Kladderadatsch: Humoristisch-satirisches Wochenblatt — 22.1869

Seite: 229
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Schultzc. Weißtiu, daß er sich nur durch Frankreich hält?

Müller. Unfehlbar.

Schnitze. Und daß er ohne IHM schon längst nicht mehr regierte?

Müller. Unfehlbar.

Schultz«. Und daß er in, Jlauben an ein« ewigen Occupatio» sich irrt?

Müller. Unfehlbar.

Schnitze. Und wenn die Franzosen ausrückc», daß er dann ooch bald
ouänufen muß?

Müller. Unfehlbar.

Schnitze. Da würde er doch gut thun, sich mit die andern Mächte nicht
zu Überwerfen.

Müller. Unfehlbar.

Schnitze. Und mit dcS Dogma von die Unfehlbarkeit noch een bisken
zu warten.

Müller. Unfehlbar.

Müller. Hilfe! Rettung! Hilfe!

Schultzc. WaS ist denn?

Müller. StronSberg ist in'S Wasser jefallen!

Schultzc. Na doch bloö die Locomotive, die aus seinen Namen
setaust ist?

Müller. Ja, beim Vnladcn, ii» Harburg« Hasen. Sic haben schon
alles Mögliche anscstellt, sic können ihr nicht wicd« rauf kriege».

Schultzc. DaS jlaub' ich: Wenn „StrouSbcrg" rein fällt, den
zieht Kccner so leicht rauö!

Schultzc. Also die Nachricht von Val« Wrangel's Schlagansall war
'ne Zeitungsente?

Müller: Ja wohl. Er hat ja selbst aus telegraphische Anstage jcant<
«ort't: »Mich fehlt nichts" —

Schultzc. »Als die deutsche Jrammatik." Gott sei Lob
und Dank. _

Die Ruff sche lilahl.

Bei der Wahl ward zwar gefehlt — Buff! — manche Stimme falsch
gezählt — Buff! — viel gekohlt und viel krakehlt — Buff! — doch zuletzt
partcibeseelt — Buff! — eine Mehrheit rau« gequält — Buff! — Darum»
bleibt Herr Buff gewählt. — Buff!

(Fortsetzung des Feuilletons im Beiblatt.)

Briefkasten. Bk. V. in Coburg: Ist zwar nicht persönlich, aber wie Sic sehe» sachlich gewedemcycrt worden. — 91. S. in Brom bergt Etwas schwach. —
W.inGüstrow: Brieflich. —X. Seidel in Frcib.: Mortara. — H. in Saarl ouio: Nur für philologische Feinschmecker. - Z. i»T.: Wir würden die Komik nur
abschwächcn und lheilcn deshalb den bürgermcisterlichen Erlaß einfach mit. Der an einem Hause angeschlagene Zettel lautet: „Im Aufträge des Dr. Lawalter in Haiger sind
in diesem Hause die Blattern." — M. B. hier: Gefährliches Thema. — H. T. in Ecllc und O. H. in Wien: Wird vielleicht benutzt werden. — v. B. und
E- M- in Hannover: Bescheidene Leute, die mit dem zufrieden sind, was ihnen Andere übrig gelassen haben! — 3l. Z. in Dresden: Geht »ns gar nichts
an. — Sri. 31. H. bei Elze: Flügge ist von der Redaktion einstweilen zur Disposition gestellt. — H. S. hier: Wer kümmert sich um Reußischc Lappalien?

— L. B. in Ischl: „Der Hölle nah — und Helena" — Kalau. - W. in H.: Depesche auS dem Ricsengcbirge empfangen, worin der „Sommer" auf
Schncckoppe schwört, daß er stets h«cit sei, Gedicht in Nr. 28 Lügen zu strafen und Geld zu nehmen. — G. K. in Tübingen: Xonum proinatnr etc.

— E. O. auS G-: Liste heißt der Wcstcnväldliche Kaplan, der die Kegeljungen abschaffen will? H. in Schwerin: Soll dafür gesorgt werden, daß dies Nie»
föthliche Llctenstück erst durch die Zeitungen gehe! — F. in F.: Ein Narr kann mehr fragen als u. s. w. — H. Schl, bei Siegen: Die Sicgcner HimmelS-
actien sind nur eine ungeschickte Nachbildung der Kölner Borrom.-Acnen — ungeschickt, weil der „VerwaltungSrath" namentlich aufgeführt ist. Der dritte
Name ab« heißt „Frevel". -7 K. in Br.: Ist der Einfall in Polen den, RegierungS-Baurath zu danken? Jedenfalls war irgend Etwas bei irgend Jemand
nicht richtig „am Giebel". — v. W. in S.: Wenn möglich schon in nächster Nummer.

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Das berühmte Wnk Jmmcrmann's, die prächtige Idylle „Der Oberhof", eine Zierde der dnitschen Literatur, erscheint hi« in
ein« Pracht-LluSgabe, würdig seines klassische» WertheS. Die in Holzschnitt vorzüglich auSgefiihrten Illustrationen des großen Meisters Baut!er
in Düsseldorf treten so charakteristisch auf, sind Io voll pulsircndcn LebenS in jeder einzelnen Figur, daß daS Wort „Illustration" hi« zu seinem
vollen Rechte kommt. Sic vcrleihen dem Werke Licht, Farbe und Leben.

A. Hofmann & Co. in Berlin, Lcipngtrjlr. 39.


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Beiblatt.

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