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sierung des Giganten zu erkennen. Allerdings waren an dem Triton neben den Ohren die
Flämmchen kleiner oder überhaupt nicht ausgeführt. Flammenartig aufsteigende Haarbüschel,
die aber nur über der Mitte der Stirne sitzen, eine Mode, die sich auch sonst in der korinthischen
Vasenmalerei nachweisen läßt1, zeigen die Pinakes bei Poseidon, Herakles und anderen
Figuren. Eine entsprechende Frisur findet sich unter korinthischem Einfluß auf chalkidischen
Vasen2. Auf der Frang:oisvase3 reichen die Flämmchenbüschel bei den Kentauren und Silenen
von Ohr zu Ohr, während die Götterköpfe sie nur über der Stirnmitte haben. Eine ähnliche
Frisur, von Ohr zu Ohr, hatte der Dreileibige aus dem Giebel des alten Athenatempels auf der

Abb. 152. Fragment eines Reliefpithos aus Dreros

Akropolis. Diese Parallelen scheinen für die Deutung auf das Gigantenhafte zu sprechen.
Andrerseits begegnet uns jedoch die Flämmchenreihe der Stirnhaare, und zwar in verwandten
Formen und Proportionen, in der Großplastik als vornehme Frisur attischer Kuroi, z. B. bei
dem Apoll von Volomandra (Zervos, L’art en Grece2 130, 131) und einem Kopfe in New York
(G. M. A. Richter, Sculpt. and sculptors of the Greeks 389 Abb. 148. BrBr. 7214). Eine absolut
sichere Entscheidung ist daher nicht möglich.

Der Ölbaum, dessen Zweige auf dem Reliefgrunde rechts von dem Giganten sichtbar sind,
hatte seinen Stamm und das weitere Geäst auf der folgenden Platte. Er trennte die Zweikampf-
szene von dem Zwickel, wie es die Mauer auf der anderen Giebelseite tut. Das Motiv entstammt
natürlich der Malerei5. In der Ecke dürfen wir sicher einen toten Giganten annehmen. Daß
außerdem noch ein kniender Kämpfer dargestellt war, ist unwahrscheinlich, aber nicht
ausgeschlossen (s. oben S. 104)6.

1 Z. B. Payne, N. 1U2, Abb. 35D. Vgl. E. Langlotz, Gnomon 10, 1934, 422.

2 A. Rumpf, Chalkid. Vasen 149.

3 Vgl. auch Graef-Langlotz a. O. I Taf. 27 a.

4 Daselbst im Text zwei weitere Beispiele. Zur Echtheit des Kopfes in New York vgl. Lippold, PhW. 57, 1937, 794.

5 Vgl. die spätprotokorinthische matrix aus Kerkyra in Oxford, Payne, N. 222 Taf. 45, 3, aus der mittelkorinthischen Vasenmalerei
die Kanne des limonidas (Payne, N. 314, Nr. 1072 Taf. 34, 5) und den spätkorinthischen Krater in Paris mit Peleus und Thetis
(Payne a. O. 1461).

6 Versakis, IIpcocü. 1911, 200 vermutete wegen des Ölbaums auf der anschließenden Platte eine Athena. Aber der Ölbaum kann
wie in Olympia zu Zeus gehören oder braucht als Andeutung der Landschaft überhaupt keine symbolische Beziehung zu haben.

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