Krieger, Albert ; Badische Historische Kommission [Editor]
Topographisches Wörterbuch des Großherzogtums Baden (Band 1) — Heidelberg, 1904

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Frenkenbach — Freudental.

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in Frenchenbach ad eum ex paterna heredi-
tate devolutam abbati et conyentui mona-
sterii de Wingarten titulo pignoris obligavit
1281 K. Weingarten (Frenkenbach).

die pfleger sant Oßwalt der kirchen zu
Frenckempach 1527 K. Weingarten (Frenken-
bach).

[Wohl eher zum Personennamen Franeo,
als zum Volksnamen der Franken]

Gehörte ehedem zur Herrschaft Ittendorf,
kam 1673 mit den niederen Gerichten, der
Steuer und Militärhoheit an das Kloster
Weingarten, das 1779 auch noch die Grafen-
rechte als Reichsafterlehen von Fürstenberg
(Grafschaft Heiligenberg) erwarb (Baumann,
Seekreis 14), 1808 an Nassau-Dillingen, 1806
an Baden.

Vgl. Bermatingen.

Frenow s. Frohnau.

Fresenheim s. Friesenheim.

Frendenbach, ehemals Gesamtname für
das Tal Wagensteig Z. NF. 2,349. 350. —
Frölenbach 1293 Monum. Hohenberg. 106. —
in dem Froedenbach under dem Diezenbach
1350 K. Berain 7212 (S. Blasien). — an
der Steige in valle que dicitur Fr&udenbach
1350 K. Berain 7210 (S. Blasien). — Steige
vallis que dicitur FrSidebach 1352 Z. 2,338.

— Frödenbach 1357 UhlGeistSpitFreib.1,169.

— Frödembach 1397 FreibU. 2,113. —
Fröidenbach 1407 K. Breisgauer Archive
(Falkenbühl).

[Bach des FrSlo, Froulo (Frowilo) oder
des Fröudo]

Vgl. Falkenstein, Wiesneck.

Freudenberg', Hof, Dorf Ochsenbach,
Gem. Burgweiler (Pfüllendorf). — Frödenberg
1435 FÜB. 6,313. 1454 ib. 6,418. — Fröden-
berg 1451 FTJB. 6,314. - Frödemberg 1471
FUB. 7,56. — Frödenberg im Valchen ge-
legen 1476 Cod. Sah 3,455. — Frödemberg
1490 FUB. 7,254. — Vgl. FDA. 23,305. 306.

Frödenberg ist ein hoff, gehört dem closter
Salamschweiller zu und in die pfarr geen
Denckhingen 1557 K. Berain 6602 (Pfarrei
Pfüllendorf).

Gehörte bis 1637 dem Kloster Salem und
war dann bis 1806 fürstenbergisch (Reichs-
grafschaft Heiligenberg). — Vgl. Baumann,
Seekreis 9.

Freudenberg, Zinken, Gem. Görwihl
(Waldshut).

Frendenberg, Stadt (Wertheim). —
castrum Frouwedenberch 1200 Wertheim
(vgl. Aschbach 2,22). — Fröudenberc'1251
WUB. 4,250. — Frodinberg 1268 Würzburg,
Mainzer Buch verschied.- Inhalts 10. —
castrum et civitas Freudimberc 1287 Asch-
bach 2,45. — castrum et opidum Freuden-
berg comitis Rudolfl de Wertheim ab epi-
scopo Herbipolensi et ecclesia eius in feodum

procedentia 1295 Aschbach 2,57. — Vreuden-
berg 1299 Aschbach 2,59. — Fr5udenberg
liJh.Würzburger Lehenbuch, AUnterfranken
24,9. — Freydenbergk 1398 Kop. 1458 Asch-
bach 2,163. — Freidenberg 1440 Kop. 15./16.
Jhs. Würzburg, Lib. div. formarum 6. —
in der marcke zu Frawdenberg und Lauchen-
berg 1455 Wertheim. — die stadt Fraiden-
berg, so von dem stifft Wirzpurg zu lehen
gehet 1562 Z. 16,35.

Wir Ludowig ... romischer cheiser haben
. . . graf Rudolf ze Wertheim sein statt
Freudenberch gefreiet .... und geben der-
selben statt Freudenberg alle die reht und
gewonheit, die unser und des reichs stat
Gelenhausen habent ist 1333 Oberrhein. Stadt-
rechte 1,12. — wir Karl romischer keiser
haben das stetel Freudenberg off dem Meune
gefreiet, das sie alle suliche statrechte, stocke,
galgen, gerichte und freiheit haben und der
gebrauchen sullen und mögen, die die burger
von Wertheim haben 1376 Oberrhein. Stadt-
rechte 1,18.

pfarrkirche zu Freudenberg 1452 K. Pfalz
(Freudenberg). — Pfarrkirche s. Laurentii m.

Marquardus de Vroudenberg miles 1253
WUB. 5,28. 1268 Würzburg, Mainzer Buch
verschied. Inhalts 10.

[mons gaudii, vgl. Bück, Flurnamenbuch
73]

Südwestl. in der Nähe alte Befestigung,
1 Kilometer südöstl. die „Burg" („Teufels-
burg"), ein Hügel mit Mauerwerk, Funden
von Eselshufeisen, Tongefäßen, Steinkugeln,
Münzen. — Schlofiruine GK.

Bis 1803 bischöfl. würzburgisch, 1803 bis
1806 löwenstein-wertheim-freudenbergisch.

Andenken zur Feier des 600jähr. Jubi-
läums der großh. badischen Stadt Freuden-
berg a. M. am 6. Mai 1877. Karlsruhe.

Vgl. Wertheim.

Freudenhof, Flurname auf der Gemark.
Mosbach (Achern) GK.

Freudental, Dorf (Konstanz). — Froeden-
tal 1360 Bodman, Gesch. d. Frh. v. Bodman
495. — Frftdental 1364 Z. 28,51.

War anfangs nur ein Schloß, während
das Dorf erst im 18. Jh. entstand; gehörte
den Freiherrn von Reichlin-Meldegg, die es
von den Herrn von Prasberg ererbt hatten;
1793 kam die Herrschaft auf die Gant, und
wurde von dem Bürgermeister Beck von Über-
lingen, dem Bürgermeister Enroth von Ravens-
burg und dem österreichischen Fiskalamts-
prokurator von Schach in Königseck gemein-
sam angekauft, Baumann, Seekreis 32.

Freudental, Weiler, Gem. Ortenberg
(Offenburg). — Vroudental 1242 K. Gengen-
bach-Off enburg-Zell (Offenburg). - vallis
dicta Frowedental 1248 K. Gengenbach-
Offenburg-Zell (Freudental). — Frofidental
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