Fromme Wünsche eines Berliner Aufwieglers
(Mel.: „O war' ich doch des Mondes Licht usiv." Lied von Kücken.)
D war' ich doch des Mondes Licht
Und im Kalender stände
Mondschein — dann schien' ich grade nicht,
Bis daß die Woch' zu Ende.
Doch wenn die Gaslaternen flimmern,
Dann würd' in vollem Glanz ich schimmern.
So wollt' ich ärgern früh und spat
Die Stadtverordneten, den Magistrat.
O wär' ich doch das Rathausdach,
Und unter mir da wäre
Der Magistrat versammelt — ach!
Dann stürzt' ich ein, auf Ehre,
Ich wollt' mit liebendem Entzücken
Die Väter unsrer Stadt erdrücken.
Und jo mich zeigen treu und gut.
Als wahres Bürgerrettungsinstitut!
Vor etwa 2000 Jahren habe ich in meinem Buche
„Über die Pflichten" (I cap. 22) geschrieben:
„Denn geringen Wert hat die Armee im Felde, wenn
daheim kein verständiger Rat waltet."
Ich verwahre mich gegen den Vorwurf, ich Hütte hierbei
die Verhältnisse während des letzten Vierteljahres 1018 in
Deutschland im Auge gehabt; insbesondere auch dagegen,
ich hätte an Soldatenräte bei den deutschen Ersatzformationen
gedacht. Mars ist mein Zeuge, daß dies nicht der Fall
sein konnte.
Unterwelt. Marc. Tüll. Cicero.
Geldbeutel
Herr Clemenceau, der arge Tückebold,
Der Rache voll, wie Hosenleder zäh,
Nimmt uns das allerletzte bißchen Gold
Und läßt uns —Kerl, sprich deutsch! — das „Portemonnaie".
Dieses von mir im Fahre 1849 verfaßte Gedicht bezog
sich — wie ich hier ausdrücklich feststellen möchte — auf
das damalige Magistrats-Kollegium, nicht etwa — Gott
behüte! — auf die heut regierenden Männer Berlins.
Elysium. Dichterecke, im „Wonnemonat" 1919.
Ernst Dohm,
weiland Redakteur des Kladderadatsch.
Vergarbeiterstreit
Sie fahren in den Schacht nicht,
Zur Tag- nicht, nicht zur Nachtschicht.
Sie machen Tag und Nacht Schicht.
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SSerfe für den Bücherschrank des ®eSifeefen
Iürnjakob Swehn
der Amerikafahrer
Von Job. Gillboff
81.-100. Tausend Geb. 7,50 Nt.
„ . . . Ein Werk, das den Preis einer
Meisterleistnng verdient. . .“
-Leipziger 'Neueste Nachrichten.
« . . . Geradezu als Meisterwerk des
deutschen Humors müssen wir diesen Roman
bezeichnen . . .“ Kölnische Ztg.
n • . - Ein wundersames Buch, schlicht,
ernst, tief und voll ruhiger Hoheit, dabei an-
schaulich, abwcchselungsreich, köstlich in seinen
Schilderungen und im schönsten Sinne
deutsch . . Das Größere Deutschland.
« . . . Ein Buch, das mail mit innigem
Behagen liest. . . Einzelne Szenen wirken
in ihrer wortkargen, bildhaft gerundeten
Darstellnngssorm geradezu monumental
Leipziger 9llustr. Zig.
Australische Skizzen
Von -Stefan v. Kohe
6.-8. Tausend Geb. 7,50 9tt.
«... Ein nie versiegender Humor, der
selbst auf die dunkelsten Kapitel der Mcnsch-
heit einen Strahl versöhnenden Lächelns
wirst, stehen dem Autor zu Diensten, und er
gebraucht seine Kräfte so verständig, daß jede
Schilderung zur spannenden Erzählung, zur
fesselnden, gedankenreichen und interessanten
Lektüre wird .. ." Hamburger Nachrichten
„ . . . Ein brillantes Erzählertalent weih
hier aus Steinen Saft 511 drücken, das
sterile Australien mit humorvollen Skizzen
zu befruchten..." . Kreuz-Zeitung.
..... Kotze war ein Mann, und er sah.
9hm schlug in der Brust das ewig unruhige,
nie zufriedene, in Sehnsucht emporverlangcnde
Herz des Deutschen. Und in einer Kammer
dieses Herzens: da wohnt der Humor . . ."
Frankfurter Zeitung.
Die Gedichte
des Properz
Deutsche Nachdichtung von Paul Mahn
2. Auflage Sit ital. Perg. 7,50 M.
„Dem deutschen Genius Goethes nahe. ..
ein Buch für Liebhaber der noch immer er-
freulichsten Prachtausgabe der Natur: derZrau.
Was Properz seiner Cynthia sang, hat Paul
Mahn meisterlich verdeutscht. Glut und Anmut
der Zorm machen den Römer in dieser Fassung
Io genußreich, wie er den Zeitgenossen unter
den Männorhallen der ewigen Stadt er-
Ichienen sein mag." Berliner Tageblatt.
«Paul Mahn schenkt uns eine lebendige,
geschmeidig-feine Nachdichtung ... Das Bild
jener Zeit rundet sich zu körperlicher Plastik.
Mahn läßt Properz und die Genossen des
römischen Parnasses wie Dichter von gestern
und heute auf uns wirken ... Über die Zeiten
hinweg schwingt der Ddein des Lebens der
unveränderlichen Menschlichkeit..." Der Tag.
Das Buch des deutschen Hauses Ein humoristisches Meisterwerk Goethes bevorzugter antiker Dichter
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Tägliche Rundschau * ÄBtlg, Äuchverlag ♦ Äerlin ©Xö
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Beran.,rortlicher cdjrijtlcilcc: ‘l'onl SUainrfc in Klein * fiilicnirfe bei Potsdam. — 'J<craniniotlliit) iur bc» Anzeigenteil: Oniitno ('iillftnulcn, Berlin» Ban:om.
A. Hosmann ^ Comp. Berlin ÜW. kV. Zimmcrilr. 6. — Trud von pempel i!c Co.'C>. m. l' -p^^cilin 6^. .Ni»,ncr,rr. 1/6.
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« . . . Geradezu als Meisterwerk des
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