fait par PereEc ^Au£c Truuleye dtLÜay
5. Gabriel Perelle: >Scene champetre
i-AParLr ch&l. &■ Lt&vglois nie S ücuxfues a. ta. vir'mre ,
Bewohnern findet. Vereinfachend kann man über die antike
römische Villa und alle sich auf dieses Vorbild berufenden Vil-
leggiaturen sagen, sie entspringen einem »bourgeois conceipt
in the strict sense of the word, responding to the perceived
needs of the city dweller«21. In der Maison de plaisance dage-
gen trifft sich das reiche städtische Publikum, das sich aus den
Geschäften in die Unschuld des Landlebens flüchtet, mit dem
Schwertadel, der der Nostalgie des unabhängigen Lebens auf
dem Gut der Väter, fern vom Hof, anhängt.
Stadt- und Hofkritik lassen sich indes nicht einmal in
grober Klassifizierung einer bürgerlichen oder adligen
Schicht zuordnen. Alle Besitzer eines Landhauses, aus der
Noblesse d'epee, aus den seit wenigstens einer Generation
adligen Grands Robins oder den nicht adligen Bürgern von
Paris, verstecken.ihre Scheu, sich mit ländlicher »rusticite« zu
beflecken, hinter den Idealen der Pastorale.22 Unverblümt
schildert Rene Bary im Dialog zwischen Polymonde und
Dorimene die Gefahren des Landlebens, in denen sich die
»simplicite des premiers siecles« hinter den »simplicitez d'un
Rustique« verbirgt:
»On ne voit que des eaues et des Forests, des bestes et des Pai'sans;
que des hommes sales et indoctes, rüdes et stupides; que des hommes
qui n'ont jamais perdu de veue la pointe de leur clocher, qui n'ont
jamais passe d'une Poste les limites de leur pays, et qui n'estans infor-
mez des particularitez de nostre grande Ville que par des relations niai-
. ses et fantastiques, ne parlent du Louvre, que comme le vulgaire parle
du Palais du Grand Mogar.«
Dennoch ist - so Barys Fazit - das Leben auf dem Land, sogar
in den hier endgültig zur Provinz deklarierten Landschaften,
der »servitude« bei Hofe vorzuziehen.23 Einige ländliche Sze-
nen < von Gabriel Perelle (Abb. 5), der seine Landschafts-
radierungen teils mit südländischen Ruinen, teils mit Archi-
tekturstaffagen aus der Ile-de-France anreichert, zeigen, daß
die Muße der Seigneurs in ihrer Maison de campagne auf der
Agrikultur beruht und in dem Vergnügen besteht, über den
5. Gabriel Perelle: >Scene champetre
i-AParLr ch&l. &■ Lt&vglois nie S ücuxfues a. ta. vir'mre ,
Bewohnern findet. Vereinfachend kann man über die antike
römische Villa und alle sich auf dieses Vorbild berufenden Vil-
leggiaturen sagen, sie entspringen einem »bourgeois conceipt
in the strict sense of the word, responding to the perceived
needs of the city dweller«21. In der Maison de plaisance dage-
gen trifft sich das reiche städtische Publikum, das sich aus den
Geschäften in die Unschuld des Landlebens flüchtet, mit dem
Schwertadel, der der Nostalgie des unabhängigen Lebens auf
dem Gut der Väter, fern vom Hof, anhängt.
Stadt- und Hofkritik lassen sich indes nicht einmal in
grober Klassifizierung einer bürgerlichen oder adligen
Schicht zuordnen. Alle Besitzer eines Landhauses, aus der
Noblesse d'epee, aus den seit wenigstens einer Generation
adligen Grands Robins oder den nicht adligen Bürgern von
Paris, verstecken.ihre Scheu, sich mit ländlicher »rusticite« zu
beflecken, hinter den Idealen der Pastorale.22 Unverblümt
schildert Rene Bary im Dialog zwischen Polymonde und
Dorimene die Gefahren des Landlebens, in denen sich die
»simplicite des premiers siecles« hinter den »simplicitez d'un
Rustique« verbirgt:
»On ne voit que des eaues et des Forests, des bestes et des Pai'sans;
que des hommes sales et indoctes, rüdes et stupides; que des hommes
qui n'ont jamais perdu de veue la pointe de leur clocher, qui n'ont
jamais passe d'une Poste les limites de leur pays, et qui n'estans infor-
mez des particularitez de nostre grande Ville que par des relations niai-
. ses et fantastiques, ne parlent du Louvre, que comme le vulgaire parle
du Palais du Grand Mogar.«
Dennoch ist - so Barys Fazit - das Leben auf dem Land, sogar
in den hier endgültig zur Provinz deklarierten Landschaften,
der »servitude« bei Hofe vorzuziehen.23 Einige ländliche Sze-
nen < von Gabriel Perelle (Abb. 5), der seine Landschafts-
radierungen teils mit südländischen Ruinen, teils mit Archi-
tekturstaffagen aus der Ile-de-France anreichert, zeigen, daß
die Muße der Seigneurs in ihrer Maison de campagne auf der
Agrikultur beruht und in dem Vergnügen besteht, über den


