Krieger, Albert; Badische Historische Kommission [Editor]
Topographisches Wörterbuch des Großherzogtums Baden (Band 1) — Heidelberg, 1904

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Dürrheim — Dürrhof.

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Johanniterarchive (Dürrheim). — Diehra 1626
K. Johanniterarchive (Sumpfohren).

Dürheim dem ritterlichen Joanniterorden
und desselben commenthureyen zue Villingen
gehörig 1589; der Johannitische fleckhen
Dierhaimb 1649 K. Johanniterarchive (Dürr-
heim).

des erwirdigen hem Gerg Ändris K&chler
von Schwan dorff sant Johans ordens ritter
comthur der heyser Villingen, R&rdorff und
Dätzingen vogt zu Dirhaim 1563 K. Breis-
gauer Archive (Dürrheim).

her Cünrat von Hüvingen hat geben mit
sins herren graven Egen von Vürstenberg
gunst und willen Wilnhelm von Brastberg
und Urselen siner tohter ze ainer rehter
hinsture die fogtaige des hofes über sant
Blesins gut ze Dürrehain 1301 Z. 11,381. —
wir grave Egen und min sun grave Hainrich
von Furstenberg genant han gegeben ze
köfen dem comentür brftder Hainrich von
Horwe und den brftdern sant Johans orden
spitales von Jerusalem dez huses ze Vilingen
die voktaige über sant Blasins lüte und gute,
die wir hetten in dem dorf ze Dürrehain
1303 FUB. 2,14.

Gericht.

ich her Cünrat von Wartenberg han ge-
geben mine aigenschaft dez gerihtes ze Durre-
hain, daz in den vron hof, da der kirchen-
sazze ze Durrehain in h&ret, dem commendüre
und den brüderen von sante Johannes hus
ze Vilingen 1299 K. Johanniterarchive (Dürr-
heim). — ich vro Anne, hem Hainricbez
seligen tohter von Wartenberg des Strüsses,
han gegeben mit willen und verhengnüs minez
herren und minez elichen mannes, graven
Hainriches von Friburg, dem commendüre
und den brftdern sante Johans ordens des
spitales von Jerusalem ze Vilingen die eigen-
schaft des gerihtes, dez twinges und dez
bannes über das dorf Dürrehain 1300. Z.
11,242.

Zehnte.

wir grave Egen von Furstenberg han ge-
geben unseren zehenden, den wir han in
dem dorfe und in dem banne ze Durrehein,
den die Bergeli von Vilingen von uns ze
lehen hant, durch bette bi-fider Gotboldes von
Blftmenberg, des commendures des huses ze
Friburg, lidig und lere eweglich dem huse
sante Johanses ze Vilingen ze nement und
ze niessende 1305 Z. 11,442.

Kirche.

ze Durrehain sant Michahel der da gnaedig
ist 1291 K. Johannüerarchive (Dürrheim).
— parroehia Durrehain in decanatu Vernbach
seu Vilingen 1324 Lib. qiwrt., FDA. 4,8. —
ecclesia Türnheim in decanatu Löffingen

pertinet Johanniticis in Vilingen zw. 1360—70
Lib. marc, FDA. 5,95.

grave Heinrich von Furstenberc gab vri-
lich beidu kilchun und saz ze Durrehain dem
huse sante Johans ze Vilingen 1280 FUB.
1,268.

plebanus ecclesie in Durrehaim 1267 FUB.
1,222. — rector ecclesie in Durrehain in
decanatu Phorren 1275 Lib. dec, FDA. 1,31.

— Eberhard der kilcherre von Durrehain
1280 FUB. 1,268.

Geschlecht,

vgl. Kindler von Knobloch, Oberbad. Ge-
schlechterbuch 1,259.

Hug de Turreheim miles, liber vir ad a.
1092 Not. fundat. mon. S. Georgii, MGSS.
15,1016. ad a. 1094 ib. MGSS. 15,1019. —
Erchenbertus et Hiltheboldus de Turreheim
1100 Baumann, Allerheil. 59. — Erchinbertus
de Turriheim 1108 Baumann, Allerheil. 74.

— Wernherus de Turreheim 1141 Dümgi
43. — Walterus de Turrihein qui vocatur
Esil 1183 Cod. Sal. 1,43. — Waltherus dictus
Asinus de Diurrehain 1256 Z. 8,493. — Wal-
therus nobilis dictus de Durrehaim 1267
FUB. 1,222. — Walther der Esel von Durre-
hain, ein vri man, her Eberhart der kilcherre
von Durrehain sin brftder; der selbe Walther
gewan da nach einen sun Walthern, der
wart dienstman grave Heinrichs von Fursten-
berg 1280 FUB. 1,268. — M. de Durrehain
sanctimonialis monasterii in Waltkilch 1298
Innsbruck, Statthaltereiarchiv. — H. de Dur-
haim, monachus monasterii S. Galli*) 1299
FUB. 5,243. — Hugo de Dftrhain 1299
FUB. 5,243.

[Dürre, wasserarme Ansiedelung, Baumann
in SchrBaar 4,29]

Flurnamen: Im See GK.; Tftrhemersee
1468 FUB. 3,393. — Herstraui in Marbacher
ban 1553, Herweg 1553 Mone, Urgeschichte
1,142. — Hochstraße GK. — Höfen GK.

In dem nahen Torfmoor Reste eines Pfahl-
baues. — Alamannische Gräber; Die Kunst-
denkmäler Badens 2,73. 74.

Gehörte bis 1805 zu der (bis 179/
vorderösterreichischen) Landgrafschaft Brelil"
gau, wurde dann württembergisch und 180b
badisch.

Vgl. Honstetten (Donaueschingen), Schlatt.

Diirrh©f (Dörrhof), Hof, Gem. Rauenberg
(Wertheim). — Durreberch 1178 Werth.; vgl-
Aschbach 2,19. — territorium Alberti de
Thiefe**) in Windin et in Dureberc Ui*
Werth. - Durreberc 1214 Z. 16,310. 1246
Kop. ausgeh. 14. Jhs. Werth. — Otto miles
de Heinstat vendit monasterio Brannebacensi
decimam in Durreberc, Luchenberc et wi-

•) St. Gallen in der Schweiz.
**) Obertief in Mittelfranken (Bayern).
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