeitendem nach-
gehen ohne je abzu-
weichen, nie zweifeln
und über nichts sich
beunruhigen, was mich
etwa von der rechten
hier niedergeschriebe-
vereint ist. Diese Verbindung von Naivität und nen Idee abbringen könnte (April 184z).
Grösse ist das wahrhaft Erhabene der Kunst; Packen-
des aber doch Wahres schaffen. Der Unterschied Der Genius des Schlummers ruhig und gut.
der grossen und der zweitklassigen Maler besteht Der Mond, hinten, spricht inmitten der Nacht
darin, dass die ersten wahr sind, die letzten häufig mit ihm. Dazu braucht es eine feste nächtliche
unmöglich und deshalb manieristisch. Farbe und eine Reichhaltigkeit, wie es sie in dem
In drei Etappen malen; und, ohne die Werke schönen Klima giebt. Seitlich inden beiden grösseren
um den schlichten und würdigen Anblick zu bringen, Flächen, Grösse, Ruhe, zwei Landschaften ohne
die Lebendigkeit und das Unerwartete der Natur Figuren, die Einsamkeit der Natur, die Nacht,Tiere
mit hineinbringen; nachdenken, die Dinge reifen die auf und niedergehen, und die Blumen, die sich
lassen und dabei mich doch auf meinen ersten öffnen. Weiter unten die Nachtzeiten, die den
Instinkt verlassen. Nichts Unmögliches malen, im Menschen in ihrem Schlummer alle Mohnkörner
Wirklichen die Poesie finden. Sich nicht quälen, geben. Deren sechs, alle schön, lässig und gegen

605

TU, CHA.SSE8.IA.U, FRAGMENT AUS DEM FRESKO: „1,'ORDRE POUR VOYANT AUX FRAIS DE LA GUERRE"

(1844—1848). GRUPPE DER WAFFENSCHMIEDE

LOUVRE. AUS DEM EHEMALIGEN PALAIS D'ORSAY. (MAGAZINIERT)
loading ...