Kladderadatsch — 92.1939

Page: 498
DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kla1939/0498
License: Free access  - all rights reserved Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
Tannenberg

Als deutscher Kämpen Uneinigkeit,
Verräterei am Werke war,
geschah's, daß unheilträchtige Zeit
ein erstes Tannenberg gebar.
Fünfhundert Jahre schritten durchs Tor,
da ward die slawische Übermacht,

die wieder Tannenberg erkor,
in offener Feldschlacht zu Fall gebracht.
Nun stürme, wer da mag, herbei!

Fest stehen für alle Zeit die Frei'n,
wird Tannenberg das Feldgeschrei
unbeugsamen deutschen Willens sein.


*



Gespräch über Polen

„Polens Anspruch hat Begründung,
ihm gehört die Weichselmündung,
ihm der Fluh bon Ursprung her."

— „Alles wüst versandet, tote
Wasser rings, selbst Motorboote
tragt der stol?e Ltrom nicht mehr."

„Deutsche sind'S, die aus den Huken
Polens blüh'nde Gärten schulen.
Heime, drin der Frühling tagt."

— „Drum hat Polen mit Barbaren-
kkloheit deutsche Ainderscharen

auö den Heimen kortgejagt."

„Wenn der Deutsche sich empkohlen,
dann beweist ein kreies Polen,
dah der Pole kein Gxrann."

—„Kein.derPole;eigt'S noch stärker.
Unterdrückung droht und lterker
er den Ukrainern an.

Mit dem Maul in wen'gen Wochen
eine Welt;u unterjochen,
sucht er hemmungslos den Ktreit,
und mit rasendem Gepolter
drängt er in den Krieg, entrollt er
GröhenwahnsinnS Furchtbarkeit.

Wär'S nicht möglich, dah der schändlich
schwer geprükten Menschheit endlich,
endlich dadurch Heil geschieht,
dah ein Tüpk'rer sich besinne
und, die Faust am Polenkinne,
schleunigst den Knock out vollzieht?"
loading ...